Aktuelle Strompreise berechnen

Personen im Haushalt:
Verbrauch:
Postleitzahl:
  • Über 13.000 Stromtarife
  • TÜV geprüfter Vergleich
  • Sofortbonus sichern
  • Sichere Anbieter

Strompreise 07/2019 – Aktuelle Strompreise auf DERWESTEN.de berechnen und bis zu 720 € sparen

Mit dem Strompreis zahlen Sie nicht nur den Einkaufs- oder Herstellungspreis für Strom und eine bestimmte Gewinnmarge für Ihren Stromanbieter, sondern eine ganze Reihe von Umlagen, die die Umsetzung der Energiewende unterstützen. Natürlich sind auch Steuern abzuführen und die Netzbetreiber zu vergüten, was den Verbrauchspreis für Sie zusätzlich in die Höhe treibt. Daran können Sie nichts ändern. Sie können aber die preiswertesten Anbieter im Strompreisrechner auswählen und mit Ihrem Wechsel ein Zeichen setzen – hier die wichtigsten Fakten im Überblick.

Steigende Strompreise – trotz fallender Einkaufspreise an der Börse

Schauen Sie sich die einschlägigen Statistiken an, werden Sie eines schnell feststellen: Der Strompreis hat sich seit Anfang des neuen Jahrtausends mehr als verdoppelt. Die kleinen Differenzen in den offiziellen Ergebnissen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und der Bundesnetzagentur bleiben bei diesem Ergebnis marginal. Diese Abweichungen sind lediglich den unterschiedlichen Berechnungsgrundlagen geschuldet. Während die Bundesnetzagentur beim Jahresverbrauch eine Spanne von 2.500 bis 5.000 kWh voraussetzt, bezieht sich der BDEW auf 3.500 kWh pro Jahr. Da die Stromanbieter ihre Tarife in Abhängigkeit vom Verbrauch kalkulieren, müssen die Resultate zwangsläufig voneinander abweichen. Der Trend bei den Strompreisen ist jedoch eindeutig steigend – und das, obwohl der Einkaufspreis für Strom von 2011 bis 2016 um rund 3 Cent je kWh gefallen ist.

Es sind also die anderen Preisbestandteile, die hier stärker ins Gewicht fallen. Insgesamt lassen sich drei verschiedene Blöcke unterscheiden:

  • 53,5% – die vorgeschriebenen Abgaben, Steuern und Umlagen, die an die Staatskasse abgeführt werden
  • 24,1% – die Aufwendungen für die Messung und den Transport des Stroms, die die Messstellen- und Netzbetreiber erhalten
  • 22,4% – die Kosten für die Beschaffung und Stromlieferung, die der Stromanbieter selbst einnimmt

(Quelle: Bundesnetzagentur – Monitoringbericht 2018)

Auf die Stromversorger entfallen nur rund 22,4 Prozent der Strompreise – auch wenn er den kompletten Preis kassiert, muss er den Rest an die verschiedenen Instanzen durchleiten.

Während die Kosten für den Stromtransport in Abhängigkeit vom Betreiber und die Beschaffungskosten für Strom von der Situation an der Strombörse variieren, legt der Staat den größten Teil der Strompreise fest – nämlich die Abgaben, Steuern und Umlagen. Dieser Punkt wird von verschiedenen Seiten angegriffen, Wirtschaft und Wissenschaft rufen dazu auf, die staatlichen Abgaben zu reformieren. Insbesondere die Stromsteuer steht dabei im Fokus, aber eben auch die teilweise erheblichen Erleichterungen, die der Industrie in Bezug auf die EEG-Umlage eingeräumt wurden und aus Steuermitteln finanziert werden. Das Einsparpotenzial für Sie als Verbraucher könnte immerhin mehr als 4 Cent je kWh betragen.

Warten Sie nicht darauf, dass der Gesetzgeber aktiv wird, ergreifen Sie selbst die Initiative: Sondieren Sie mit dem Stromtarifrechner die aktuellen Strompreise am Markt, wählen Sie einen günstigeren Stromanbieter aus und leiten Sie direkt den Wechsel ein. Die Unterschiede sind erheblich – Sie können immer wieder eine interessante Einsparung erzielen.

Bestandteile der Strompreise im Detail

Die Beschaffungskosten – 22,4%

StrompreiseDie Marktentwicklungen wirken sich nur innerhalb einer engen Grenze auf die aktuellen Strompreise aus, die Sie als Verbraucher zu bezahlen haben: So meldete die Bundesnetzagentur für den April 2018 beispielsweise für den Einkauf und die Lieferung einen Strompreis je kWh von 6,7 Cent (netto) – inklusive Gewinnmarge für die Stromanbieter. Angesichts des für diesen Zeitraum ermittelten Verkaufspreis von mehr als 29 Cent je kWh wird klar, dass die üblichen Marktschwankungen nur eine untergeordnete Rolle in der Preisbildung spielen können. Grundsätzlich müssen Sie aber davon ausgehen, dass dieser Einkaufspreis künftig steigen wird. Bereits seit 2016 ist ein solcher Trend erkennbar und er dürfte sich fortsetzen.

