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Rechtsschutzversicherung Vergleich bzw. Test 11/2019 – Jetzt Rechtsschutz-Angebote auf DERWESTEN.de vergleichen und auch ohne Wartezeit online beantragen

Die Menschen sind streitsüchtig. An einer einvernehmlichen Lösung nach dem Motto „Leben und leben lassen“ sind immer weniger Leute interessiert, stattdessen boomen alle Unternehmen, die genug Rechtsbeistand haben. Vielleicht ist das nur ein vorübergehender Auswuchs des Zeitgeistes, hoffentlich. Wohl dem, der in diesen Zeiten, in denen jeder Gartenzaunstreit vor Gericht landet, rechtzeitig eine Rechtsschutzversicherung, oder kurz einen Rechtsschutz, abgeschlossen hat. Hinzu kommt noch, dass uns das Internet etliche Fallen stellt, in die der juristisch weniger geschulte Normalbürger zunehmend hineintappt. Erwähnt seien in diesem Zusammenhang die Abmahnungen mit Fokus auf dem Urheberrecht oder die Vielfalt an Verstößen gegen die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die heute möglich geworden sind, insbesondere für Betreiber einer Internetpräsenz. Die Rechtsschutzversicherung übernimmt indes alle Anwalts- und Verfahrenskosten, das bedeutet auch die Übernahme der Auslagen für das Gericht, den Anwalt sowie eventuelle Zeugen und Sachverständige.

Falls die Streitigkeit außergerichtlich geklärt werden kann, was für alle Beteiligte immer die angenehmere und auch kostengünstigere Variante ist, übernehmen immer mehr Versicherungen die Kosten der Mediationen. Was Sie die Rechtsschutzversicherung kosten wird, hängt vor allem davon ab, ob Sie sich für einen Rundumschutz oder nur für einen Einzeltarif wie den Verkehrsrechtsschutz entscheiden. Auf jeden Fall sollten Sie immer aufmerksam das Kleingedruckten lesen, denn in vielen Tarifen werden bestimmte rechtliche Angelegenheiten ausgeschlossen. Daher empfehlen wir Ihnen unbedingt den Vergleich für Rechtsschutzversicherungen. Der Rechtsschutz Vergleich führt Sie direkt einer günstigen Rechtsschutzversicherung zu, die Ihre diesbezüglichen individuellen Bedürfnisse gut abbildet. Auf was Sie beim Rechtsschutzversicherung Vergleich achten sollten, wird im Folgenden dargelegt.

Was bedeutet Rechtsschutz beziehungsweise eine Rechtsschutzversicherung?

RechtsschutzversicherungGrundsätzlich versteht man unter Rechtsschutz das Recht eines jeden Bürgers, innerhalb angemessener Zeit vor einem unabhängigen Gericht eine richterliche Entscheidung zu einem Sachverhalt zu erlangen, um so sein Recht geltend machen zu können. Außerdem ist damit auch die Sparte der Rechtsschutzversicherungen als Teil der Versicherungswirtschaft gemeint. Wenn im Folgenden also die Rede von Rechtsschutz oder Rechtsschutz Vergleich ist, wird damit genauer die Rechtsschutzversicherung beziehungsweise der Rechtsschutzversicherung Vergleich gemeint.

Bei der Rechtsschutzversicherung handelt es sich um einen privatrechtlichen Versicherungsvertrag dergestalt, dass sich der Versicherer aufgrund von Prämienzahlungen durch den Versicherungsnehmer dazu verpflichtet, im vereinbarten Umfang Leistungen beispielsweise von Rechtsanwälten zur Wahrnehmung von rechtlichen Interessen des Versicherten zu bezahlen. Das Versicherungsvertragsgesetz (VVG) im Verein mit den vertraglichen Vereinbarungen, die unter anderem in den veränderlichen Allgemeinen Geschäftsbedingungen eingetragen sind, regelt dabei die Rechte und Pflichten sowie die Obliegenheiten beider Vertragsparteien. Die aktualisierten, unverbindlichen Musterbedingungen der „Allgemeinen Bedingungen für die Rechtsschutzversicherung“ (ARB 2012) wurde letztmalig im Jahre 2012 durch den „Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft“ (GDV) veröffentlicht. Sie werden gern in fast unveränderter Form von den Versicherungsgesellschaften als Grundlage der Verträge für Rechtsschutzversicherungen verwendet. Für bestimmte Leistungen im Rahmen einer Rechtsschutzversicherung werden neben Allgemeinen Bedingungen oftmals und zusätzlich „Besondere Bedingungen“ vereinbart.

Eine Rechtsschutzversicherung gilt ohne Beschränkungen in Europa und den Staaten des Mittelmeerraums. Gemäß der allgemeinen Rechtsschutzbedingungen (ARB 2010) können Sie sogar von einem weltweiten Versicherungsschutz ausgehen, sofern Ihr ununterbrochener Auslandsaufenthalt die Dauer von sechs Wochen nicht überschreitet.

