Es gibt günstige Alternativen

Kirsten Simon

Es dürfte der teuerste Spaziergang der Welt sein: Umgerechnet über 400 Euro verlangt der Shadow Creek Golf Course in Nevada von einem Golfspieler für jede Runde. Es wird Menschen geben, die das zahlen. Einige vielleicht sogar, weil sie um die Ecke, in den Spielcasinos von Las Vegas, gerade so viel Geld gewonnen haben, dass sie nicht wissen, wohin mit den ganzen Scheinchen. Shadow Creek gilt als teuerster Golfklub der Welt und ist sicherlich ein extremer Fall. Doch auch auf vielen anderen Plätzen werden den Golfspielern die Taler wie mit einem Magneten aus der Tasche gezogen. Also machen wir uns nichts vor: Wer sparen möchte, sucht sich besser eine andere Sportart.

Aber es geht auch erschwinglicher. Beispielsweise mit den 19-Euro-Schnupperangeboten vieler Golfklubs. Oder mit der Vereinigung clubfreier Golfspieler (VcG). Für einen Jahresbeitrag von überschaubaren 195 Euro können VcG- Spieler weltweit Golfplätze nutzen, vorausgesetzt, sie haben die Prüfung zur Platzreife bestanden. Für jede Golf-Runde muss dann nur noch das Greenfee bezahlt werden, also die Platzgebühr, die auf einer deutschen Anlage bei 25 bis 120 Euro liegt.

Sicherlich ist es immer noch günstiger, auf dem Sofa zu liegen oder um den Block zu spazieren. Doch eine Erkenntnis bleibt: Der einst elitäre Sport wird bezahlbarer.