Und doch haben Sie als Verbraucher Einfluss auf die Strompreise, Sie können sich nämlich einen Versorger aussuchen, der günstige Stromtarife außerhalb der Grundversorgung anbietet. Wie der Monitoringbericht der Bundesnetzagentur belegt, bewegten sich die reinen Strompreise bei den Grundversorgern im Jahr 2018 in einer Spanne von 7,94 bis 12,14 Cent je kWh. Ein wichtiger Faktor ist dabei der Jahresverbrauch, je höher dieser ausfällt, desto preiswerter wird der Strompreis je Einheit. Im Vergleich dazu berechnen die Stromanbieter außerhalb der Grundversorgung deutlich weniger, diese Strompreise bewegten sich im Jahr 2018 in einem Bereich von 4,87 bis 6,73 Cent je kWh. Allein dieser Unterschied sollte deutlich machen, wie wichtig ein fundierter Stromtarifvergleich ist, der Ihnen auch die direkte Wechselmöglichkeit eröffnet.

Die staatlichen Abgaben, Steuern und Umlagen

UnterschiedeEin erheblicher Teil der Strompreise wird in Form von Abgaben, Steuern und Umlagen an verschiedene Instanzen abgeführt. Insbesondere dieser Preisbestandteil ist seit dem Beginn des neuen Jahrtausends deutlich gestiegen, was nicht zuletzt der Energiewende geschuldet ist: Ein Großteil dieser Umlagen und Abgaben dient zur Finanzierung des Ausbaus der erneuerbaren Energien. Hier die einzelnen Posten:

EEG-Umlage

Sie ist regelmäßig Anlass für kontroverse Diskussionen – die im Jahr 2000 eingeführte EEG- oder Ökostrom-Umlage, aus der die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegten Förderungen finanziert werden. So erhalten Betreiber von Anlagen zur alternativen Stromerzeugung beispielsweise eine Vergütung für den Strom, den sie ins Stromnetz einspeisen – und das für 20 Jahre garantiert. Auch wenn die Höhe der Vergütungssätze sukzessive reduziert wurde und wird, ist doch auch die Anzahl der relevanten Anlagen und damit die zu vergütende Strommenge gestiegen. Gleichzeitig sind die an der Strombörse aufgerufenen Preise gefallen – nicht zuletzt durch den Sonnen- und Windstrom. Je weniger jedoch an der Börse für den Strom erlöst werden kann, desto mehr muss aus der EEG-Umlage zugeschossen werden, um die Vergütungssätze bezahlen zu können.

Die Höhe der Umlage wird von den Netzbetreibern jährlich auf der Grundlage der aktuellen Zahlen neu festgelegt. Von 2000 bis 2017 mussten Sie als Verbraucher eine stetig steigende EEG-Umlage bezahlen, seit 2018 ist sie auf die aktuellen 6,405 Cent je kWh etwas gefallen. In erster Linie ist das den an der Börse wieder etwas gestiegenen Strompreisen geschuldet, Sie müssen also weniger zuschießen. Umstritten ist hingegen die Privilegierung von über 2.000 Unternehmen (Stand 2019), die die EEG-Umlage nur zu einem Teil bezahlen müssen. Gegen einseitige Belastung der Privatkunden und Bevorteilung der Industrie laufen bereits Klagen, allerdings ist hier keine Entscheidung in Sicht. Grundsätzlich ist ohnehin geplant, die EEG-Umlage weiter zu reduzieren, da die ältesten Ökostrom-Anlagen im Jahr 2021 aus der Förderung fallen. Da diese noch zu exorbitant hohen Sätzen eingeräumt worden war, dürfte die finanzielle Belastung zurückgehen.

KWKG-Umlage

Befasst sich die EEG-Umlage mit dem nach EEG geförderten grünen Strom, dient die KWKG-Umlage der Förderung von Anlagen nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG). Gegenstand dieser Förderung sind Anlagen, die Strom und Wärme gleichzeitig produzieren, wie beispielsweise Blockheizkraftwerke. Für die mit derartigen Anlagen produzierte und ins Stromnetz eingespeiste Strommenge erhalten die Betreiber einen Zuschlag – der wiederum über diese Umlage finanziert wird. Im Jahr 2019 bezahlen Sie dafür mit Ihrem Strompreis 0,28 Cent je kWh.