Im Grunde genommen ist die Rechtsschutzversicherung noch eine relativ neue Sparte der Privatversicherung. Dennoch gab es schon im Mittelalter erste Vorläufer-Varianten davon. Dabei handelte es sich um eine genossenschaftliche Rechtsverfolgung durch die Zünfte oder Gilden. Im 19. Jahrhundert entstanden die ersten größeren Interessenverbände sowie Schutzvereine, aus denen dann die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, Bauernvereine, Haus- und Grundbesitzervereine oder Kreditschutzverbände hervorgingen. Ihr Angebot an ihre Mitglieder bestand unter anderem aus Rechtsrat beziehungsweise Rechtshilfe sowie in der Führung des Schriftwechsels im Rahmen von Verhandlungen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gewann die Rechtsschutzversicherung geradezu sprunghaft an Bedeutung. Dies lag unter anderem daran, dass der Gesetzgeber auf der Grundlage des Rechtsberatungsgesetzes die Verbände hinsichtlich ihrer Rechtsberatungstätigkeit in Schranken verwies. Ab 1952 war erstmalig ein „aktiver Schadenersatzrechtsschutz“ versicherbar, zugleich wurde der Strafrechtsschutz eingeführt. Im Jahre 1994 erfolgte dann die Liberalisierung des Versicherungsmarktes. In diesem Jahr erschienen erstmalig die Rechtsschutzbedingungen (ARB 94), womit gleichzeitig die Vorabgenehmigungen der Allgemeinen Bedingungen durch das Aufsichtsamt obsolet wurden.

Die sogenannte Eintrittspflicht der Rechtsschutzversicherung kommt durch das Vorliegen eines Rechtsschutzfalles zustande. Darunter ist ein behaupteter oder ein tatsächlicher Verstoß gegen eine Rechtspflicht zu verstehen. Eine reine Rechtsberatung kann daher (noch) nicht von der Rechtsschutzversicherung bezahlt werden. Beim Schadenersatz-Rechtsschutz ergibt sich der Rechtsschutzfall aus dem Eintritt eines Schadenereignisses. Beim Familien- und Erbrechtsschutz ist es ein bestimmtes Ereignis, wodurch sich die Rechtslage ändert. Der Strafrechtsschutz orientiert sich vor allem am Zeitpunkt des Tatvorwurfes. Die Versicherungsgesellschaft prüft in jedem Fall, ob die Rechtsverfolgung überhaupt eine Aussicht auf Erfolg hat und damit einhergehend, ob dem Versicherten möglicherweise ein schuldhaftes Verhalten vorgeworfen werden könnte. Zu diesem Zweck ist im Vorfeld immer die Deckungsabfrage zu stellen, um sicherzustellen, ob der vorliegende Rechtsstreit überhaupt versichert ist.

Ist die Rechtsschutzversicherung sinnvoll?

UnterschiedeEin guter Rechtsschutz erspart Ihnen viele Sorgen und meistens auch viel Geld. Die Wahrscheinlichkeit, wir haben das eingangs schon angedeutet, dass Sie unvermittelt in einen umfänglichen Rechtsstreit hineinschlittern, ist heute viel größer als früher, Tendenz immer weiter steigend. Die Liste möglicher Streitfälle ist lang und wird immer länger. Da sind das berufliche (Arbeitsrecht) oder private (Zivilrecht) Umfeld, der tägliche Straßenverkehr (Strafrecht), diverse, heikle Situationen als Mieter oder Eigentümer eines Hauses. Und dann sind da Ihre vielen Aktivitäten im Internet beim Streaming zum Beispiel oder Sie verwenden auf Ihrer Homepage ein Foto oder eine Karte, über deren Urheberschaft Sie sich nicht ausreichend schlaugemacht haben. Die meisten Streitfälle werden heute unmittelbar per Rechtsanwalt und Richter vor Gericht geklärt, nach einer einfacheren, kostengünstigeren Lösung wird nicht einmal gesucht.

Bei einem Streitwert von nur 5.000 Euro laufen für den Rechtsstreit über zwei Instanzen Kosten in mindestens derselben Größenordnung auf. Ein guter Grund für viele Menschen, auf ihr gutes Recht von vorneherein zu verzichten, indem sie einem Prozess aus dem Wege gehen, es sei denn, sie verfügen über eine Rechtsschutzversicherung. Nun gibt es ja in der Tat so viele Kleinigkeiten, auf deren rechtliche Klärung man verzichten kann. Das mag dann etwas ärgerlich, aber dennoch verschmerzbar sein. Doch bei Personenschäden ist Schluss mit lustig, denn dabei schnellt der Streitwert sofort über die Millionen-Euro-Grenze, das bedeutet Prozesskosten, die die 25.000-Euro-Marke spielend überspringen. In solchen gravierenden Streitfällen brauchen Sie dringend einen kompetenten Rechtsanwalt, der sich möglichst auf das vorliegende Rechtsgebiet spezialisiert hat. Doch solch ein Experte kostet Geld. Wenn Sie sich diesen Beistand nicht leisten können, purzeln Ihre Erfolgschancen sofort die Treppe herunter. Der Bestand an Rechtsschutzversicherungen befindet sich daher schon seit vielen Jahren auf einem hohen Niveau:

Quelle: Statista

Die Stundensätze von Rechtsanwälten liegen heutzutage im Bereich zwischen 250 und 350 Euro. Wer sichergehen will, dass solche Kosten nicht das eigene Portemonnaie belasten, sollte sich unbedingt um einen guten Rechtsschutz kümmern. Als Rechtsschutzversicherter brauchen Sie Ihrem Anbieter lediglich den vorliegenden Fall zu schildern und um die Deckungsbestätigung zu bitten. Ist diese erteilt, können Sie zur Durchsetzung Ihrer Rechtsansprüche den Anwalt Ihrer Wahl aufsuchen und mit Ihrer Mandantschaft beauftragen. Alle Kosten werden dann von der Rechtsschutzversicherung übernommen.

Wer sich selbst nicht für einen „Prozesshansel“ hält, neigt zu der Einschätzung, dass er eine Rechtsschutzversicherung nicht gebrauchen kann. Aber das ist falsch, denn die Rechtsschutzversicherung steht Ihnen auch in den vielen Fällen zur Seite, wenn Sie von jemandem, möglicherweise völlig zu Unrecht, verklagt werden.

