Staatsanwalt ermittelt gegen Tengelmann

Foto: ddp

Essen. Die Staatsanwaltschaft Duisburg ermittelt gegen die Unternehmensgruppe Tengelmann wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung.

Laut „Spiegel” seien der Tengelmann Energie GmbH (TEG) elf Millionen Euro Stromsteuer zu Unrecht erstattet worden, weil Verträge zurückdatiert worden seien.

Eine Tengelmann-Sprecherin bestätigte am Sonntag der WAZ das staatsanwaltliche Ermittlungsverfahren, wollte sich zu Einzelheiten aber nicht äußern. Nach früheren Tengelmann-Angaben ist die TEG seit 2005 ein eigenständiges Unternehmen, das für über 11 000 konzerneigene und fremde Liegenschaften Strom einkauft und dabei die ausgehandelten günstigen Konditionen weitergibt.

Laut „Spiegel” trete die TEG als Energieproduzent auf, der sich die seit 1999 geltende Stromsteuer in Höhe von 2,05 Cent pro Kilowattstunde teilweise erstatten lassen könne. Auf diese Weise seien rund 55 Millionen Euro vom Staat an Tengelmann zurückgeflossen. Die Staatsanwaltschaft soll aber bezweifeln, dass die TEG tatsächlich ein produzierendes Unternehmen ist.

Die Ermittler prüfen nun, ob Tengelmann mit Hilfe eines Ex-Mitarbeiters der Unternehmensberatung Price Waterhouse Coopers im Jahre 2007 Rechnungen rückdatiert habe, um an die Steuererstattung für 2005 und 2006 zu gelangen.

 
 

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