Steuern

Allein die Mehrwertsteuer macht im Durchschnitt circa 5 Cent je kWh aus, die konkrete Höhe variiert aber mit dem Netto-Preis für Strom, die Stromsteuer zusätzliche 2,05 Cent für die kWh. Mit der im Jahr 1999 eingeführten Stromsteuer sollten einerseits die Sozialabgaben gesenkt werden. Allein 2018 erhielten die Leistungsträger, allen voran die Rentenkasse, aus diesem Topf 7 Milliarden Euro. Die damit verbundene Verteuerung von Strom war ebenfalls gewollt, um zu einem sparsameren Umgang zu animieren.

Konzessionsabgabe

Bitte beachten!Diese Abgabe geht an die jeweilige Stadt oder Gemeinde, die ihre Wege für Stromleitungen zur Verfügung stellen und dafür eine Vergütung erhalten. Auf deren Höhe einigen sich die Netzbetreiber mit den Kommunen, allerdings gibt es einen gesetzlich festgelegten Rahmen. Dieser berücksichtigt wiederum, ob Sie als Privatkunde die Grundversorgung in Anspruch nehmen oder bereits zu einem alternativen Anbieter gewechselt sind: Auch in diesem Punkt ist die Grundversorgung teurer. Die Höhe der Abgabe richtet sich aber auch nach der Einwohnerzahl der Gemeinde und dem jeweiligen Jahresverbrauch. Erfahrungsgemäß reizen die Kommunen die Abgabe bis zur gesetzlich verankerten Obergrenze aus. Damit fallen für das Wegenutzungsrecht zwischen 1,32 und 2,39 Cent je kWh an. Bei jährlichen Verbräuchen von mehr als 30.000 kWh reduziert sich Konzessionsabgabe beispielsweise auf 0,11 Cent je kWh.

Weitere Umlagen

Dann schlagen noch drei weitere Umlagen zu Buche, die insgesamt rund 1,4% des Strompreises oder 1 Cent je kWh ausmachen und an die jeweiligen Netzbetreiber durchgeleitet werden. Da ist zum einen die Offshore-Netzumlage, aus der die Entschädigungen an Windpark-Betreiber beglichen werden. Diese können sich nämlich dann schadlos halten, wenn die Offshore-Anlagen noch nicht an das Stromnetz angeschlossen sind. Der erzeugte Strom kann deswegen nicht eingespeist und entsprechend EEG-Gesetz vergütet werden – die Betreiber realisieren einen Verlust, für den Sie aufkommen: mit rund 0,416 Cent je kWh im Jahr 2019. Zum anderen entfallen 0,005 Cent je kWh (Stand 2018) auf die Umlage für abschaltbare Lasten, mit der die Industrie eine Vergütung dafür erhält, dass sie im Ernstfall die Stromversorgungsunterbrechung für Maschinen akzeptiert. Das kann beispielsweise dann passieren, wenn Netzbetreiber bei extrem hoher Nachfrage die Balance im Stromnetz wiederherstellen müssen.

Die dritte Umlage, nämlich die §-19-Strom-NEV-Umlage, wird in erster Linie von Unternehmen genutzt, die vor allem in nachfrageschwachen Zeiten Strom verbrauchen oder einen gleichbleibend hohen Verbrauch realisieren. Sie belasten somit das Netz insgesamt relativ wenig und werden dafür von den Netzbetreibern belohnt. Sie als Verbraucher übernehmen die damit verbundenen Kosten, indem Sie mit Ihrem Strompreis im Jahr 2019 rund 0,305 Cent je kWh für diese Umlage bezahlen.

Die Transport- und Messkosten

StrompreisrechnerFür die Strommessung und den Transport kommen Sie mit knapp einem Viertel des Strompreises auf. Dieses Entgelt geht einerseits an die Messstellenbetreiber, die für Einbau, Betrieb und Ablesung der Stromzähler verantwortlich zeichnen. Übernimmt kein spezialisiertes Unternehmen diese Arbeiten, erledigt dies der Netzbetreiber. Die Zähler an sich kosten bislang nur relativ wenig, jährlich fallen dafür von 8 bis 19 Euro an. Allerdings werden die Messgeräte bis 2032 ausgetauscht, es können hier also deutlich höhere Kosten auf Sie zukommen. Auf das Netzentgelt haben Sie ebenfalls keinen Einfluss, das liegt im Ermessen des jeweiligen Netzbetreibers, der an Ihrem Wohnort zuständig ist.

