Ein frommer Mann sucht den Schlüssel zur Schuld

Else Ebel

„13 – Der Schlüssel zur Schuld“ ist das erste Buch des schwedischen Verfasserpaares Johanna Limme und Martin Palmqvist, das in deutscher Sprache erschienen ist.

Es ist auch der erste Teil von vier historischen Kriminalromanen, die Ende des 19. Jahrhunderts in der schwedischen Stadt Karlshamn spielen, die zu jener Zeit Haupthafen für die schwedischen Amerikafahrer war.

Die Verfasser haben sich bemüht, das historische Karlshamn ins Leben zu rufen und bieten eine erfrischende und eindrucksvolle Alternative zu den unpersönlichen Polizeiwachen und grauen Großstädten, denen man so oft in der Kriminalliteratur begegnet.

Die Hauptcharaktere der Geschichte sind der ältliche Pastor Simon Eldfeldt und sein etwas leichtsinniger Neffe und Knecht Ivar Jönsson, die sich gemeinsam mit Eldfeldts Schwager, dem Amtsrichter Olof-Petter Kant, bemühen, Morde aufzuklären, die im Hafenviertel verübt worden sind.

Den Verfassern ist es gelungen, das historische Karlshamn detailreich und plastisch zu beleben, sie geben interessante Schilderungen der damaligen sozialen Verhältnisse, des Alltags, der Hierarchien. Im Vergleich zu vielen modernen Kriminalromanen weist diese Erzählung deutlich weniger Gewalt und Blut auf. Sie zeigt das Krimiland Schweden von einer anderen, doch nicht weniger spannenden Seite.