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Private Krankenversicherung Vergleich 2020 – Jetzt PKV vergleichen und privat versichern

Jeder Mensch muss in Deutschland eine Krankenversicherung haben. Das ist sehr sinnvoll. Der damit verbundene Versicherungsschutz sollte zumindest ambulante und stationäre Behandlungen umfassen. Dies gewährleisten sowohl gesetzliche Krankenversicherungen (GKV) als auch private Krankenversicherungen (PKV). Dennoch sind die Unterschiede in den Leistungen zwischen PKV und GKV ziemlich gewaltig. Grundsätzlich lässt sich hier konstatieren: Wer privat versichert ist, ist besser dran. Nun gibt es aber auch innerhalb der umfänglichen Riege der privaten Krankenversicherungen immense Unterschiede, wenn es um die Leistungen geht. Wie lässt sich da die wirklich beste private Krankenversicherung herausfinden? Dafür gibt es, dem Internet sei Dank, den „Private Krankenversicherung Rechner“, kurz PKV Rechner, mit dessen Hilfe jeder relativ schnell seinen privaten Krankenversicherungen Vergleich erledigen kann.

Nicht jeder kann so eine Krankenversicherung privat abschließen, denn privat versichern darf sich nur derjenige Angestellte, dessen Einkommen eine bestimmte Versicherungspflichtgrenze, die sich mit der Zeit ändert, übersteigt. Außerdem dürfen sich alle Beamten und Selbstständigen sowie Freiberufler eine private Krankenversicherung aussuchen. Für Studierende gibt es diesbezüglich private Studententarife. Dennoch muss niemand auf die Vorteile der PKV verzichten. Falls Sie zu den vielen Menschen gehören, die in einer GKV angemeldet sind und keine Krankenversicherung privat abschließen können, bietet sich Ihnen die Möglichkeit der privaten Krankenzusatzversicherung. Auf diese Weise bekommen Sie ebenfalls die Leistungen einer privaten Krankenversicherung. Mit den folgenden Informationen werden Sie beim Vergleich der privaten Krankenversicherungen mit Sicherheit fündig und können eine fundierte Wahl treffen.

Zwischen einer gesetzlichen und privaten Krankenversicherung gibt es große Unterschiede

Private KrankenversicherungBei der gesetzlichen Krankenversicherung handelt es sich um die wesentliche Säule des deutschen Gesundheitssystems. Unser gesamtes Sozialversicherungssystem setzt sich aus der Rentenversicherung, der Arbeitslosenversicherung, der Unfall- und Pflegeversicherung und eben der Krankenversicherung zusammen. Wie oben bereits angedeutet ist die Krankenversicherung eine Bürgerpflicht. Alle Personen, die nicht als versicherungsfrei eingestuft sind, also keine anderweitige Absicherung im Krankheitsfall vorweisen können, sind bei einer GKV pflichtversichert. Eine GKV-Mitgliedschaft kann aber auch freiwillig vereinbart werden. Um die formale Nomenklatur der Worte noch etwas zu vervollständigen: Eine gesetzliche Krankenkasse ist Träger der gesetzlichen Krankenversicherungen.

Private Krankenversicherungen gehören zu den privatwirtschaftlichen Unternehmen, welche Krankenversicherungen in ihrem Angebot haben. Ein Versicherungsverhältnis kommt hier also nicht wie bei einer GKV kraft Gesetzes zustande, sondern es steht ein privatrechtlicher Vertrag dahinter. Umgangssprachlich hat es sich durchgesetzt, einen privaten Versicherer als private Krankenkasse zu bezeichnen, wenngleich beide Begriffe eben nicht deckungsgleich sind. Unser duales beziehungsweise zweigliedriges Krankenversicherungssystem sieht es vor, dass eine PKV eine gesetzliche Krankenversicherung ersetzen oder ergänzen kann.

Tatsächlich ist die private Krankenversicherung meistens eine sehr gute Alternative zur GKV, denn ihr Spektrum der Kostenübernahmen ist in aller Regel viel weiter gefächert als jenes einer gesetzlichen Krankenversicherung, was sich ganz besonders bei zahnmedizinischen Behandlungen zeigt. Die GKV unterliegt in jedem Einzelfall dem Grundsatz der Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit, was bedeutet, dass bei den Leistungen das Maß des unbedingt Notwendigen nicht überschritten werden darf. Nun möchte aber gewiss jeder nach dem aktuellen Stand von Forschung und Technik versorgt werden. Die Praxis zeigt es jeden Tag neu, dass dies faktisch nur funktioniert, wenn man sich privat versichern kann, denn eine PKV übernimmt Leistungen, die über das medizinisch absolut Notwendige weit hinausgehen:

  • Diagnostische und präventive Gesundheitsmaßnahmen
  • Hilfsmittel wie Rollstuhl oder Gehhilfen
  • Zahnersatz wie Brücken und Implantate
  • Kieferorthopädische Behandlungen
  • Sehhilfen, dazu gehören auch Kontaktlinsen
  • Alternative Behandlungsmethoden wie sie von Heilpraktikern angeboten werden (Homöopathie)
  • Massagen

Im Jahre 2018 waren in Deutschland knapp 73 Millionen Menschen in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert. Etwas weniger als 9 Millionen Menschen waren privat versichert. Alle Unternehmen, die private Krankenversicherungen anbieten, werden von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) kontrolliert.

Privat versichern heißt, Leistungen individuell zu vereinbaren

Schon gewusst?Bei einer PKV werden die Leistungen gleich im Zuge des Vertragsabschlusses vereinbart. Sie als Kunde entscheiden königlich, welche Leistungen Ihre private Krankenversicherung schließlich übernehmen wird. Vielleicht ist es Ihnen besonders wichtig, dass Sie im Krankenhaus ausschließlich vom Chefarzt behandelt und zudem im Einzelzimmer untergebracht werden. Genau für solche Wünsche gibt es im Antragsformular Felder, die angekreuzt werden können oder eben nicht. Selbstverständlich hat das Auswirkungen auf die monatliche Prämie.

Ganz anders ist das bei der GKV, denn hier ist es der Gesetzgeber, der die Leistungen weitgehend festlegt und stark eingrenzt. Er ist es auch, der diese „Spielregeln“ jederzeit ändern kann. So sind die gesetzlich Versicherten geradezu daran gewohnt, dass immer mehr Leistungen zusammengestrichen und ihre Zuzahlungen immer opulenter werden. Prinzipiell ist die entgegengesetzte Richtung der Entwicklung sehr wohl möglich, sie wird aber von den Politikern nie wahrgenommen. Wer schon mal das Vergnügen des Zahnersatzes hatte, weiß, wovon hier die Rede ist.

Wie werden die gesetzliche und die private Krankenkasse finanziert?

Die Quellen der Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen sind:

  • Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträgen zur GKV
  • Krankenkassenbeiträge der Rentner
  • Alle Personen, die sich freiwillig gesetzlich versichert haben
  • Zuschüsse des Bundes

Die private Krankenversicherung zeichnet sich dagegen durch das Prinzip der Kapitaldeckung aus. Was ist darunter zu verstehen? Die Beiträge jedes einzelnen Versicherten türmen sich im Laufe der Zeit zu einem individuellen Deckungskapital auf. Aus diesem Topf werden die Leistungen, sobald sie anfallen, entnommen. Das Versicherungsunternehmen bemüht sich indes, das „angesparte“ Kapital am Kapitalmarkt zusätzlich zu verzinsen, es wird also beispielsweise in Fonds angelegt, das können auch Aktienfonds sein.

