Wetter: BVB-Spiel wegen Unwetter abgebrochen – Deutscher Wetterdienst mit nächster Warnung

Heftige Unwetter zogen am Mittwoch über NRW her.
Heftige Unwetter zogen am Mittwoch über NRW her.
Foto: imago/Gottfried Czepluch

An den unfassbaren Hitzesommer 2018 werden wir uns wohl noch lange erinnern. Seit Anfang der Wetter-Aufzeichnungen war es im Durchschnitt noch nie so warm in Deutschland wie im vergangenen Jahr: Im Durchschnitt betrug die Temperatur 10,5 Grad.

Wetter 2019: Wird der Sommer genauso heiß wie im letzten Jahr?

Der Sommer 2018 war geprägt von extrem trockenem Wetter und bundesweiten Temperaturen im Bereich von 30 bis 40 Grad. Auch der Winter war recht niederschlagsarm. Muss man jetzt mit langen Dürrenperioden auch im kommenden Sommer rechnen?

Wir halten dich hier in unserem News-Blog zum Wetter über die extremen Wetterauswirkungen auf dem Laufenden:

Donnerstag, 25. April

Nach dem ordentlichen Unwetter am Mittwochabend erwarten uns am Donnerstag vor allem viel Wind. Der Deutsche Wetterdienst hat eine Warnung vor Windböen herausgegeben.

Folgende Städte sind betroffen:

  • Duisburg
  • Oberhausen
  • Mülheim
  • Essen
  • Herne
  • Bottrop
  • Gelsenkirchen
  • Bochum
  • Dortmund

Es herrscht Warnstufe 1 von 4.

24. April 2019, 22.15 Uhr:

Heftige Unwetter am Mittwochabend in NRW! Das Gewitter war sogar so schlimm, dass die Begnung der U23-Teams von Borussia Dortmund und Wuppertal abgebrochen werden musste. Die Mannschaften standen erst zwölf Minuten auf dem Platz, als der Schiedsrichter die Regionalliga-Partie schon wieder abpfiff. Zu dem Zeitpunkt stand es 0:0.

10.20 Uhr:

Aufgrund der Trockenheit musste die Feuerwehr schon in mehreren Regionen Deutschlands ausrücken, um Brände zu löschen. So brannte beispielsweise am Ostermontag ein Moor in der Lüneburger Heide. Auch in Thüringen kämpften die Retter gegen Flammen, die auf einem 13 Hektar großem Wald am Bleiloch-Stausee entfacht waren. Die Einsatzkräfte warnen vor der aktuellen Witterung und weisen ausdrücklich auf die derzeitige Waldbrandgefahr hin.

21. April 2019, 9.53 Uhr:

Obwohl es im Hitzesommer 2018 wenig geregnet hat, waren die Böden im Frühling zu Beginn der vegetationsperiode nicht zu trocken wie sie es jetzt sind. Das teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. „Sollte die trockene Witterung in den kommenden Monaten anhalten, könnte sich die Dürre des Jahres 2018 wiederholen oder sogar übertroffen werden“, prognostiziert Udo Busch, Leiter der Agrarmeteorologie des DWD.

Das heißt, dass es dann für die Landwirtschaft in Deutschland auch nicht gut aussehe. Die Bauern müssten dann mit Ertragseinbußen rechnen. Doch nicht nur das. Diesmal könnten auch Wälder und Pflanzen betroffen sein, wenn ihre Wurzeln nicht genügend Wasser bekommen würden. In 2018 konnten die Pflanzen noch in den Böden aus dem Vollen schöpfen, weil es 2017/2018 noch relativ viel geregnet hat. Doch diese Speicher sind jetzt nahezu leer.

Busch dazu: „Die Startbedingungen für die Vegetation sind 2019 in vielen Gebieten Deutschlands deutlich schlechter als im Vorjahr. Besonders betroffen ist der sowieso schon trockene Osten Deutschlands – vor allem in Sachsen-Anhalt und Thüringen.“

Denn schon jetzt sei die Bodenfeuchte in Thüringen im April so gering wie Mitte Juli 2018.

20. April 2019:

Wetterexperte Karsten Schwanke sagt in einem Interview mit der Zeit, dass der kommende Sommer zwar nicht unbedingt genauso warm werden muss wie der letzte. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist aber recht hoch.

Schwanke erklärt, es kann jetzt öfter zu extremen Dürren kommen: „Noch zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts lag die Wahrscheinlichkeit bei 1:245 Jahren (also alle 245 Jahre hätte ein solcher Jahrhundertsommer auftreten können).

Die Wahrscheinlichkeit hat sich auf 1:8 erhöht

Heute hat sich diese statistische Wahrscheinlichkeit auf 1:8 erhöht – also ein statistisch wahrscheinliches Auftreten alle acht Jahre!“

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Extreme Dürren: Einmaliges Phänomen oder Folge des Kilmawandels?

Ist der extrem heißer Sommer 2018 nun ein einmaliges Phänomen oder ist das nur eine Folge des Klimawandels? Sowohl als auch, sagt Schwanke. Einmalige Wetter-Vorkommnisse sind zwar nicht unbedingt ein Hinweis für einen Klimawandel.

Jedoch lässt es sich eindeutig sagen, dass eine globale Erwärmung stattfindet. Heutzutage beträgt diese nur ein Grad Celsius, dennoch kann auch diese scheinbar kleine Veränderung für verheerende Auswirkungen sorgen.

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Das war der Turbo-Sommer 2018

  • Mit einer Durchschnittstemperatur von 19,3 Grad war der Sommer bundesweit der zweitwärmste Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnung
  • Tagelang gab es vielerorts kein Niederschlag. Anbau- und Rasenflächen verdorrten. Wegen Tiefständen wurde die Schifffahrt eingestellt
  • Neue Rekorde für die Anzahl der Sommertage wurden aufgestellt. 75 Tage hatten mindestens 25 Grad.
  • In Sankt Augustin wurde am 7. August 38,7 Grad gemessen. Das war der heißeste Tag des Hitzesommers 2018.

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Sommer 2019: Gibt es wieder Dürre und Ernteausfall?

Schwanke warnt davor: „Steigt die durchschnittliche Temperatur der Erde weiter wie prognostiziert an, müsste man 2050 alle zwei Jahre mit einer solchen extremen Wetterlage rechnen“.

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Ob der Sommer 2019 auch Dürrenzeit mit sich mitbringt, lässt sich somit nicht genau sagen. Die Wahrscheinlichkeit ist dafür jedoch recht hoch. Das wird vor allem für die Landwirte zu einem Problem werden.

Hitzesommer 2018 ließ Wildtiere verdursten

Bereits durch den vergangenen Sommer hat der Großteil der deutschen Landwirte entweder viel zu früh und dadurch weniger ernten können oder die Ernte fiel ganz aus.

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Ebenso sind zahlreiche Weide und Wildtiere wegen der Dürre verdurstet. (ses, js)

 
 

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