Die Rechtsschutzversicherung übernimmt folgende Kosten

Um die für Sie beste Rechtsschutzversicherung zu finden, sollten Sie den Rechtsschutzversicherung Vergleich durchführen. Hilfreich in der Sache ist zusätzlich der Blick auf den Test für Rechtsschutzversicherungen. Im Vorfeld ist es aber wichtig, zu wissen, welche Leistungen überhaupt von einer Rechtsschutzversicherung erwartet werden können, das heißt, welche Kosten von der Rechtsschutzversicherung übernommen werden. In den meisten Fällen wird im Vertrag eine Deckungssumme vereinbart, dergestalt, dass pro Rechtsschutzfall bis zu einer halben Million Euro bezahlt werden.

Der Versicherer übernimmt übrigens auch Vorschusskosten, sofern diese von einem Rechtsanwalt schriftlich verlangt werden. Darüber hinaus werden Gerichtskosten, wozu zum Beispiel (Zwangs)Vollstreckungskosten, Zeugengelder, Gutachterkosten oder Sachverständigengebühren gehören, übernommen. Falls der Versicherte die Kosten des Prozessgegners zu tragen hat, werden auch diese bezahlt. Strafkautionen werden bis zur Höhe von 50.000 Euro von der Rechtsschutzversicherung als zinsloses Darlehen gewährt, damit der Kunde nicht in die Mühle des Strafvollzugs gerät.

Leistungen, die aus dem Rechtsschutz ausgeschlossen sind

Rechtsschutzversicherung VergleichBereits die „Allgemeinen Rechtsschutzbedingungen“ bezeichnen einige Ausschlüsse. Jene, die auch in den aktualisierten ARB immer wieder genannt werden, sollen an dieser Stelle kurz aufgeführt werden:

  • Für die Abwehr von Schadensersatzansprüchen ist die Privathaftpflichtversicherung, aber nicht die Rechtsschutzversicherung zuständig.
  • Nicht versichert ist die aktive Strafverfolgung, es sei denn, es wurde „Opfer-Rechtsschutz“ mit eingeschlossen.
  • Wenn es Streit mit dem eigenen Rechtsschutzversicherer gibt, werden Anwalt & Co. nicht bezahlt.
  • Die Klage vor einem internationalen Gerichtshof oder vor dem Verfassungsgericht ist nicht Sache einer Rechtsschutzversicherung.
  • In § 3 Abs. 2 ARB 2010 werden Streitigkeiten aus Wertpapier- und Spekulationsgeschäften sowie aus Spiel- und Wettverträgen ausgeschlossen.
  • Beim Neu- oder Umbau eines Hauses oder bei dessen Sanierung kommt es immer wieder zu Streitigkeiten mit der Gemeinde, mit Handwerkern oder Nachbarn. Beim Kauf einer Eigentumswohnung kann es zu Problemen mit dem Bauträger oder Makler kommen, manchmal wird eine Baugenehmigung nicht erteilt oder bei der Finanzierung kommt es zu Auseinandersetzungen mit einem Geldinstitut. All diese Belange sind aus der Rechtsschutzversicherung grundsätzlich ausgeschlossen.

Aufbau der Rechtsschutzversicherung

Eine Rechtsschutzversicherung ist modular aus einzelnen Bausteinen, die sich auf die unterschiedlichen Rechtsgebiete beziehen, aufgebaut. Diese Tatsache vor Augen, sollten Sie Folgendes beim Rechtsschutz Vergleich berücksichtigen. Wegen der vielen zusammengestellten Leistungspakete und Tarife kommen Sie ohne einen detaillierten Rechtsschutzversicherung Vergleich gar nicht mehr aus. Wichtig ist dabei, dass Sie sich zunächst einmal über Ihr persönliches Risikoprofil klar werden. Wer täglich mit dem Auto eine größere Strecke zu einem Arbeitsplatz pendelt, wo Konflikte mit Vorgesetzten und Arbeitskollegen geradezu vorprogrammiert sind, sollte die Bausteine Berufs-, Arbeits- und Verkehrsrechtsschutz in seinen Tarif integrieren. Wer eine Wohnung gemietet hat oder sogar selbst Vermieter ist, sollte den Wohn- oder Vermieterrechtsschutz mit einbauen. Für einen Rentner ist dagegen der Arbeitsrechtsschutz hinfällig, es sei denn, er ist fest entschlossen beziehungsweise bedürftig, noch viele Jahre lang Geld hinzuzuverdienen.

Für Beamten und im Öffentlichen Dienst tariflich Angestellte ist das Risiko für eine arbeitsrechtliche Auseinandersetzung vor Gericht zwar etwas geringer, aber mitnichten ausgeschlossen. Selbstständige brauchen auf jeden Fall einen gut ausgebauten Rechtsschutz. Und für Familien gibt es den Familienrechtsschutz, in dem auch die noch zu Hause lebenden Kinder einbezogen sind. Es kommt also eher selten vor, dass Sie der Rechtsschutzversicherung Test direkt zur besten Rechtsschutzversicherung führt. Die für Sie beste Rechtsschutzversicherung, die zu Ihrer Lebenssituation insgesamt sehr gut passt, finden Sie vielmehr nur mithilfe eines Rechtsschutzversicherung Vergleichs.

