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Gaspreise 07/2019 – Jetzt Gaspreise auf DERWESTEN.de vergleichen und bis zu 750 € sparen

Erdgas ist in Deutschland eine der am häufigsten verwendeten Heizquellen: Rund die Hälfte der Haushalte nutzen Gasheizungen. Die Entwicklung der Gaspreise ist umso wichtiger, wirkt sie sich doch direkt auf die privaten Budgets aus. Vor allem jetzt, da sich nach einer langen stabilen Phase eine Trendwende in der Entwicklung des Gas Preises abzeichnet, sollten Sie sich zu den potenziellen Alternativen erkundigen: Eine ganze Reihe der deutschen Gasanbieter hat bereits eine Preissteigerung angekündigt, weitere werden folgen – höchste Zeit, aktiv zu werden.

Erdgas als effizienter, sparsamer und komfortabler Energielieferant

Diese Verbreitung von Gasheizungen kommt nicht von ungefähr, die relativ saubere Verbrennung sorgt insbesondere bei den neueren Heizungsanlagen für eine hohe Effizienz und den sparsamen Verbrauch. Nicht zuletzt der in den letzten Jahren immer wieder gesunkene Gaspreis liefert einen weiteren triftigen Grund. Allerdings könnte sich dies jetzt ändern, denn der Preis für Gas steigt. Ein Blick auf die Zusammensetzung des Erdgases, das Ihnen geliefert wird, zeigt die hohe Abhängigkeit von Importen:

HerkunftAnteil
Russland51,5 Prozent
Norwegen27,1 Prozent
Niederlande21,3 Prozent
Sonstiges Europa0,4 Prozent

Quelle: Statista – Stand 2017

Es zeichnet sich ab, was Experten bereits im letzten Jahr vermutet hatten: Fossile Brennstoffe werden sich sukzessive verteuern. Die lange Periode der stabilen oder sogar sinkenden Gaspreise dürfte vorbei sein. Im Jahr 2013 mussten Sie beispielsweise im Schnitt nur 6,8 Cent je kWh für Erdgas bezahlen, 2018 waren es noch 5,69 Cent je kWh. Seit einigen Monaten ziehen die Preise für Gas an, das dürfte erst den Beginn einer neuen Entwicklung markieren. Grund genug, sich über die Zusammensetzung des Gaspreises, den Sie zu bezahlen haben, Gedanken zu machen.

Erdgas – was ist das eigentlich?

GaspreiseDie Definition ist klar: Erdgas ist ein natürlich entstandenes, natürliches Gasgemisch, das in der Regel gemeinsam mit Erdöl in unterirdischen Lagerstätten vorkommen – die Entstehung ähnelt sich. Einen Hauptbestandteil ist das hochentzündliche Methan, allerdings variiert die konkrete Erdgas-Zusammensetzung in Abhängigkeit von der jeweiligen Lagerstätte. Deswegen kann eine Aufbereitung durchaus möglich sein, wenn sich beispielsweise korrosive, giftige oder auch nicht brennbare Stoffe im Gas befinden und abgesondert werden müssen. Ist von Erdgas die Rede, ist in der Regel methanreiches Gas gemeint, das Endverbraucher nutzen können.

Wie lange dient Erdgas schon als Energielieferant?

  • vor 2.000 Jahren – verschiedene Quellen besagen, dass Erdgas in China gezielt eingesetzt wurde, nämlich zur Gewinnung von Salz.
  • 1626 – Berichte französischer Missionare in Nordamerika beziehen sich auf flache Gewässer, in denen Quellen brennen
  • 1825 – in Fredonia im Bundesstaat New York startet die signifikante industrielle Nutzung des Gases, als William H. Hart Erdgas gezielt mit Hilfe eines Schachtes gewinnt und damit sein Wohnhaus, eine Mühle und später einen Leuchtturm am Eriesee beleuchtet
  • 1858 – Hart gründet die Fredonia Gas Light Company als erste Gasgesellschaft
  • 1884 – Erdgas findet in Pittsburgh Einsatz in der Stahl- und Glasindustrie, dazu wurde erstmals eine Pipeline von Murrysville verlegt

Erdgas – vom Nebenprodukt zum wertvollen Rohstoff

Bevor Erdgas überhaupt als Energierohstoff zum Einsatz kam, in den USA geschah das in den 1920er Jahren in Europa erst in den 1960er Jahren, wurde es bei der Förderung von Erdöl bevorzugt abgebrannt. Das geschieht auch heute noch in einigen Ländern dieser Welt, wenn beispielsweise der Erdgas-Transport so teuer wäre, dass sich die Verwertung nicht rechnen würde. Vor allem in den USA entstanden in den vergangenen Jahren kombinierte Gas- und Dampf-Kraftwerke, die die Stromerzeugung aus Erdgas ausgesprochen effizient machen. Der Wirkungsgrad konnte auf bis zu 60 Prozent gesteigert werden, darüber hinaus liefern diese Kraftwerke ausreichend Abwärme, um Wohnhäuser zu beheizen.

Gaspreis: Das alles bezahlen Sie mit

Schon gewusst?Im Jahr 2018 bezahlten private Haushalte durchschnittliche 5,69 Cent je kWh für Erdgas, dieser Gaspreis setzt grob sich wie folgt zusammen: https://www.effizienzhaus-online.de/gaspreis-entwicklung

So entfielen rund 47 Prozent und damit 2,67 Cent je kWh auf den Einkauf, den Gewinn und die Vertriebskosten. Mit 1,53 Cent je kWh und 27 Prozent nehmen die Entgelte für die Nutzung des Gasnetzes, die Messung und Abrechnung einen weiteren großen Block ein. Die restlichen 26 Prozent, also 1,49 Cent je kWh entfallen allein auf Steuern, Abgaben und Umlagen.

