Karstadt droht am 12. Juni das Aus

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Mit dramatischen Appellen an die Politik haben führende Manager des Arcandor-Konzerns staatliche Hilfen zu Rettung der Karstadt-Kaufhäuser eingefordert. Ohne eine staatliche Bürgschaft sei am 12. Juni für Karstadt Schluss, erklärte Konzernchef Karl-Gerhard Eick der „Frankfurter Allgemeinen".

Der Vorsitzende des Arcandor-Konzernbereichs Karstadt, Stefan Herzberg, sieht laut „Bild am Sonntag” sogar den gesamten Konzern mit Versandhandel (Quelle) und Touristik (Thomas Cook) in akuter Gefahr: Ohne Bürgschaft gehe „der ganze Konzern in die Insolvenz mit unabsehbaren Folgen” für die über 50 000 Mitarbeiter und deren Familien, für die Lieferanten und für die deutschen Innenstädte, für die ein Verschwinden von Karstadt „eine Katastrophe” wäre.

In allen Karstadt-Filialen, wo sich Kunden schon jetzt an den Kassen in Unterschriftenlisten für den Erhalt der Kaufhäuser eintragen können, soll am Freitag ein Aktionstag stattfinden. Auch eine Fusion mit dem Konkurrenten Kaufhof könne die Pleite nicht mehr abwenden, erklärten beide Manager. Laut Eick verfolgt Kaufhof seine eigenen Interessen und wittere die Chance, einen Wettbewerber auszuschalten. Rettungspläne, die eine Arcandor-Insolvenz zum Inhalt haben, lehnte der Konzernchef rundweg ab.

 
 

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