Leistungsarten bei der Rechtsschutzversicherung

Schon gewusst?Über den modularen Aufbau einer Rechtsschutzversicherung wurde oben schon berichtet. Es gibt allerdings Grundbausteine, auf die Sie gar nicht verzichten können. So gehört zum Beispiel der Privat-Rechtsschutz zwingend zum Berufs-Rechtsschutz dazu. Das ist sinnvoll vor dem Hintergrund, dass es eigentlich immer interagierende und zum Teil schwer trennbare Wechselwirkungen zwischen dem Privat- und dem Berufsleben gibt. Die Allgemeinen Rechtsschutzversicherungsbedingungen (ARB) zeigen auf, welche Risiken in der Rechtsschutzversicherung eingeschlossen sind. Die am häufigsten angebotenen Pakete sind beim Rechtsschutz:

  • Verkehrsrechtsschutz, gegebenenfalls gleich für mehrere bestimmte Fahrzeuge (§ 21 Abs. 3 ARB) oder Verkehrsrechtsschutz für sämtliche Fahrzeuge einer Familie
  • Fahrerrechtsschutz für Fremdfahrzeuge (§ 22 ARB)
  • Privat-Rechtsschutz für Selbstständige (§ 23 ARB)
  • Berufsrechtsschutz für Selbstständige, dies betrifft auch den Rechtsschutz für Vereine und Firmen (§ 24 ARB)
  • Privat- und Berufsrechtsschutz für alle Nichtselbständigen (§ 25 ARB)
  • Privat-, Berufs- und Verkehrsrechtsschutz für alle Nichtselbständige (§ 26 ARB)
  • Landwirtschafts- und Verkehrsrechtsschutz (§ 27 ARB)
  • Privat-, Berufs- und Verkehrsrechtsschutz für alle Selbstständigen (§ 28 ARB)
  • Rechtsschutz für Miete und Grundstückseigentum (§ 29 ARB)

RechtsschutzAuf Basis der Versicherungsbedingungen ARB 2002 stehen folgende Leistungsarten im Angebot:

