„Will nicht jammern“ - Weinzierl lässt nach Schalke-Niederlage keine Ausreden gelten

Peter Müller
Schalke-Trainer Markus Weinzierl.
Schalke-Trainer Markus Weinzierl.
Foto: firo
  • Schalke-Trainer Markus Weinzierl sprach nach der 1:2-Niederlage beim HSV die Schwächen seines Teams an
  • Er ließ keine Ausreden gelten
  • Hoffnung auf Aufholjagd in der Rückrunde

Hamburg. Die Spieler des FC Schalke 04 wussten, dass sie dieses Spiel verbockt hatten.

Ihr Gegner, der Hamburger SV, hatte die von beiden Teams schwach geführte Partie mit 2:1 für sich entschieden, weil er in der zweiten Hälfte mehr Leidenschaft zeigte, und weil er in entscheidenden Momenten aus Schalker Fehlern Profit schlug.

Fährmann will keine Krise herbeireden

„Wir hatten zu viele Abspielfehler“, klagte Kapitän Benedikt Höwedes mit Recht, „außerdem haben wir unsere Konter schlecht ausgespielt.“

Torwart Ralf Fährmann wollte aber trotz der Enttäuschung keine Krise ausrufen: „Unruhe wird es bei uns nicht geben. Wir wissen, woran wir arbeiten müssen, damit wir wieder anders auftreten.“

Weinzierl lässt Ausfälle nicht als Entschuldigung gelten

Natürlich wäre die Ausgangslage für Schalke besser gewesen, wenn es nicht so viele Ausfälle gegeben hätte. Trainer Markus Weinzierl aber wollte dies nicht als Ausrede für die enttäuschende Leistung an diesem Abend gelten lassen: „Da will ich nicht jammern, ich habe als Trainer die Aufgabe, das Beste aus dem Kader zu machen, der mir zur Verfügung steht“, sagte er.

Erklärend fügte er dann hinzu, dass es allerdings schon von Bedeutung sei, „wenn du zwei kleine Mittelfeldspieler vorne drin hast und hinten Naldo und Nastasic fehlen“.

Das sind die Schwächen der Schalker

Weinzierl redete nicht um den heißen Brei herum, er sprach die Schwächen seines Teams klar an. „Der Sieg des HSV geht in Ordnung, weil wir es heute nicht gut gemacht haben“, sagte er.

„Wir haben vorne keine Bälle festgemacht und in der Offensive wenig zustande gebracht. Und defensiv haben wir in der zweiten Hälfte zwei Konter zugelassen. Wir haben es uns heute selbst schwer gemacht.“

Hoffnung auf Aufholjagd

Obwohl aus den letzten vier Spielen in Leipzig, gegen Leverkusen, gegen Freiburg und nun in Hamburg nur ein Punkt gegen Freiburg heraussprang, behält Weinzierl die Hoffnung auf eine Aufholjagd nach der Winterpause: „Wir hatten gehofft, mehr Boden gutmachen zu können. Wir sind nicht glücklich, aber theoretisch ist es noch möglich, unsere Ziele erreichen zu können.“

Weinzierl hofft, dass er im Winter neue Spieler dazubekommt - und zwar für die Abwehr und den Angriff.

Noch hat sich Sportvorstand Christian Heidel dazu nicht klar geäußert, aber auch er weiß natürlich: Weil bei mehreren verletzten Schalker Profis nicht absehbar ist, wann sie zurückkommen können, werden Verstärkungen unumgänglich sein.

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