Dementsprechend variieren die Gebühren in Abhängigkeit von der Region: In Brandenburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern müssen Sie deutlich mehr als zum Beispiel in Rheinland-Pfalz oder in einigen Teilen Nordrhein-Westfalens. Die Netzbetreiber sind jedoch nicht vollkommen frei in der Preisgestaltung, sie unterliegen der Kontrolle, Prüfung und Genehmigung der Bundesnetzagentur. Unter dem Strich reduzieren sich die Netzentgelte demnach in dem Maße, je dichter ein Gebiet bewohnt ist. Die Strompreise für Großstädter fallen also günstiger aus als die für Verbraucher, die auf dem Lande wohnen.

Diese Unterschiede lassen sich auch durch die Kontrolle der Bundesnetzagentur nicht ausgleichen, allerdings wirkte sie sich in den letzten Jahren kostensenkend aus. Aktuelle Strompreise weisen jedoch in vielen Regionen wieder steigende Netzentgelte aus, da in die Stromnetze investiert werden muss. Das liegt einerseits an der Energiewende, andererseits muss das Netz insgesamt natürlich gewartet und instandgehalten werden. Sollten sich die E-Fahrzeuge und E-Heizungen weiter etablieren, dann dürften angesichts der steigenden Nachfrage auch zusätzliche Investitionen anfallen. Rechnen Sie also mit höheren Netzentgelten für die Zukunft.

Deutsche Strompreise: Zweiter Platz in Europa

Strompreis kwhDeutschland ist ja in vielen Bereichen im internationalen Maßstab Spitzenreiter – so auch beim Strompreis: Die hohen Steuern, Umlagen und Abgaben befördern die Strompreise im europäischen Maßstab auf den zweiten Platz – nur in Dänemark zahlen Haushalte mit einem Jahresverbrauch von 1.000 bis 5.000 kWh mehr (2018). Verbrauchen Sie eine noch größere Strommenge, führen Sie die EU-Liste sogar an. Im Durchschnitt bewegt sich der Strompreis der EU-Mitgliedsländer je kWh rund 9 bis 10 Cent unterhalb des deutschen Niveaus. Werden die Abgaben, Steuern und Umlagen herausgerechnet, stellt sich die Situation ganz anders dar: Die deutschen Strompreise fallen dann auf Platz 6 oder 4 der höchsten Preise in der EU – je nach Jahresverbrauch. Einen wichtigen Beitrag dazu leisten mit Sicherheit die teuren Netzentgelte in Deutschland.

Die deutschen Strompreise sind aber auch im Verhältnis zu anderen Energiequellen sehr hoch: Sie bezahlen für Strom aktuell rund viermal so viel wie für eine kWh Gas – hier fallen auch nur 0,7 Cent je kWh an Stromsteuer und Umlagen an. Auf Heizöl zahlen Sie eine Netto-Energiesteuer von 6,14 Cent je Liter, die Mehrwertsteuer kommt noch dazu – sie verstärkt die Preisunterschiede noch. Genau dieser Punkt steht in der Kritik der relevanten Umweltverbände, des Verbraucherschutzes sowie der Energiewirtschaft, die ohnehin eine Reform der staatlichen Abgaben auf Strom fordert. Ein weiteres Thema: eine CO2-Abgabe auf Erdgas Diesel, Heizöl und Benzin, um die Energiewende in allen Bereichen voranzutreiben. Hier sind die Entscheidungen der Politik abzuwarten, denen mit Sicherheit eine kontroverse Diskussion vorausgehen wird.

Fazit: Strompreise als Summe vieler Preisbestandteile

Tipps und HinweiseAls Verbraucher haben Sie nicht nur die Kosten für die Strombeschaffung, den -transport und die Gewinnmarge der Stromanbieter zu schultern, sondern auch eine ganze Reihe von Abgaben, Steuern und Umlagen. Unter dem Strich finanzieren Sie einen Großteil der Aufwendungen zur Umsetzung der Energiewende – von den staatlich garantierten Einspeisevergütungen bis hin zur Entschädigungszahlung an Windpark-Betreiber, sollte der erzeugte Strom nicht ins deutsche Stromnetz eingespeist werden können. Mit dieser Preispolitik nehmen die deutschen Strompreise im privaten Bereich den zweiten Platz im EU-Vergleich ein – was Ihnen jedoch keinen Vorteil bringt.

Den können Sie nur generieren, wenn Sie den Stromtarifvergleich intelligent einsetzen, um Ihre Stromkosten überlegt zu reduzieren. Vor allem als Kunde in der Grundversorgung eröffnet sich Ihnen ein enormes Einsparpotenzial. Der Aufwand ist überschaubar: Einfach Postleitzahl und Jahresverbrauch eingeben, Übersicht zu den aktuellen Strompreisen erhalten und einen passenden Stromanbieter auswählen. Der Stromanbieterwechsel wird professionell unterstützt, Ihr neuer Versorger übernimmt die Formalitäten für Sie. Machen Sie das Beste aus der Situation – nutzen Sie die lukrativen Prämien gezielt für sich aus.