  • Arbeits-Rechtsschutz
    Hierbei geht es im Wesentlichen um bestehende Arbeits- und Dienstverhältnissen. Im Einzelnen erfahren Sie Rechtsschutz bei Kündigung seitens des Arbeitgebers, bei einem fehlerhaft (oder vielleicht gar nicht) ausgestellten Arbeitszeugnis, bei ausstehender Gehaltsforderung seitens des Arbeitnehmers, bei Streitigkeiten über die Beihilfe, sofern Sie beamtet sind, oder beim Streit um die Betriebsrente.
  • Schadensersatz-Rechtsschutz
    Ihre Rechtsschutzversicherung bezieht sich auf die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen. Deren Abwehr ist meistens durch eine Haftpflichtversicherung abgedeckt. Dies betrifft zum Beispiel Verkehrsunfälle, einen Sturz im Supermarkt, eine Falschberatung bei Geldanlagen oder Schmerzensgeld wegen einer Beleidigung.
  • Wohnungs- und Grundstücks-Rechtsschutz
    In diesem Fall muss die Art der Nutzung des Objekts bei Vertragsabschluss wahrheitsgemäß einfließen. Es macht nämlich einen großen Unterschied, ob es sich um eine selbst genutzte Miet- oder Eigentumswohnung, ein Einfamilienhaus oder um eine vermietete Immobilie handelt. Der Streitfall mit dem Untermieter wird zum Beispiel nur dann übernommen, wenn der Baustein Mieter-Rechtsschutz im Vertrag eingebaut worden ist. Es können sogar ganz gezielt Dauer-Campingplätze, Bootsanlegerstege oder Garagen in die Rechtsschutzversicherung einbezogen werden. Die Art der Streitigkeiten, die sich auf diesem Feld entwickeln kann, ist sehr vielfältig. Typische Beispiele dazu wären: Kündigung durch den Vermieter wegen Eigenbedarfs, Mietminderung aufgrund von Baumängeln, (vermeintlich) fehlerhafte Wohngeld- beziehungsweise Nebenkostenabrechnungen, der berühmt-berüchtigte Gartenzaunstreit wegen der Bepflanzung sowie formal-rechtliche Auseinandersetzungen mit der Gemeinde.
  • Rechtsschutz für Vertrags- und Sachenrecht
    Von der Rechtsschutzversicherung übernommen werden die Kosten für Streitigkeiten aus Verträgen sowie jene Kosten, die sich aus gesetzlichen Schuldverhältnissen und aus sogenannten „dinglichen Rechten an beweglichen Sachen“ ergeben. Typische Beispiele hierzu sind Gewährleistungsansprüche aus Kaufverträgen, Streitigkeiten mit Handy-Providern hinsichtlich der Rechnung oder Auseinandersetzungen um Darlehensverträge. Gesetzliche Schuldverhältnisse erfolgen unter anderem aus einer Geschäftsführung ohne Auftrag (GoA). Sie wollten ja bloß helfen und lassen ein Auto, zum Beispiel jenes Ihres Nachbarn, abschleppen, weil akutes Hochwasser droht. Aber Ihr feiner Herr Nachbar weigert sich dann, die Rechnung zu bezahlen. Der Tatbestand der „ungerechtfertigten Bereicherung“ ergibt sich schnell, wenn Sie eine Überweisung versehentlich auf ein falsches Konto beauftragen und der Zahlungsempfänger den schönen, unerwarteten Geldsegen behalten möchte. Dingliche Rechte sind verletzt, wenn Eigentum nicht herausgegeben wird. So etwas passiert, wenn Ihr Nachbar Ihre Paketsendung annimmt und ihm der Inhalt so gut gefällt, dass er das alles einfach behalten will.
  • Sozialgerichts-Rechtsschutz
    Ein Versicherungsschutz besteht auch in diesem Fall ausschließlich für ein gerichtliches Verfahren, wenn es sich um ein deutsches Sozialgericht handelt. Auf dem weiten Feld der gesetzlichen Sozialversicherung können sich viele, recht unterschiedliche Streitfälle ergeben, so zum Beispiel dann, wenn dem Antrag auf Erwerbsminderungsrente nicht stattgegeben wird, Ihr Arbeitslosengeld II falsch berechnet worden ist, eine notwendige Reha-Maßnahme durch einen Rententräger nicht übernommen wird oder, wenn Sie schwerbehindert sind, Merkzeichen nicht eingetragen werden beziehungsweise ein höherer Behinderungsgrad nicht anerkannt wird.
  • Steuer-Rechtsschutz vor Gericht
    Hierin sind lediglich Klagen vor einem deutschen Verwaltungs- oder Finanzgericht abgedeckt. Durch die Rechtsschutzversicherung nicht bezahlt werden Ihre vorhergehenden Einsprüche und auch die Klage vor dem ausländischen Gericht ist kein Bestandteil des Versicherungsschutzes. Was hier geht, sind zum Beispiel die rechtliche Regelung, wenn Ihre Werbungskosten im Rahmen Ihrer Einkommensteuererklärung nicht anerkannt werden, wenn Ihre Gemeinde die Abwasserentsorgung verteuert oder eine Zollbehörde unerwartet einen Einfuhrzoll auf eine Ware erhebt.
  • Verwaltungs-Rechtsschutz in Verkehrsangelegenheiten
    Verschiedene VariantenWenn im Zuge eines Ordnungswidrigkeits- oder Strafverfahrens ein Fahrverbot verhängt oder der Führerschein gleich ganz entzogen werden soll, liegt ein Streitfall aus dem Bereich Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz oder Straf-Rechtsschutz vor. Bei älteren Versicherungsverträgen, denen ARB von vor 1994 zugrunde liegen, besteht lediglich ein Führerschein-Rechtsschutz, das bedeutet, dass durch diese Tarife nur Streitfälle im Zusammenhang mit einem Führerscheinentzug, mit dessen Wiedererteilung oder mit dessen Einschränkung versichert sind. Die Auflage zur Führung eines Fahrtenbuchs beispielsweise ist darin nicht enthalten.