Den Versicherungsgesellschaften ist es aufgefallen, dass die Gesundheitsausgaben für einen Versicherten mit zunehmendem Alter steigen, es besteht ein positiver Korrelationskoeffizient zwischen den beiden Größen, würde der Statistiker sagen. Daher wurde flugs die Strategie der Altersrückstellungen ins Leben gerufen. Was man damit erreicht hat, ist nicht mehr und nicht weniger als eine hinreichende Stabilität der Beiträge für die private Krankenversicherung. Der angestrebte Ausgleich besteht darin, dass eine jüngere privat versicherte Person mehr einzahlt als ihre kumulierten medizinischen Behandlungen kosten, aber die ältere privat versicherte Person produziert höhere Gesundheitskosten als die Summe ihrer Beiträge.

Wie rechnen die GKV und die PKV die Kosten ab?

Die gesetzliche Krankenversicherung unterscheidet sich von der PKV unter anderem dahingehend, dass sie mit den Erbringern von Leistungen auf der Grundlage eines Leistungskatalogs abrechnet. Dieses Vorgehen wird als „Sachleistungsprinzip“ bezeichnet. Privat versicherte Patienten bezahlen die erbrachten medizinischen Leistungen erst einmal selbst, um das Geld danach im Antragsverfahren von der jeweiligen privaten Krankenversicherung zurückerstattet zu bekommen, dieses Prozedere heißt „Kostenerstattungsprinzip“. Ähnlich läuft es auch beim Beihilfeverfahren für Beamte.

Ein Vorteil ist dabei die Transparenz, denn gesetzlich versicherte Patienten haben überhaupt keine Ahnung, was ihr Arzt bei der Krankenkasse abrechnet. Im Grunde läuft das alles völlig ungeprüft durchs System, was zum Betrug geradezu animiert. Ab und zu wird mal die Spitze des Eisbergs aufgedeckt, die Dunkelziffer ist und bleibt aber groß. Den erheblichen Schaden, der sich daraus ergibt, tragen alle GKV-Versicherten gemeinsam. Im Falle sehr hoher Kosten beispielsweise für einen stationären Krankenhausaufenthalt rechnet die Klinik meistens direkt mit der privaten Krankenversicherung ab. Zu diesem Zweck erhält auch der privat Versicherte eine Versicherungskarte von seiner PKV.

Der Aufwand für die Abrechnung jeder medizinischen Leistung mit der privaten Krankenkasse lohnt sich im Sinne der Transparenz für alle Beteiligten. GKV-Mitgliedern bleibt es völlig verborgen, was der Arzt oder die Klinik der Kassenärztlichen Vereinigung in Rechnung stellt.

Zur Höhe der Beiträge

Der GKV geht es vermeintlich um Gerechtigkeit und Solidarität, so jedenfalls wirbt sie dafür, dass die monatliche Prämie unbedingt am Einkommen orientiert werden muss. Die private Krankenversicherung akzeptiert dagegen, dass wir in einem kapitalistischen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem leben, dass also die soziale Marktwirtschaft fast automatisch für gerechte Prämien sorgt. Sie haben darüber hinaus verstanden, dass die Gesundheitskosten eines Menschen etwas mit seinem Lebensalter, der Art der Lebensführung und nicht zuletzt mit den vertraglich vereinbarten Leistungen im Zusammenhang stehen. Daher werden genau diese Kriterien sinnigerweise bei der Festlegung der Monatsbeiträge herangezogen. Auf Grundlage des „Äquivalenzprinzips“ wird die Prämie so austariert, dass die Beiträge für die private Krankenversicherung den gewünschten Versicherungsschutz und das individuelle Erkrankungsrisiko in geeigneter Weise miteinander verschneiden.

So, wie junge, gesunde Menschen von der Natur belohnt sind, werden sie zusätzlich durch die private Krankenversicherung durch besonders niedrige Prämie bevorzugt und dies völlig unabhängig von ihren finanziellen Verhältnissen. Aber auch wer schon etwas älter ist, wird auf die gleiche Weise belohnt, wenn er sich für eine nachhaltig gesunde Lebensführung entschieden hat, die entsprechend gute Ergebnisse zeitigt. Ganz anders ist das Solidaritätsprinzip der GKV konzipiert. Ihr ist der Gesundheitszustand der Versicherten völlig egal. Was zählt, ist ihr monatliches Einkommen, davon wird ohne Wenn und Aber prozentual abgebissen, damit die besser verdienenden Bürger indirekt die Geringverdiener hinsichtlich der gesundheitlichen Versorgung mit durchbringen. Dass auf diese Weise verschiedene Bevölkerungsgruppen gegeneinander ausgespielt werden, ist für die GKV überhaupt kein Thema.

Vor- und Nachteile einer privaten Krankenversicherung

Vorteile im ÜberblickDer günstige PKV Basistarif spiegelt in etwa jene Leistungen wider, die man auch bei einer GKV zu erwarten hat. Greift man etwas tiefer in die Tasche, bietet praktisch jede private Krankenversicherung klar bessere Leistungen an als jede GKV. Folgende Vorteile machen die PKV besonders attraktiv.

  • Medizinisch notwendig sollte sie schon sein, die Behandlung. Das setzt die private Krankenversicherung ebenso voraus wie eine GKV. Rein kosmetische Eingriffe werden also in beiden Universen nicht übernommen. Die gesetzliche Krankenversicherung geht bei den Einschränkungen aber noch einen Schritt weiter: „Zweckmäßig“ und „wirtschaftlich“ muss jede medizinische Behandlung sein. Wenn tatsächlich mal eine Massage übernommen wird, was wahrlich nicht oft vorkommt, ist nach maximal 20 Minuten Schluss mit lustig. Wer aber richtig bemerkt, dass sein Körper so viel Zeit braucht, um die Verspannungen erst einmal langsam zu lösen mit der Folge, dass erst jede weitere Minute einen echten Erfolg einfahren kann, muss als Kassenpatient bereit sein, diese zusätzliche Behandlung aus eigener Tasche zu bezahlen. Eine PKV lässt sich nicht herab auf derartig unflexible und zuweilen richtig kontraproduktive Vorgaben.
  • Als Mitglied einer privaten Krankenversicherung können Sie sich das Krankenhaus, den (Chef)Arzt und den Zahnarzt frei auswählen. Im Falle einer seltenen Erkrankung oder bei einer komplizierten Operation ist es für viele Patienten wichtig, eine bestimmte Spezialklinik aufsuchen zu können, gerade wenn in dem Krankenhaus ein berühmter Spezialist operiert. Nicht ganz zufällig haben hoch qualifizierte Ärzte so ihre Gehaltsvorstellungen. Da passt es gerade gut, dass die PKV in der Regel den bis zu 2,3-fachen Kostensatz übernimmt, wie er in der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) für verschiedene medizinische Maßnahmen ausgewiesen ist. Entsprechend gibt es auch eine Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ). Im Hinblick darauf erstattet die PKV sogar den 3,5-fachen Satz. Wer schon mal im Krankenhaus war, kann ein Lied darüber singen, wie es sich anfühlt, im Drei- oder Vierbettzimmer gesund werden zu müssen. Da wird der „normale Kassenpatient“ für seine Erkrankung noch mal so richtig bestraft. Die PKV hat kein Problem damit, dass sein Kunde im Ein- oder Zweibettzimmer Genesung finden möchte.
  • Auch bei den Ärzten hat sich die Kunde herumgesprochen, dass eine PKV bei den Honoraren nicht ganz so zimperlich reagiert. Diese Erkenntnis wirkt sich in gewisser Weise darauf aus, wie Ärzte mit ihren Patienten umgehen, je nachdem, welcher Liga diese angehören. Beim PKV Patient ist zum Beispiel ein Termin gleich Anfang nächste Woche überhaupt kein Problem und durch das Wartezimmer wird er selbstverständlich direkt durchgewinkt. Manche Ärzte vereinbaren sogar Telefonsprechstunden beziehungsweise Termine an einem Samstag, vorausgesetzt, Sie legen die Karte einer PKV vor.
  • Allgemein gilt, dass der größte Teil der Kosten für den Zahnersatz von einer PKV erstattet wird. Bei Arzneimittelkosten ist die komplette Übernahme gar keine Frage. Überhaupt wird auch der Großteil der Rechnung für Heil- und Hilfsmittel übernommen. Zahnbehandlungen werden ohnehin zu 100 Prozent bezahlt, die Leistungsbereitschaft bei Zahnersatz überschreitet aber selten die 80-Prozent-Marke.
  • Sie können in Ihren Tarif auch alternative Heilverfahren wie die Homöopathie mit einschließen. So etwas ist bei der GKV völlig undenkbar, denn sie wertet alles, was nicht anerkannte Schulmedizin ist, als Privatvergnügen. Dies gilt zum Teil so für Heilmitteln wie Massage, Ergotherapie oder Krankengymnastik, die die private Krankenversicherung oftmals bis zu 100 Prozent übernimmt.

