Ankaufportale verdienen mit

Essen.  Ankaufportale werben zur Zeit massiv für ihre Vermittlungsdienste. Suggeriert wird, dass man als Privatmann über die Internetportale jedes Auto zu einem guten Preis schnell verkaufen könne. Das nach eigenen Angaben gemeinnützige Finanzportal „Finanztipp“ hat neun Ankaufsportale jetzt getestet und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass die Gebühren für die Portale den Erlös für den Gebrauchten drücken.

Grundsätzlich kann beim Verkauf an einen Händler nicht der Preis erwartet werden, der auf dem Privatmarkt möglich ist – schließlich will und muss jeder Händler selbst ja auch etwas beim Weiterverkauf verdienen können. Das Ankaufportal Easyautosale verlangt laut „Finanztipp“ eine Stornogebühr von 149 Euro, wenn der Nutzer seinen Wagen doch nicht verkaufen möchte, auch wenn der vorher genannte Mindestverkaufspreis von einem Händler geboten wird.

Grundsätzlich raten die Experten von „Finanztipp“ zum Vergleich mehrerer Ankaufportale, etwa Einfacherautoverkauf, Carsale24 und Easyautosale. Verkäufer sollten ihr Auto unabhängig bewerten lassen, etwa bei der Deutschen Automobil Treuhand oder Schwacke. Eine Abschätzung, was für vergleichbare Fahrzeuge verlangt wird, bietet die übergreifende Suchmaschine Autouncle. Wer den höchsten Preis erzielen will, sollte jedoch selbst sein Fahrzeug auf einer der Internetbörsen inserieren.