  • Disziplinar- und Standesrechtsschutz
    Soldaten und Beamte haben bestimmte Disziplinarvorschriften einzuhalten, standesrechtliche Vorschriften gelten für Rechtsanwälte, Ärzte und Apotheker. In all diesen Berufsgruppen kommt es immer wieder zu Verfahren wegen der Nichteinhaltung solcher Vorschriften. Unterläuft einem Polizeibeamten während seiner Freizeit ein Vergehen, kann es zu einem disziplinarrechtlichen Prozess gegen ihn kommen. Wenn sich ein Mandant über seinen Rechtsanwalt beschwert, kann dies bis zum Entzug dessen Zulassung führen. Diese Art Streitfälle ist aber durch diesen Baustein versichert.
  • Straf-Rechtsschutz
    Ein Versicherungsschutz besteht bei verkehrsrechtlichen Vorwürfen nur dann, wenn keine vorsätzlich begangene Straftat verhandelt wird. Falls aber der Versicherungsnehmer schließlich doch beispielsweise wegen vorsätzlicher Unfallflucht verurteilt wird, muss er alle bisherigen Leistungen aus seiner Rechtsschutzversicherung zurückzahlen. Beim Drängeln und zu dichten Auffahren auf der Autobahn handelt es sich um eine Nötigung im Straßenverkehr. Das ist ein verkehrsrechtliches Vergehen. Ist dieses dann auch noch mit einer Beleidigung verbunden, ist diese ein eigener, davon abgekoppelter Straftatbestand, der mit dem Straßenverkehr nichts mehr zu tun hat und daher nicht im Verkehrsrechtsschutz erfasst ist.
    Bei Vorwürfen, die außerhalb des Straßenverkehrs angesiedelt sind, besteht Versicherungsschutz für Vergehen, die lediglich aus Fahrlässigkeit passiert sind. Liegt gar ein vorsätzliches Verbrechen vor, wird kein Versicherungsunternehmen helfen. Dem Versicherer ist es prinzipiell egal, ob eine Tat wirklich begangen wurde oder nicht. Insofern erscheint ihm der Ausgang des Verfahrens belanglos. Wenn zum Beispiel ein Verfahren wegen Beleidigung eingestellt wird, besteht deshalb nicht plötzlich Versicherungsschutz. Versichert sind also Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung oder Tatbestände im Zusammenhang mit der Verletzung des Betäubungsmittelgesetzes oder des Waffengesetzes. Nicht versichert sind dagegen die vorsätzliche Körperverletzung, Diebstahl, Beleidigungen, Mord und Totschlag, Nötigungen und Nachstellungen.
  • Spezial-Straf-Rechtsschutz
    Hierbei steht eine möglichst rasche und auch endgültige Beendigung eines Strafverfahrens im Vordergrund. Bezahlt werden daher auch hochgradig spezialisierte Rechtsanwälte. Es werden sogar Verfahren mit dem Vorwurf des Vorsatzes übernommen, allerdings nur solange wie keine rechtskräftige Verurteilung unter Vorsatz-Bestätigung vorliegt. Darüber hinaus werden gutachterliche Stellungnahmen bezahlt, die nicht durch das Gericht, sondern schon im Vorfeld durch die Verteidigung veranlasst wurden.
  • Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz
    Kosten, die im Zusammenhang mit der Verteidigung von Bußgeld- und Ordnungswidrigkeitsverfahren entstehen, werden hiermit übernommen. Dies gilt sogar bei vorsätzlich begangenen Verstößen wie Geschwindigkeitsübertretung, Lärmbelästigung, Verstoß gegen die Gurtpflicht oder Überfahren einer roten Ampel. Nicht versichert sind aber Verfahren, die wegen Missachtung von Halte- und Parkverboten zustande kommen (Risikoausschluss).
  • Opfer-Rechtsschutz
    Achten Sie auf folgendesDas ist der bitternötige Rechtsschutz für Opfer von Straftaten und dient der aktiven Strafverfolgung von Straftätern. Die dafür in Frage kommenden Straftaten werden in den Versicherungsbedingungen explizit ausgewiesen. Typisch ist hier die Unterstützung der Nebenklage, das heißt, der Versicherungsnehmer schließt sich der Anklage eines Staatsanwalts an und erhöht so gegebenenfalls das Strafmaß für den Täter. Sogar Kosten für einen Verletztenbeistand werden übernommen.
  • Beratungsrechtsschutz
    Wer eine fundierte Rechtsberatung braucht, weil sich die Rechtslage zum Beispiel in den Bereichen Familienrecht, Erbrecht oder Lebenspartnerschaftsrecht geändert hat, kann sich dies durch seine Rechtsschutzversicherung finanzieren lassen. Typischerweise wird eine solche Rechtsberatung bei Trennung beziehungsweise Ehescheidung, bei der Geburt eines Kindes oder beim Tod eines Verwandten benötigt. Wer eine Beratung hinsichtlich der Erstellung des eigenen Testaments braucht, muss diese selbst bezahlen, weil hierbei ja keine plötzliche Änderung der Rechtslage vorliegt.
  • Rechtsschutz in Unterhaltsfragen
    Beispielsweise bei ungeklärter Vaterschaft werden Anwalts- und Gerichtskosten bis zu 30.000 Euro übernommen, sofern der Fall an einem deutschen Familiengericht verhandelt wird. Die Selbstbeteiligung beträgt meistens 500 Euro und es ist eine mindestens einjährige Wartezeit einzuhalten.
  • Rechtsschutz in Ehesachen
    Versichert wird hierbei die Wahrung rechtlicher Interessen beispielsweise im Zuge einer Scheidung wiederum nur vor dem deutschen Familiengericht. Auch hier betragen die Versicherungssumme maximal 30.000 Euro, die Selbstbeteiligung 500 Euro und die Wartezeit sogar drei Jahre.