Die privaten Krankenversicherungen haben aber im Vergleich zur GKV durchaus auch Nachteile. Daher bemühen wir uns an dieser Stelle um eine faire Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile einer PKV:

  • Die PKV bietet eine freie Auswahl beim Krankenhaus, Arzt und Zahnarzt.
  • Ärzte und Krankenhäuser können einer PKV höhere Honorare in Rechnung stellen.
  • Privat versicherte Patienten kriegen in aller Regel deutlich frühzeitiger ihre Termine beim Facharzt oder für eine stationäre Behandlung.
  • Die PKV bezahlt medizinisch notwendige Behandlungen, keine reinen Schönheitsoperationen. Die Einschränkungen bei der GKV weiten sich auf die Kriterien „zweckmäßig“ und „wirtschaftlich“ aus, was weitreichende Konsequenzen für die Übernahme von Leistungen hat.
  • Die PKV übernimmt einen sehr hohen Kostenanteil für den Zahnersatz und Arzneimittelkosten werden zu 100 Prozent bezahlt. Die Kostenbeteiligungen für Heil- und Hilfsmitteln fallen deutlich höher aus, als dies bei der GKV der Fall ist. Dies betrifft zum Beispiel Massagen, die Ergotherapie und auch die Krankengymnastik.
  • Alternative Heilverfahren wie Homöopathie werden je nach dem gewählten Tarif erstattet.
  • Wenn im Vertrag der PKV bestimmte Leistungen festgelegt wurden, können diese nicht einfach zu einem späteren Zeitpunkt seitens der Versicherungsgesellschaft beliebig herunter gekürzt werden, so, wie es bei der GKV immer wieder geschieht.
  • Die meisten Tarife der PKV bieten die Möglichkeit, die vereinbarten Leistungen auf Wunsch des Versicherten jederzeit zu modifizieren.
  • Sie können sich für einen PKV-Tarif entscheiden, der sogar Rückerstattungen vorsieht, wenn Sie Ihre Krankenkasse längere Zeit nicht in Anspruch nehmen. Allerdings ist so etwas immer mit der Gefahr verbunden, dass sich Versicherte dazu hinreißen lassen, trotz ernsthafter Erkrankung nicht zum Arzt zu gehen, um die Leistungsfreiheit noch bis zum Stichtag zu realisieren.
  • Um Ihre monatlichen Beiträge zu senken, können Sie bei einer PKV jederzeit Ihre Selbstbeteiligung erhöhen oder auf bestimmte Leistungen, die zuvor eingeschlossen waren, verzichten.
  • Ihre Gehaltserhöhung können Sie in vollen Zügen genießen, denn Ihren Beitrag an die PKV tangiert dies überhaupt nicht.
  • Die PKV nimmt Vorerkrankungen sehr ernst und „bestraft“ diese mit deutlich höheren Beiträgen. Auch könnten bestimmte Leistungen ausgeschlossen werden oder es kommt sogar zur Ablehnung der PKV seitens des Unternehmens.
  • Die PKV sieht grundsätzlich keine Familienversicherung vor, so, wie sie durch die GKV bereitgestellt wird. Jedes Familienmitglied muss seine eigene, individuelle PKV abschließen.
  • Mit zunehmendem Alter können die Prämien kräftig anziehen.
  • Wer seine PKV wechseln möchte, muss mit finanziellen Einbußen rechnen.
  • Wer von einer PKV in eine GKV hinüber wechseln möchte, muss dazu bestimmte Bedingungen erfüllen.
  • Es müssen immer die Beiträge gezahlt werden, auch dann, wenn Sie beispielsweise als Selbstständiger längere Zeit erkrankt sind. Mutterschafts- oder Erziehungszeiten haben ebenfalls keine reduzierende Wirkung auf die Beitragszahlungen.
  • Die PKV übernimmt nicht standardmäßig eine psychotherapeutische Behandlung. Dieser besondere Fall ist im Vorfeld mit dem Versicherer abzuklären.
  • Haushaltshilfen und häusliche Krankenpflegedienste werden in nur ganz wenigen Fällen von der PKV übernommen.

Wer sich privat versichern darf

Die private Krankenversicherung steht jedem Beamten und jedem Selbstständigen oder Freiberufler offen. Bei angestellten Arbeitnehmern kommt die Versicherungspflichtgrenze zur Auswirkung. Sie dürfen sich dann privat versichern, wenn das Gehalt (brutto) die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) überschreitet. Diese wird unter Berücksichtigung der Inflationsrate jährlich neu festgelegt. Für 2019 liegt diese Grenze bei einem Brutto-Jahresgehalt von 60.750 Euro, das entspricht 5.062 Euro im Monat. Studierenden werden spezielle Studententarife angeboten.

An dieser Stelle sollte auf eine Ausnahme hingewiesen werden: Wer am 31. Dezember 2002 bereits privat versichert, also nicht versicherungspflichtig war, darf mit einer um zehn Prozent niedrigeren Jahresarbeitsentgeltgrenze weitermachen, auch wenn er inzwischen seinen Arbeitgeber gewechselt hat. Gerade wenn Sie inzwischen einer GKV angehören, könnte diese verminderte JAEG vielleicht interessant für Sie sein. Ausgenommen von dieser Ausnahmeregelung sind jene, die zum Stichtag als Studierende privat versichert waren und somit die damalige JAEG nicht überschritten haben.

Weiter oben wurde von bestimmten Bedingungen gesprochen, die Sie erfüllen müssen, um von der PKV zurück in eine GKV zu kommen. Dies ist zum Beispiel dann möglich, wenn Sie mit Ihrem Bruttoeinkommen unter die aktuell geltende JAEG rutschen. Wenn Sie sich bei der Arbeitsagentur als Arbeit suchend anmelden, werden Sie automatisch bei einer GKV angemeldet, so auch, falls Sie zum Hartz IV Empfänger werden. Allerdings können Sie die „Anwartschaft auf die private Krankenversicherung“ behalten, falls Ihnen dies wichtig ist. Doch, und das sollte jeder unbedingt wissen, werden ältere privat versicherte Personen ab 55 Jahre unter keinen Umständen mehr von einer GKV aufgenommen.

