Eiszeit gestern und heute

Wir schauen aus dem Fenster und trauen unseren Augen nicht. Kinder rodeln. Auf der Straße. Wo sonst die Autos fahren. Ganz wie früher, wie in der guten alten Zeit, sagen wir und kramen in den Erinnerungen.

Früher, da gab es noch einen richtigen Winter. So einen mit allem Zick und Zack. Weiße Weihnachten, märchenhafte Tannenwälder, rote Kinderwangen – ein verschneiter Traum wie aus einem Bild von Brueghel!

Was wir gerne vergessen: Früher gab es auch Autos, die nicht ansprangen. Oder am ersten Hügel schlapp machten. Und Handschuhe, durch die der Wind pfiff. Und keine computergesteuerte Zeitschaltuhr fürs Kühlwasser, keine anständigen Winterreifen, kein Polar Fleece, kein Sympatex und wie sie alle heißen, diese Hightech-Stoffe, die vor nicht allzu langer Zeit allein Reinhold Messner übers Polareis halfen. Von beheizbaren Handschuhen mal ganz zu schweigen.

Das alles sollten wir bedenken, wenn die Kinder auf der Straße rodeln. Und uns freuen, dass wir mit der neuen Eiszeit komfortabel leben können. Früher war nämlich nicht alles besser. Nur anders.

 
 

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