Was es beim Rechtsschutzversicherung Vergleich zu beachten gilt

Der Vergleich der Rechtsschutzversicherungen zeigt sogleich die enorme Tarif-Vielfalt. Worauf Sie beim Rechtsschutz Vergleich vor dem Abschluss eines Vertrages achten sollten, darauf versuchen wir im Folgenden einzugehen.

Es gibt keine beste Rechtsschutzversicherung, die wirklich jeden möglichen auftretenden Streitfall abdecken kann, aber es gibt leistungsstarke und weniger empfehlenswerte Tarife, die nur durch einen Rechtsschutzversicherung Vergleich transparent gemacht werden können.
  • Die Versicherungssumme
    Rechtsschutzversicherung TestEs ist die Höchstgrenze pro versicherten Streitfall, bis zu der Ihre Rechtsschutzversicherung Kosten übernimmt. Realistisch ist in Deutschland eine Deckungssumme in Höhe von einer Million Euro, der weltweite Schutz kann auf 300.000 Euro begrenzt werden.
  • Ein- und Widerspruchsverfahren
    Es liegt im Grunde genommen sogar im Interesse der Versicherungsgesellschaft, die Kosten für eine gute anwaltliche Beratung zu übernehmen. Denn so lassen sich viele kostenintensive Verfahren mit Fokus auf das Steuer-, Sozial- und Verwaltungsrecht vermeiden. Gemeint sind hier zum Beispiel gut begründete Widersprüche gegen einen Steuerbescheid oder gegen einen fehlerhaften Arbeitslosengeldbescheid, die unmittelbar zum Einlenken aufseiten der zuständigen Behörde führen.
  • Mediation
    Die außergerichtliche Konfliktlösung liegt einigen Versicherern, die gut kalkulieren können, durchaus am Herzen. Mediation bedeutet, dass ein unabhängiger Vermittler versucht, eine Lösung beziehungsweise einen Kompromiss zu finden, mit dem alle Beteiligten gut leben können. Eine gute Rechtsschutzversicherung zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass die Kosten für die Mediation auch dann übernommen werden, wenn es um Fälle geht, die ansonsten sehr wahrscheinlich nicht unter Versicherungsschutz stehen wie beispielsweise eine Scheidung. Voraussetzung für eine Mediation ist aber immer die Freiwilligkeit aller Beteiligten.
  • Telefonische Rechtsberatung
    Die telefonische Beratung durch einen Rechtsanwalt zu einfachen Rechtsfragen ist in den allermeisten Tarifen enthalten. Über solche Hotlines sind so gut wie alle Rechtsgebiete abgedeckt und man darf am Telefon auch Themen anschneiden, die nicht explizit im Tarif eingeschlossen sind. Im Übrigen sollten Sie darauf achten, dass Sie die telefonische Rechtsberatung beliebig oft in Anspruch nehmen dürfen.
  • Schadenfreiheitsbonus
    Einige Versicherer fahren die Variante, die Selbstbeteiligung abzusenken, wenn mehrere Jahre kein Leistungsfall eingetreten ist. Das kann gegebenenfalls sogar so weit gehen, dass auch noch die schadenfreien Jahre beim Vorversicherer angerechnet werden. Worauf Sie auf jeden Fall achten sollten, das ist der eventuelle Anstieg der Selbstbeteiligung nach einem Leistungsfall.
  • Erb- und Familienrecht
    Es ist fast Usus, dass die Rechtsschutzversicherung bei allen Fragen rund um das Erbe, die Familie und die Partnerschaft lediglich die erste Beratung durch den Anwalt übernimmt. Viel besser sind Tarife, die einen bestimmten (gedeckelten) Betrag für Beratungen, aber auch das Abfassen von Schriftstücken zur Verfügung stellen. Meistens werden leider die Kostenerstattungen für Rechtsfragen zum großen Thema Trennung und Scheidung ausgeschlossen.
  • Strafrecht
    Tipps und HinweiseVergehen und Verbrechen sind im Strafrecht zwei Paar Schuhe. Die Rechtsschutzversicherung kann sich offensichtlich nur für das Vergehen begeistern. Das kann zum Beispiel die Steuerhinterziehung, ein Diebstahl, das unerlaubte Entfernen vom Unfallort oder eine unterlassene Hilfeleistung sein. Einige Anbieter treiben die Einschränkung noch weiter und grenzen alles aus, was nicht als fahrlässig bezeichnet wird. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob Sie in der Sache unschuldig sind oder eben nicht. Allein das, was der Staatsanwalt formal zum Vorwurf erhebt, ist für die Rechtsschutzversicherung relevant.
    Dabei sind oftmals Vorsatz und Fahrlässigkeit oder Verbrechen und Vergehen gar nicht eindeutig unterscheidbar. Die gefährliche Körperverletzung kommt in die Schublade „Vergehen“, eine schwere Körperverletzung ist dagegen ein Verbrechen. Letztere ist dadurch definiert, dass ein Opfer bleibende Schäden davonträgt, also zum Beispiel behindert bleibt. Es geht zuweilen um einen hauchdünnen Faden, der darüber entscheidet, ob Ihre Rechtsschutzversicherung zahlt oder nicht. Damit das Ganze eben nicht so unsicher für Sie ist, sollten Sie lieber einen Tarif auswählen, der erst einmal alle Straftaten abdeckt. Dennoch gilt ganz allgemein, dass gerichtlich festgestellter Vorsatz immer eine Schuld bedeutet, für die am Ende keine Versicherung aufkommt, denn dazu ist eine Solidargemeinschaft nicht gedacht.
  • Verzicht auf Einrede der Vorvertraglichkeit
    Dieses typisch umständliche Juristendeutsch heißt ganz einfach, dass sogar Fälle versichert werden, die bereits vor Beginn des Vertrages eingetreten waren. Vorausgesetzt wird hierbei aber, dass Ihr Vertrag schon mindestens fünf Jahre besteht und natürlich muss das entsprechende Thema darin abdeckt sein. Ein Beispiel soll helfen, dies zu verstehen: Der Anbieter Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung verweigert die Zahlungen, weil Sie einstmals im Zuge der Antragstellung die Gesundheitsfragen falsch beantwortet haben sollen. Diese Situation liegt oftmals viele Jahre in der Vergangenheit und die Rechtsschutzversicherung ist vielleicht erst viel später abgeschlossen worden. Natürlich liegt dann der vermutete Rechtsverstoß lange vor dem Startschuss der Rechtsschutzversicherung.
  • Kapitalanlagen
    Wenn sich ein Sparer im Zusammenhang mit einer Geldanlage falsch beraten fühlt und dies vor Gericht klären lassen möchte, wird sein Ansinnen durch viele (modernere) Rechtsschutzverträge nicht unterstützt. Ähnlich sieht das bei fehlerhafter Widerspruchsbelehrung zum Beispiel bei Lebensversicherungen aus. Doch in einigen Tarifen sind zumindest staatlich geförderte Altersvorsorgeprodukte, das können Spar- oder Riesterverträge sein, mitversichert. Wer ständig mit Wertpapieren handelt und diesbezüglich um einen Rechtsschutz bemüht ist, sollte dies ganz individuell vor Vertragsabschluss genau abklären.
  • Vorsorgeverfügungen
    Es ist ratsam, Gedanken um schwere Erkrankung oder den eigenen Tod nicht zu verdrängen. Mit einer Patientenverfügung, einer Vorsorgevollmacht sowie mit einer Sorgerechts- und Betreuungsverfügung lässt sich vieles gut vorbereiten, vorausgesetzt, man lässt sich dazu auch mal von einem spezialisierten Anwalt beraten. Die Kosten dafür übernimmt möglicherweise Ihre Rechtsschutzversicherung, manchmal sogar unter Auslassung der Selbstbeteiligung.
  • Aufhebungsvertrag im Arbeitsrecht
    Es gibt viele Vorgeschichten, bis es zum Aufhebungsvertrag für einen Arbeitsvertrag kommt. Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 19.11.2008 (Az. IV ZR 305/07) entschieden, dass allein der Vorschlag eines Aufhebungsvertrages durch den Arbeitgeber einen Rechtsschutzfall darstellt, weil dies in der Regel einer Kündigung gleichkommt. Einige Anbieter übernehmen die Kosten für eine anwaltliche Beratung aber auch dann, wenn nicht direkt mit einer Kündigung gedroht wird.

Gibt es auch die Rechtsschutzversicherung ohne Wartezeit?