Die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) wird auch als Versicherungspflichtgrenze bezeichnet. Sie markiert in der deutschen Sozialversicherung jene Höhe des regelmäßigen Brutto-Jahresentgelts, ab der ein Arbeitnehmer nicht mehr in einer GKV pflichtversichert sein muss. Wer mehr verdient, kann frei darüber entscheiden, ob er eine private Krankenversicherung abschließen oder freiwillig in einer gesetzlichen Krankenversicherung bleiben möchte. Die rechtlichen Voraussetzungen für die Versicherungsfreiheit sind in § 6 des 5. SGB unter der Überschrift „Gesetzliche Krankenversicherung“ festgelegt.

Was ist die Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung?

PKVDie Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung wird sehr oft mit der oben erwähnten Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) verwechselt. Letztere entscheidet darüber, ob sich ein Arbeitnehmer privat versichern darf, also ob er zu den vielen Pflichtversicherten gehört oder eben nicht. Die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung befindet dagegen über den maximal zu leistenden Versicherungsbeitrag. Im Jahre 2018 lag die Beitragsbemessungsgrenze bei einem monatlichen Einkommen von 4.425 € (brutto). Für das Jahr 2019 ist diese Grenze auf 4.537,50 € angestiegen. Die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung ist stets mit einer Beitragserhöhung zur Krankenkasse verbunden, weil der (prozentuale) GKV-Höchstbeitrag mit diesem Grenzwert nach oben fährt.

Um in die private Krankenversicherung wechseln zu können, ist für einen Angestellten die Versicherungspflichtgrenze entscheidend. Beide Grenzlinien werden jährlich an die allgemeine Einkommensentwicklung (jeweils bezogen auf das Vorjahr) angepasst. Bis 2003 waren die Versicherungspflichtgrenze in der Krankenversicherung und die Beitragsbemessungsgrenze tatsächlich identisch. Der Anteil Ihres Einkommens, der über die Beitragsbemessungsgrenze hinausreicht, wird jedenfalls bei der Bestimmung Ihres GKV-Beitrages nicht mehr weiter berücksichtigt. Mit Blick auf die private Krankenversicherung ist diese Grenzziehung nur beim PKV Basistarif relevant und natürlich für den Pflichtanteil des Arbeitgebers.

VersicherungspflichtgrenzeBeitragsbemessungsgrenze
Bei Überschreitung dieser Einkommensgrenze darf ein Angestellter zu einer privaten Krankenversicherung (PKV) wechseln.Bis zu dieser Grenze werden bei der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) die Beiträge prozentual am Einkommen orientiert. Bei höheren Einkommen gilt immer der Maximalwert des GKV-Beitrages.
Werte für 2019
60.750,00 Euro pro Jahr
5062,50 Euro pro Monat
54.450,00 Euro pro Jahr
4.537,50 Euro pro Monat

Wann es sich lohnt, eine Krankenversicherung privat abzuschließen

Eine private Krankenversicherung lohnt sich für die meisten besser verdienenden Angestellten, für Beamte und für Selbstständige (Freiberufler) und für diese Gruppen ist es ja auch so gedacht, dass sie eine Krankenversicherung privat abschließen dürfen. Wegen des Beihilfesystems, das für deutsche Beamte Anwendung findet, ist ohnehin davon auszugehen, dass die meisten Beamten privat versichert sind.

Tatsächlich sind die Ersparnisse enorm, die der Angestellte mit gutem Einkommen über die Jahre macht, wenn er anstatt in der GKV in einer PKV krankenversichert ist. Das liegt daran, dass der Beitrag für die GKV prozentual am Brutto-Einkommen orientiert wird. Erst mit Überschreiten der Beitragsbemessungsgrenze bleibt die Prämie konstant auf Maximalniveau. Da der Beitrag für eine private Krankenversicherung daran festgemacht wird, wie hoch das Erkrankungsrisiko zum Zeitpunkt des Abschlusses des Vertrages ist, bezahlen junge, gesunde Menschen völlig unabhängig von ihrem Einkommen über viele Jahre sehr niedrige Krankenkassenbeiträge bei der PKV. Und trotzdem erhalten sie einen Arbeitgeberanteil.

Die PKV als Versicherungsmodell für Beamten

Private Krankenversicherung VergleichFrüh fängt es an. Schon Beamtenanwärter merken während des Referendariats, dass die private Krankenversicherung mit vielen Vorteilen aufwarten kann, denn praktisch jeder PKV-Tarif ist günstiger als jegliche GKV. Beamte, so auch die Beamtenanwärter, haben Anspruch auf Beihilfe zur Krankenversicherung durch ihren Dienstherrn. Dahinter verbirgt sich, dass der Bund oder ein Bundesland beziehungsweise eine Kommune einen festen Teil der Krankheitskosten übernimmt. Nur für den noch verbleibenden Rest schließt ein Beamter eine private Beihilfeversicherung ab. Dies macht die Krankenversicherung in einer PKV für einen Beamten außerordentlich günstig. Freiwillig in einer GKV zu bleiben, rechnet sich für keinen einzigen Beamten, zumal die Vorteile einer privaten Krankenversicherung bei den Leistungen einfach unschlagbar sind.

Selbstständige und Freiberufler

Selbstständige und Freiberufler neigen zu Recht dazu, sich privat zu versichern. Die Beiträge der privaten Krankenversicherung sind weitgehend konstant und daher gut kalkulierbar. Selbstverständlich können sich Freiberufler und Selbstständige freiwillig in einer GKV versichern, aber privat versichert fahren sie finanziell immer besser. Gerade jüngere Selbstständige und Firmengründer entscheiden sich gern für eine PKV, denn der von der GKV geforderte Mindestbeitrag ist vergleichsweise zu hoch angesetzt. Für Selbstständige sind die günstigen Beiträge der privaten Krankenversicherung deshalb so wichtig, weil sie ja keinen Arbeitgeber haben, der ihnen erhebliche Anteile zur Krankenversicherung dazu schustert.

Wenn auch Sie zu den vielen Pflichtversicherten gehören, aber gern die Vorteile jener genießen würden, die sich privat versichern dürfen, dann gibt es dafür eine einfache Möglichkeit. Die meisten Versicherungsunternehmen, die eine private Krankenvollversicherung anbieten, haben eine private Krankenzusatzversicherung in ihrem Portfolio. Damit lassen sich all die Versorgungslücken schließen, die die GKV erst erzeugt. Typischerweise handelt es sich dabei um Krankenhaustagegeld und Krankentagegeldversicherungen. Wer viel verreist, ist gut beraten, eine weltweit geltende, private Reise- beziehungsweise Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Darüber hinaus werden „Kombi-Pakete“ angeboten, die gleich mehrere Zusatzversicherungen bündeln.

