Essen

Video der Gewalt-Eskalation bei Shisha-Bar-Kontrolle in Essen: Dieses Detail wirft Fragen auf

Im Netz kursiert ein Video des eskalierten Polizeieinsatzes vor der Essener Shisha-Bar „Buddy Bar“. (Symbolbild)
Im Netz kursiert ein Video des eskalierten Polizeieinsatzes vor der Essener Shisha-Bar „Buddy Bar“. (Symbolbild)
Foto: Montage: DER WESTEN / dpa
  • Eskalation einer Shisha-Bar-Kontrolle in Essen
  • Im Netz kursiert das Video einer Festnahme
  • Es dokumentiert Gewalt gegen Polizisten
  • Aber auch einen zweifelhaften Pfefferspray-Einsatz

Essen. Wütende Passanten, Tritte gegen Polizeibeamte und ein schreiender junger Mann am Boden. Ein Video, das seit Samstag im Netz verbreitet wird, zeigt heftige Gewaltszenen in der Essener Innenstadt.

Wie die Polizei gegenüber DER WESTEN sagte, gehen die Beamten davon aus, dass die Aufnahmen einen Teil der Gewalt-Eskalation im Rahmen einer Shisha-Bar-Kontrolle am 7. September in Essen dokumentieren (alle Details über den eskalierten Einsatz liest du hier).

Mann tritt Polizisten – die wehren sich erfolgreich

Das Video zeigt zwei Polizisten, denen zwei Männer der Tierrettung Essen bei der Festnahme eines jungen Mannes helfend zur Hand gehen. Mehrere Männer wollen die Festnahme offenbar verhindern. Einer von ihnen tritt der weiblichen Polizistin mit voller Wucht in den Bauch. Die Polizistin setzt zur Abwehr Pfefferspray ein.

Der auf dem Rücken liegende junge Mann versucht die Situation zu nutzen und sich mit Fußtritten aus der Umklammerung des Polizisten zu befreien. Doch einer der Männer von der Tierrettung hat ihn fest im Griff. Zusammen mit dem Polizisten können sie ihn auf dem Bauch liegend fixieren. Dann kommt es zu einem Einsatz gegen den Fixierten, der Fragen aufwirft.

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Tierrettung Essen setzt Pfefferspray bei Festnahme ein

Als die Situation offenbar schon unter Kontrolle ist, eilt der zweite Mann von der Tierrettung Essen herbei und sprüht dem auf dem Boden fixierten Mann aus kürzester Distanz Pfefferspray ins Gesicht. Der schreit verzweifelt auf.

Es stellt sich die Frage, ob der Pfefferspray-Einsatz in dieser Situation nötig war, zumal zwei Männer den jungen Mann fixierten und Sekunden später Verstärkung der Polizei eintraf.

Auf Nachfrage von DER WESTEN möchte die Polizei Essen den Vorfall zum jetzigen Zeitpunkt nicht kommentieren. Das Video müsse erst ausgewertet werden. Grundsätzlich sei ein Einsatz von Pfefferspray in Notwehr-Situationen allerdings auch durch Bürger erlaubt, wenn dadurch eine Straftat vermieden werden könne, so ein Sprecher der Essener Polizei.

 
 

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