Eine dreimonatige Wartezeit ist bei der Rechtsschutzversicherung geradezu Usus. Vorher wird kaum ein Versicherer in die Leistung gehen. Verhindert werden soll damit, dass die Versicherungen erst dann abgeschlossen werden, wenn der Ärger bereits im Raume steht, weil dies das Solidarprinzip der Versicherung aushebeln würde. Beim Verkehrsrechtsschutz müssen Sie übrigens oftmals keine Wartezeit einhalten. Falls Sie Ihre Rechtsschutzversicherung lediglich (nahtlos) wechseln, entfällt meistens die Wartezeit bei dem neuen Unternehmen.

Vor Abschluss der Rechtsschutzversicherung sollten Sie sich das Regelwerk gerade auch zum Thema Wartezeit genau ansehen. Für bestimmte Aspekte gibt es den Rechtsschutz ohne Wartezeit, für andere Leistungen werden dreimonatige, einjährige oder sogar dreijährige Wartezeiten im Vertrag fixiert. Die Rechtsschutzversicherung ohne Wartezeit ist vor allem beim Verkehrsrechtsschutz möglich. Ein nahtloser Wechsel der Gesellschaft kann ebenfalls eine Rechtsschutzversicherung ohne Wartezeit bedeuten.

Rechtsschutzversicherung ohne Selbstbeteiligung

Ihre Bereitschaft für eine Selbstbeteiligung spiegelt sich in einer deutlich günstigeren Prämie wider. Durchaus empfehlenswert ist eine Selbstbeteiligung in Höhe von 150 Euro, denn geringfügige Kosten kann fast jeder selber tragen, aber das große, teure Verfahren übernimmt dann im Wesentlichen Ihre Versicherung. Die Fragen, die Sie per Telefonberatung klären können, kosten in der Regel ohnehin kein Geld. Auch die Mediation oder eine anwaltliche Beratung zur Vorsorgeverfügung ist meistens kostenlos.

Eine günstige Rechtsschutzversicherung ohne Selbstbeteiligung ist nicht so einfach zu finden, weil die Rechtsschutzversicherung ohne Selbstbeteiligung richtig teuer sein kann. Wenn Sie sich aber auf eine Selbstbeteiligung von 150 Euro einlassen, bedeutet dies nicht selten eine Ersparnis bei der jährlichen Prämie von circa 200 Euro. Wenn Sie sich mit dem Vergleich für Rechtsschutz beschäftigen, sollten Sie mal verschiedene Selbstbeteiligungsvarianten durchprobieren, um ein Gefühl dafür zu kriegen, wie sich das eigene Engagement konkret auswirkt.

Leistungsverweigerung durch die Rechtsschutzversicherung

Sogar die beste Rechtsschutzversicherung wird die Leistung verweigern, wenn Ihre Erfolgsaussichten bei einem Streitfall gegen null tendieren. Dies gilt auch, wenn thematisch der Versicherungsschutz besteht. Bei Ablehnung der Deckungszusage können Sie sich an einen Ombudsmann wenden, der versuchen wird, einen gangbaren Weg zu finden, den Streit zwischen Ihnen und Ihrem Versicherer zu schlichten. Der Rechtsschutz wird oftmals verwehrt, wenn eine Vermutung der Mutwilligkeit bei der Erzeugung eines Schadens im Raum steht. In solchen Fällen ist ein sogenannter Stichentscheid beziehungsweise ein Schiedsgutachten zu empfehlen. Ihr Anwalt legt dazu die Erfolgsaussicht für einen Stichentscheid dar und der Versicherer lässt ein Schiedsgutachten erstellen. In beiden Fällen hält sich die Rechtsschutzversicherung an derartige Empfehlungen. Der Stichentscheid ist meistens der günstigere Weg, weil dieser von der Versicherung zu bezahlen ist, während das Schiedsgutachten stets von der jeweils unterlegenen Partei bezahlt wird.

Falls das Versicherungsunternehmen in Ihrem Fall zu oft zur Kasse gebeten wird, hat es das Recht, Ihre private Rechtsschutzversicherung zu kündigen. Das könnte sich deshalb als Problem erweisen, weil Sie andere Versicherer dann nicht gerade mit sehr offenen Armen empfangen werden. Was Sie gegen dieses „Kainsmal“ tun können, ist eine offene Kommunikation mit Ihrem bisherigen Versicherer zu führen, dahin gehend, dass Sie ihm versprechen, selbst zu kündigen.

Fazit

Die private Rechtsschutzversicherung ist modular aufgebaut. Auf diese Weise lässt sich der Rechtsschutz gut an die individuellen Bedürfnisse anpassen, was zugleich steuert, wie viel Ihre Rechtsschutzversicherung kosten wird. Da die Leistungen der verschiedenen Anbieter sehr stark variieren, lohnt sich unbedingt ein Vergleich für Rechtsschutz. Eine günstige Rechtsschutzversicherung ist durch ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis gekennzeichnet. Der kostenlose Rechtsschutzversicherung Vergleich gibt Ihnen wichtige Auskünfte zu Detailfragen. Eine Rechtsschutzversicherung ohne Wartezeiten ist nicht so ohne Weiteres zu finden, es sei denn, Sie wechseln nahtlos das Versicherungsunternehmen. Eine Rechtsschutzversicherung ohne Selbstbeteiligung ist verständlicherweise etwas teurer. Die beste Rechtsschutzversicherung gibt es in einem so allgemeinen Sinne nicht, aber Sie können Ihren optimalen Tarif mithilfe des Rechtsschutz Vergleichs finden. Der Rechtsschutzversicherung Test gibt darüber hinaus Auskunft über das gute oder schlechte Gebaren eines Anbieters.