Die private Krankenversicherung muss nicht jeden nehmen

Bitte beachten!Private Krankenversicherungen sind Wirtschaftsunternehmen, die ohne Gewinne nicht existieren können. Am besten würde es funktionieren, wenn alle Versicherten jung und gesund wären, denn dann würden sie kaum Leistungen in Anspruch nehmen, wenngleich ihre Prämieneinzahlungen recht moderat wären. Und in der Tat streben die Versicherungsunternehmen dieses Idealbild zumindest an. Antragsteller, von denen schon nach Aktenlage hohe Kosten zu erwarten sind, werden nämlich rigoros abgelehnt. Wer sich also privat versichern will, sollte dies tun, solange er noch bei guter Gesundheit ist, denn genau diese wird im Zuge des Vertragsabschlusses detailliert abgefragt. Bei Vorerkrankungen gibt es einen empfindlichen Risikozuschlag oder der Antrag wird eben abgelehnt. Schummeln ist nicht, denn spätestens mit den Rechnungen kann die PKV den Arzt zum Krankheitsverlauf befragen und der Arzt muss gegenüber einer Krankenversicherung wahrheitsgemäße Angaben machen.

Damit beantwortet sich sogleich die Frage, wann eine private Krankenversicherung abgeschlossen werden sollte. So früh wie möglich, sollte hierauf die Antwort lauten. Rein statistisch gilt, dass ältere Menschen im Vergleich zu jüngeren mehr gesundheitliche Gebrechen zu beklagen haben. Daraus folgt, dass die PKV jungen Menschen eher selten einen Risikozuschlag aufbrummen muss. Obendrein ist die Prämie für die private Krankenversicherung ohnehin an das Alter des Versicherungsnehmers zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses geknüpft.

Eine private Krankenversicherung sollte bis circa 45 Jahre unter Dach und Fach sein. So lassen sich noch ausreichend Rückstellungen für das Alter ansammeln. Rückstellungen brauchen Sie deshalb, damit Ihre Beiträge im Alter nicht zu stark ansteigen.

Die Gesundheitsfragen beginnen zum Beispiel mit Ihrem Gewicht und Ihrer Körpergröße. Wie jeder weiß, lässt sich daraus der Body-Mass-Index (BMI) bestimmen. Das ist schon mal ein wichtiges Indiz für die PKV, ob und wie stark Sie von Übergewicht betroffen sind. Dass übergewichtige Menschen häufiger von Diabetes, Bluthochdruck und Herz-Kreislauferkrankungen sowie von höherem Gelenkverschleiß (Arthrose) betroffen sind, das wissen die Krankenversicherungen. Damit besteht sofort ein triftiger Grund für einen erheblichen Risikozuschlag, so, wie er auch zustande kommt, wenn Vorerkrankungen wie Allergien bekannt sind. Wenn Sie von vorne herein auf bestimmte Leistungen verzichten können und wollen, können Sie damit ihre Beiträge absenken. Zwei Jahre nach Abschluss des Versicherungsvertrages ist erstmalig eine Überprüfung der Zuschläge oder Ausschlüsse möglich.

Zu einer Ablehnung durch eine private Krankenversicherung kommt es typischerweise bei Asthma, Epilepsie oder bei einer psychischen Erkrankung. Wer sich also innerhalb der letzten fünf Jahre einer psychotherapeutischen Behandlung unterzogen hat, braucht seinen Aufnahmeantrag bei einer PKV erst gar nicht stellen. Hier noch mal die kurze Übersicht über die Erkrankungen, bei denen meistens eine Aufnahme in die PKV abgelehnt wird:

  • Asthma
  • Diabetes
  • Downsyndrom (Trisomie 21)
  • Epilepsie
  • Krebs
  • Psychische Erkrankungen
Wer sich privat versichern will, muss zunächst Fragen über Vorerkrankungen beantworten. Tun Sie dies nach bestem Wissen und Gewissen. Falls Sie wichtige Details verschweigen oder falsch beantworten, können Sie einer „vorvertraglichen Anzeigepflichtverletzung“ bezichtigt werden. Dies bedeutet im Leistungsfall meistens den Verlust des Versicherungsschutzes. Ihr Arzt ist in Bezug auf die Krankenkasse von seiner ärztlichen Schweigepflicht entbunden.

Private Krankenversicherungen im Vergleich

„Drum prüfe wer sich ewig bindet“, riet man früher den Menschen, die meinten, unbedingt heiraten zu wollen. Der Abschluss eines Vertrages mit einer privaten Krankenversicherung ist fast ein ähnliches Unterfangen, weil durch die Bildung von Altersrückstellungen die „Scheidung“ von der alten und eine frische „Liaison“ mit einer neuen PKV teuer zu stehen kommt. Die beste private Krankenversicherung erkennen Sie nicht allein an den günstigen Beiträgen. Die beste private Krankenversicherung zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass sie die Beiträge über lange Zeit stabil halten kann.

Dieses Beispiel wird hier deshalb in den Vordergrund gestellt, weil es immer wieder Anbieter gibt, die mit traumhaften Tarifen auf Neukundenfang gehen. Die Wirtschaftsmathematiker jener Versicherungsgesellschaften wissen sehr wohl, dass sie damit erst einmal die Bilanz verschlechtern, und planen daher sogleich rigorose Beitragserhöhungen nach dem Zustandekommen der neuen Verträge ein. Eine Beitragsstabilität kann aber nur durch eine eher konservative Planung und realistische Prämienhöhen erreicht werden.

PKV VergleichBevor Sie eine Krankenversicherung privat abschließen, sollten Sie unbedingt den privaten Krankenversicherungen Vergleich durchführen. Dazu gibt es den „Private Krankenversicherung Rechner“, kurz PKV Rechner. Mit diesem PKV Rechner wird auf eine riesige Datenbank zugegriffen, in der die Analyse-Ergebnisse von mehreren unabhängigen Instituten, darunter zum Beispiel Öko-Test, Finanztest und Stiftung Warentest, abgelegt sind. Erst bei der Anwendung des privaten Krankenversicherung Vergleichs können Sie Ihre persönlichen Lebensumstände geltend machen. Damit Sie dann wirklich die beste private Krankenversicherung finden, sollten Sie im Zuge des privaten Krankenversicherung Vergleichs die folgenden Parameter besonders im Auge haben:

  • Beitragsstabilität im Alter: Der private Krankenversicherung Rechner untersucht dazu die Beitragsentwicklungen der verschiedenen Anbieter in den letzten Jahren unter dem Blickwinkel der getätigten Alterungsrückstellungen. Es geht also darum, wie gut die jeweilige Gesellschaft mit dem fremden Geld umgegangen ist, wie erfolgreich die jeweilige Geldanlagestrategie ausgefallen ist.
  • Kundenfreundlichkeit und Kommunikation: Ein gutes, empfehlenswertes Unternehmen zeichnet sich durch einen guten Kundenservice aus. Als Maß dafür kann zum Beispiel die Beschwerdequote herangezogen werden. Diese ist bei der „Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht“ (BaFin) hinterlegt und kann dort jederzeit erfragt werden. Der (technische) Service sollte heute um moderne Facetten erweitert sein, so zum Beispiel spezielle Apps beziehungsweise Online-Funktionen, über die Rechnungen und Abrechnung in Sekundenschnelle eingereicht werden können.
  • Unternehmenssicherheit: Hiermit werden die Zukunftsaussichten eines Unternehmens bewertet. Dies geschieht, ähnlich wie auf dem Börsenparkett, anhand bestimmter Bilanzkennzahlen. Neben der Eigenkapitalquote ist hierbei die Entwicklung der Mitgliederzahl ein wichtiges Kriterium.

Der private Krankenversicherung Rechner

Dieses ständig aktualisierte Online-Tool ist einfach und intuitiv bedienbar. Im Folgenden wird darauf eingegangen, was beim privaten Krankenversicherung Vergleich beachtet werden sollte, um wirklich die beste private Krankenversicherung finden zu können, denn die private Krankenversicherung ist vor allem dann gut, wenn sie mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis aufwarten kann.

Besonders wichtige Leistungen beim Vergleich der privaten Krankenversicherungen

Bei der Entscheidung für Ihre private Krankenversicherung kommt es nicht so sehr auf Leistungen für bestimmte Situationen an, die im Leben eher selten vorkommen. Lassen Sie sich also nicht von den vielen unwichtigen „Schnickschnack-Angeboten“ verblenden. Wo Ihre neue private Krankenversicherung unbedingt in die Leistung eintreten sollte, das sind zum Beispiel diese Punkte:

  1. Behandlung durch den Chefarzt gehört heute zum Standard einer guten privaten Krankenversicherung.
  2. Ebenfalls ein Mindeststandard ist das Recht auf Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer, wenn eine stationäre Behandlung in einer Klinik erforderlich ist.
  3. Erstattung von Arztrechnungen im 3,5-fachen Satz der Gebührenordnung.
  4. Eventuelle Einschränkungen bei der Zahnbehandlung unbedingt beachten.
  5. Keine Einschränkungen im Hilfsmittelkatalog, denn der Fortschritt geht in der Medizintechnik immer weiter. Es ist nämlich sehr betrüblich, wenn wirksame, neue Medikamente nicht erstattungsfähig sind, bloß weil sie nicht im Hilfsmittelkatalog eingetragen sind.
  6. Im Falle einer psychotherapeutischen Behandlung sollte die PKV wenigstens 50 Sitzungen pro Jahr (eine pro Woche) akzeptieren.
  7. Falls die PKV Vorerkrankungen ausschließt, könnte dies für Sie immense Kosten nach sich ziehen.
  8. Höherversicherung ohne neue Gesundheitsprüfung sollte gewährleistet sein.
  9. Kostenübernahme für Rücktransporte aus dem Ausland, auch dann, wenn dies lediglich als „medizinisch sinnvoll“ eingestuft wird. Viele private Krankenversicherungen setzen an dieser Stelle „medizinisch notwendig“ voraus.

Beim Vergleich der privaten Krankenversicherungen sollten Sie darüber hinaus den folgenden Stichpunkten besondere Beachtung schenken

  • Bei ambulanten Leistungen kann es Ihnen passieren, dass die private Krankenversicherung nur dann Facharzt-Kosten erstattet, wenn eine Überweisung durch den Hausarzt vorliegt.
  • Notwendige Kurbehandlungen werden sehr oft durch den Rentenversicherungsträger übernommen, das heißt, diese Leistung hat bei einer PKV nicht aller oberste Priorität.
  • Je nach Tarif der PKV wird ein mehr oder weniger großer Kostenanteil für Zahnbehandlungen und Zahnersatz übernommen. Es ist auch der jeweilige Tarif, der darüber entscheidet, welche über den Höchstsatz der Gebührenordnung hinausreichende Kosten bezahlt werden.
  • Auf die Bonität der Versicherungsgesellschaft kommt es an. Eine schlechte Bewertung der Gesellschaft könnte ein Indiz dafür sein, dass eine Insolvenz des Unternehmens nicht unwahrscheinlich ist. In einem solchen Fall verlieren Sie all Ihre bereits geleisteten Rückstellungen und der Wechsel zu einer anderen privaten Krankenversicherung ist mit einer erneuten Gesundheitsprüfung verbunden.

Beim privaten Krankenversicherung Vergleich sind noch die folgenden Punkte von hohem Interesse

  • Achten Sie auf folgendesBoni und Rückerstattungen: Sofern ein ganzes Jahr lang keine Rechnung zustande gekommen ist, gibt es bei manchen Tarifen Geld zurück. Wer dazu bereit ist, eine Selbstbeteiligung zu vereinbaren, kann bei den Prämien mit einem erheblichen Entgegenkommen rechnen. Fast jede Versicherungsgesellschaft bietet gleich ein ganzes Bündel von Selbstbehalt-Tarife an. Betrachten wir dazu ein Beispiel:
    Bei einer vereinbarten Selbstbeteiligung in Höhe von 600 Euro macht das Einreichen der ersten Arztrechnung von 415 Euro noch keinen Sinn. Falls Sie aber in demselben Jahr nochmals den Arzt aufsuchen müssen, der Ihnen dann eine weitere Rechnung in Höhe von 485 Euro ausstellt, haben Sie insgesamt 900 Euro bezahlt. In diesem Fall reichen Sie beide Rechnungen ein. Abzüglich Ihrer Selbstbeteiligung erhalten Sie 300 Euro erstattet.
  • Krankentagegeld: Beamte oder Beamtenanwärter erhalten im Krankheitsfall ihre üblichen Bezüge erst einmal unbegrenzt weiter, sodass sie das Krankentagegeld nicht benötigen. Anders ist dies bei Angestellten, die ihre Gehaltsfortzahlungen bei längerer Krankheit nur bis zu sechs Wochen lang bekommen. Danach übernimmt die gesetzliche Krankenkasse für höchstens 72 Wochen und mit 70 Prozent des Bruttogehalts (höchstens 90 Prozent des Nettogehalts) die finanzielle Versorgung ihres Versicherten. Wer im öffentlichen Dienst angestellt ist, kann sich die fehlenden zehn Prozent des Nettogehalts auf Antrag von seiner Dienststelle ausgleichen lassen.

Wer privat versichert ist, ist gut beraten, bereits im Zuge des Vertragsabschlusses die Krankentagegeldzahlung explizit mit aufzunehmen. Diese Überweisungen kommen ab dem 43. Krankheitstag zum Zuge. Gerade Selbstständige oder freiberuflich Tätige müssen etwas gegen den Verdienstausfall bei Krankheit unternehmen, das heißt, das Beziehen von Krankentagegeld lässt sich fast beliebig frühzeitig nach Beginn einer Erkrankung mit der PKV verabreden. Allerdings gibt es frühzeitiges Krankentagegeld nicht zum Nulltarif bei der privaten Krankenversicherung. Ein gewisser Kompromiss kann in einer gestaffelten Auszahlung bestehen, dergestalt, dass zum Beispiel ab dem 20. Krankheitstag erst einmal nur 55 Euro pro Tag ausgezahlt werden, um dies dann ab dem 43. Krankheitstag auf 100 Euro zu erhöhen.

Als Faustformel für die Höhe des Krankentagegeldes gilt: 100 Prozent des monatlichen Netto-Einkommens geteilt durch 30. Damit es zur Auszahlung kommt, ist eine durch einen Arzt ausgestellte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung an die Versicherungsgesellschaft einzureichen. Ihr Krankentagegeld ist übrigens steuer- und abgabenfrei. Die Auszahlung erfolgt so lange, bis Sie arbeitsfähig sind oder die Berufsunfähigkeit festgestellt wird. Bedenken Sie in diesem Zusammenhang, dass die GKV die Zahlungen von Krankentagegeld auf 18 Monate begrenzt, ohne danach zu fragen, ob Sie inzwischen gesund sind.

Wer eine Krankenversicherung privat abschließt, sollte dies noch wissen

Bietet die PKV eine Familienversicherung an?

Hier gilt leider ein klares Nein. Anders als bei der GKV muss jedes Familienmitglied seine eigene PKV abschließen, was aber auch den Vorteil hat, dass jeder seinen Vertrag ganz individuell gestalten kann. Wenn der Ehemann mit üblichen Leistungen der Schulmedizin zufrieden ist, wird sein Vertrag ganz anders und kostengünstiger gestaltet sein als der Vertrag seiner Frau, die vielleicht Wert legt auf Anwendungen in den Bereichen Akupunktur, Homöopathie und Osteopathie.

Beitragsbemessungsgrenze KrankenversicherungNatürlich können Kinder privat versichert werden, sogar dann, wenn Kinder im Rahmen der Familienversicherung einer GKV ohnehin mitversichert sind. Falls Sie sich aber für Ihr Kind einen höherwertigeren Versicherungsschutz wünschen, ist dies mit einer zusätzlichen privaten Police sehr wohl möglich. Doch auch hierbei gilt, dass jedes Kind seine eigene private Krankenversicherung abschließt. Es kann aber vorkommen, dass die private Versicherung einen solchen Antrag ablehnt, beispielsweise, wenn Ihr Kind unter einer Krankheit leidet, die voraussehbar hohe Kosten produzieren wird. Ein feiner Zug ist dies nicht.

Wenn ein Elternteil selbst privat versichert ist, wird das Kind ungeachtet seines Gesundheitszustandes von Geburt an von der derselben PKV aufgenommen, das heißt, eine Risikoprüfung entfällt in diesem Fall. Selbst bei einer schweren Vorerkrankung und sogar bei Behinderung muss die PKV Ihr Kind ohne Leistungsausschlüsse und ohne Risikozuschlag versichern. Das Einzige, was hierbei zu beachten ist: Der privat versicherte Elternteil muss den Antrag auf Kindernachversicherung innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt bei seiner privaten Krankenversicherung einreichen.

Beamte erhalten für ihre Kinder 80 Prozent Beihilfe. Die restlichen 20 Prozent der Gesundheitskosten für das Kind können durch eine sehr günstige private Krankenversicherung abgedeckt werden. Bei mehreren Kindern müssen entsprechend viele Einzelverträge mit der PKV abgeschlossen werden. Wenn beide Elternteile beamtet sind, wird demjenigen das Kind zugeordnet, der den Familienzuschlag für das Kind erhält, um zu gewährleisten, dass die Beihilfe für das Kind nur einmal ausgezahlt wird. Solange Kindergeld gezahlt wird, was bis zum Ende der (ersten) Ausbildung und höchstens bis zum 26. Geburtstag der Fall ist, erhalten Sie für das Kind Beihilfe. Falls das Studium Ihres Kindes länger andauert, braucht der Studierende eine eigene private Krankenversicherung.

Die private Krankenversicherung für Kinder ist deshalb so günstig, weil für Kinder noch keine Altersrückstellungen getätigt werden. Kindertarife gelten für Versicherte bis 20 Jahre, danach werden die Erwachsenentarife angewendet.

Was ist eine Anwartschaftsversicherung bei der privaten Krankenversicherung?

Wer sowohl gesetzlich als auch privat versichert ist (wann das sinnvoll sein kann, darauf wurde weiter oben eingegangen), kann vor jeder Behandlung darüber entscheiden, ob er als Versicherter einer GKV oder einer PKV auftritt. Wenn Sie beispielsweise von Ihrer privaten Krankenversicherung einen Bonus für die einjährige Nichtinanspruchnahme erhalten werden, mag es sinnreich sein, die Leistungen des Arztes zu diesem Zeitpunkt lieber über die GKV abrechnen zu lassen.

Privat Versicherte, die mit ihrem Gehalt stets in der Nähe der JAEG herumpendeln, werden zuweilen wieder versicherungspflichtig. Wenn Sie beabsichtigen, sich nach der nächsten Gehaltserhöhung erneut privat zu versichern, sind Sie gut beraten, eine sogenannte Anwartschaftsversicherung auf den Weg zu bringen. In diesem Fall wird bei der bisherigen privaten Krankenversicherung Ihr Gesundheitszustand „eingefroren“, wodurch weiterhin das Alter zählt, das Sie zum Zeitpunkt des Abschlusses der privaten Krankenversicherung innehatten. Auf diese Weise können Sie sich später unter diesen deutlich günstigeren Voraussetzungen privat versichern. Die Anwartschaftsversicherung kostet allerdings etwas Geld, wenngleich die Prämie dafür sehr gering ist und sich am Ende auf jeden Fall lohnt.

Dieser Hinweis ist ein kleiner Trick für diejenigen, die zum Beispiel schon als Studenten privat versichert sind. Wenn Sie nach dem Studium als junger Wissenschaftler mit E13, Stufe 1 starten, gehören Sie zunächst zu den pflichtversicherten Arbeitnehmern. Mit Erreichen der Erfahrungsstufe 4 überspringen Sie die JAEG und dürfen sich privat versichern. Wenn Sie die ganze Zeit eine Anwartschaftsversicherung mitlaufen ließen, generieren Sie in dieser Situation große Vorteile daraus.

Wartezeiten in der PKV

Bei jeder privaten Krankenversicherung ist üblicherweise eine dreimonatige Wartezeit zu berücksichtigen, das heißt, vorher wird keine PKV eine Arztrechnung bezahlen. Darüber hinaus gibt es sogenannte „Besondere Leistungen“, auf die Sie sogar acht Monate warten müssen. Diese sind:

  • Geburten
  • Kieferorthopädische Behandlungen
  • Psychotherapien
  • Zahnbehandlungen
  • Zahnersatz

Beim Wechsel von einer anderen Krankenversicherung (PKV oder GKV) werden unter bestimmten Voraussetzungen Vorversicherungszeiten anerkannt, was die Wartezeit reduziert. Enthält der neue Tarif Leistungen, die vorher nicht versichert waren, gilt für diese Leistungen dennoch die übliche Wartezeit. Sie haben aber die Möglichkeit, ein ärztliches Attest vorzulegen und damit den Wegfall dieser Wartezeiten zu beantragen.

Wenn Sie schon privat versichert sind und zum Beispiel Ihren Ehepartner von den Vorzügen Ihrer Krankenversicherung überzeugen, der sich dann dazu entscheidet, sich dort ebenfalls privat zu versichern oder auch das gerade geborene Kind privat zu versichern, entfallen für diese Neuverträge jegliche Wartezeiten. Im Übrigen stehen Ihnen grundsätzlich keine Wartezeiten im Wege, falls es zu dringend erforderlichen ärztlichen Behandlungen wegen eines Unfalls kommt.

Beitragshöhe der privaten Krankenversicherung

Was Sie die PKV jeden Monat kostet, hängt von Ihrem Eintrittsalter und Gesundheitszustand zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses und von den gewünschten Leistungen ab. Anziehende Preise im Gesundheitswesen und nicht zuletzt die Inflationsrate führen dazu, dass die Beiträge an die Krankenkassen im Laufe der Zeit steigen müssen. Zudem verlängert sich dank des medizinischen Fortschritts unsere Lebenserwartung, was aber für die Krankenkassen steigende Ausgaben bedeutet. Betroffen von diesen Entwicklungen ist insbesondere der PKV Basistarif, der von jedem Versicherungsunternehmen angeboten werden muss und nicht durch Risikozuschläge unterfüttert ist.

PKV Basistarif und PKV Standardtarif

privat versichernWer eine Krankenversicherung privat abgeschlossen hat, möchte natürlich ordentliche Leistungen sehen. Doch wer von dem umfänglichen Leistungsspektrum einer PKV viel in seine Tüte packt, kommt um recht hohe Prämien nicht herum. Solange es der gute Job hergibt, ist das meistens gar kein Problem. Doch was, wenn es zu einem finanziellen Rückschlag kommt? Damit die Beiträge an die GKV einigermaßen stabil bleiben, werden im gesetzlichen Bereich einfach die Leistungen immer weiter herunter gekürzt. Die PKV hat günstigere Tarife in ihrem Portfolio, zu denen Sie gegebenenfalls hinüber wechseln können. Solange Sie dabei bei Ihrer Versicherungsgesellschaft bleiben, müssen Sie in diesem Zuge keine erneute Gesundheitsprüfung vorlegen.

Seit 2009 bieten private Krankenversicherungen einen PKV Basistarif an. Dieser ist so konzipiert, dass Ausschlüsse von Vorerkrankungen und Risikozuschläge nicht in Betracht kommen, was diesen Tarif aber relativ teuer und vergleichbar macht mit dem GKV-Höchstsatz. Auch hinsichtlich der Leistungen ähnelt der PKV Basistarif einer GKV. Zuzahlungen gehören daher zum normalen Geschäft. Der Standardtarif der privaten Krankenversicherung eignet sich besonders für ältere Menschen, die unter ihren inzwischen sehr hohen Beiträgen an die PKV stöhnen. Dieser Tarif wird treuen Kunden zugestanden, die schon sehr lange bei einem Unternehmen privat versichert sind. Bestehende Risikozuschläge bleiben in diesem Tarif allerdings erhalten, falls zusätzliche Leistungen gewünscht sind, geht dies nicht ohne aktuelle Gesundheitsprüfung, die unter Umständen weitere Risikozuschläge nach sich zieht.
Der Wechsel zum Standardtarif ist an Bedingungen geknüpft:

  1. Die private Krankenversicherung wurde bereits vor 2009 abgeschlossen.
  2. Sie sind seit wenigstens zehn Jahren ohne Unterbrechung Mitglied einer PKV.
  3. Sie sind älter als 65 Jahre.
  4. Wenn Sie älter als 55 Jahre sind, muss Ihr Jahreseinkommen unter der aktuellen Bemessungsgrenze liegen.
  5. Sie beziehen eine gesetzliche Rente, beispielsweise eine Erwerbsminderungsrente.
Vor dem Jahre 2009 gab es in der privaten Krankenversicherung nur „Bisex-Tarife“. Zwischen den Geschlechtern wurde also klar unterschieden. Heute gelten allerdings einheitliche Unisex-Tarife. Daher ist es logisch, dass diejenigen, die in den Standardtarif der PKV wechseln möchten, noch über einen Bisex-Tarif verfügen. Falls Sie inzwischen schon so einen modernen Unisex-Tarif abgeschlossen haben, könnte es mit dem Wechsel in den Standardtarif schwierig werden.

Der Standardtarif der PKV darf den Höchstbeitrag der GKV nicht überschreiten. Die Selbstbeteiligung bei Medikamenten, Heilmitteln und Gehhilfen ist in diesem Tarif ebenfalls begrenzt. Altersrückstellungen werden in voller Höhe beim Wechsel in den Standardtarif übertragen. Da Ihnen hierbei nichts verloren geht, könnte sich Ihr Beitrag für den Standardtarif deutlich reduzieren. Konkrete Angaben über die Höhe des Standardtarifs lassen sich an dieser Stelle nicht machen, weil dieser von Ihrer Vorversicherungszeit und Ihrem Alter abhängig ist. Daher der dringende Rat, vor einem Wechsel in den Standardtarif der PKV, den Anbieter im Sinne eines Angebots nach dem individuellen Beitrag zu befragen.

Ehepaare, die lange Zeit privat versichert waren und in den Standardtarif hinüber wechseln wollen, bezahlen gemeinsam maximal 150 Prozent des Höchstbetrages der GKV. Das Gesamteinkommen muss aber unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegen. Für viele ältere Ehepaare kann dies eine einigermaßen günstige Möglichkeit der privaten Krankenversicherung darstellen.

Der Standardtarif der PKV ist an den Leistungskatalog der GKV angelehnt und daher bei allen Anbietern praktisch gleich. In einigen wenigen Punkten bietet der Standardtarif geringere Leistungen an als eine GKV oder der Basistarif der PKV. Die Erstattung von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln umfasst 80 Prozent. Ist der Selbstbehalt voll ausgeschöpft, werden 100 Prozent der Kosten erstattet. Pro Jahr werden im Standardtarif 25 Sitzungen bei einer ambulanten Psychotherapie übernommen. Nicht übernahmefähig sind in diesem Tarif Kuren und Rehabilitationsmaßnahmen sowie Haushaltshilfen und Soziotherapien. Während der PKV Basistarif durch Zusatzmodule erweitert werden kann, geht so etwas beim Standardtarif nicht. Dennoch können Sie jederzeit eine Krankentagegeldversicherung sowie eine Auslandskrankenversicherung zusätzlich abschließen.

Falls Sie die Möglichkeit haben, in den Standardtarif zu wechseln und sich fragen, ob der PKV Basistarif vielleicht nicht doch besser für Sie geeignet ist, lässt sich auf jeden Fall feststellen, dass der Standardtarif meistens kostengünstiger ausfällt. Der Standardtarif ist sogar mit der freien Arztwahl verbunden, doch in der Praxis nützt Ihnen das nicht so viel, weil in diesem Tarif den Honoraren enge Grenzen gesetzt werden. Die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) darf nämlich höchstens 1,8-fach überschritten werden und zahnärztliche Behandlungen sind auf den doppelten Satz der GOZ gedeckelt. Unser Rat heißt daher: Informieren Sie Ihre Ärzte vor den Behandlungen über Ihren PKV Standardtarif, denn sie wissen damit umzugehen.

Das sollten Sie sich merken!Zwar gilt der Standardtarif der privaten Krankenversicherung als „Sozialtarif“, dennoch können sich viele Rentner den Standardtarif kaum leisten. Bei einer kleinen gesetzlichen Rente können Sie aber bei Ihrer Rentenversicherung dafür einen Zuschuss beantragen. In manchen Fällen ist die private Krankenversicherung so teuer, dass der Versicherte hilfebedürftig wird und der Gang zum Sozialamt unvermeidlich ist. Als letztes Mittel wurde von den privaten Krankenversicherungen ein „Notfalltarif“ geschaffen, mit dessen Hilfe temporäre finanzielle Engpässe überwunden werden können. Sprechen Sie Ihren Versicherer gegebenenfalls darauf an.

Unser Fazit

Die privaten Krankenversicherungen unterscheiden sich in ihren Leistungen nicht nur sehr deutlich von der GKV, sondern auch untereinander. Wer sich privat versichern möchte, sucht logischerweise nach der besten privaten Krankenversicherung. Das kann aber nur mit einem Vergleich der privaten Krankenversicherungen gelingen, wozu der private Krankenversicherung Rechner verwendet werden kann. Die beliebig häufige Nutzung des PKV Rechners ist kostenlos und unverbindlich. Im Zuge des privaten Krankenversicherung Vergleichs werden Ihre individuellen Bedürfnisse so berücksichtigt, dass Sie Ihre optimale PKV auf jeden Fall finden werden. Falls Sie aber keine Krankenversicherung privat abschließen dürfen, können Sie deren bessere Leistungen über eine private Krankenzusatzversicherung für sich realisieren.