Sie bestreiten also folgende Kosten, die die Gaslieferanten größtenteils an Sie weitergeben:

  • Einkaufspreis inklusive Handelsspanne
  • Gewinn des Gaslieferanten
  • Kosten für den Vertrieb
  • Abgaben an die Betreiber des Gasnetzes
  • Erdgas- sowie Umsatz- bzw. Mehrwertsteuer
  • Förder- und Konzessionsabgabe
Darüber hinaus schöpfen die Gaslieferanten durchaus einen komfortablen Spielraum bei ihrer Preisgestaltung aus. Dabei spielt durchaus der eigene Kostenapparat eine wichtige Rolle: Können zum Beispiel Discount-Anbieter, die ihren Vertrieb ausschließlich über das Internet organisieren, von ihrer schlanken Kostenstruktur profitieren, haben die konventionellen Anbieter einen größeren Verwaltungs- und Vertriebskostenanteil zu finanzieren – und Sie bezahlen dafür.

Steuern

Bereits gewusst?Mit rund 26 Prozent machen die Steuern mehr als ein Viertel Ihres Gaspreises aus. Abgeführt wird nicht nur die Umsatz- bzw. Mehrwertsteuer, sondern auch die Gassteuer, die Anfang der 2000er Jahre im Rahmen der Ökologischen Steuerreform erhöht worden war. Mit diesen Mitteln sollen nicht nur die klimapolitischen Ziele der Bundesregierung umgesetzt werden, sondern es soll gleichzeitig zu einem bewussten Umgang mit Energie animiert werden: Je höher die Belastung, desto sparsamer die Verbrauer – so der Ansatz. Die Energiesteuer gehört zu den klassischen Verbrauchssteuern, die ganz auf Ihre Schultern geladen werden. Um sich den Verwaltungsaufwand zu sparen, wird diese Steuer jedoch beim Gaslieferanten erhoben und direkt an den Bundeshaushalt abgeführt.

Selbstverständlich unterliegen auch die Gaslieferungen sowie die damit verbundenen Dienstleistungen der Umsatzsteuerpflicht – und auch die muss von Ihnen getragen werden, obwohl Sie beim Versorger erhoben und abgeführt wird. Hier gilt der übliche Steuersatz von 19 Prozent, Bemessungsgrundlage ist der komplette Gaspreis, also inklusive aller Entgelte, Abgaben, Umlagen und Steuern.

Entgelt für die Nutzung des Gasnetzes

Das sogenannte Netzentgelt wird von den Betreibern der Gasnetze für die Nutzung, aber auch Messung und Abrechnung erhoben. Die Höhe ist je nach Region unterschiedlich, hängt aber insgesamt vom Absatzvolumen ab. Im Jahr 2018 wurden für diese Positionen rund 1,53 Cent je kWh berechnet, was ganzen 27 Prozent des Gaspreises entspricht.

Weitere Preisbestandteile

Das sollten Sie sich merken!Vom Gaspreis werden weitere Teile in verschiedene Töpfe abgeführt. Dazu zählt beispielsweise eine Umlage zur Förderung des Netzanschlusses von Anlagen, die Biogas produzieren. Diese wird seit dem Jahr 2014 erhoben – und zwar in einer einheitlichen Höhe, obwohl die Anzahl der Biogasanlagen je Region schwankt. Auf diese Weise sollen Verbraucher bundesweit und unabhängig von der regionalen Dichte dieser Anlagen gleichbehandelt werden. Die Biogas-Umlage wird jährlich auf der Grundlage einer Bewertung festgelegt.

Weitere Preisbestandteile werden nutz Finanzierung der Mess- und Steuereinrichtungen wie Gaszähler genutzt, aber auch den Kommunen als Konzessionsabgabe für die Nutzung von Wegen zur Verfügung gestellt. Diese Abgabe entrichten zunächst die Netzbetreiber, die die Kosten jedoch auf Ihre Gasrechnung aufschlagen dürfen. Als Grundlage dient der zwischen Netzbetreiber und Kommune geschlossene Wegenutzungsvertrag, wobei die Konzessionsabgabenverordnung (KAV) durchaus Höchstgrenzen für die Abgabe vorsieht. Diese richtet sich nach der Einwohnerzahl und der Verbrauchsart. Soll Gas beispielsweise nur zum Kochen und zur Warmwasseraufbereitung genutzt werden, wird eine andere Konzessionsabgabe berechnet, als wenn auch mit Erdgas geheizt wird.

Was wirkt sich noch auf den Gaspreis aus?

Natürlich spielen in erster Linie privatwirtschaftliche Abwägungen bei der Preisgestaltung der Gaslieferanten eine wesentliche Rolle, schließlich wollen sie unter dem Strich Geld verdienen. Trotzdem scheint das Thema Ölpreisbindung angesichts der Entwicklung der Preise für Gas noch nicht komplett vom Tisch zu sein, auch wenn dies nicht mehr zulässig ist.

Ölpreisbindung – eine Zusammenfassung

Gas PreisBis vor einigen Jahren ließ sich ein enger Zusammenhang zwischen Öl- und Gaspreis feststellen: Der Gaspreis folgte dem Heizölpreis meist in einem Abstand von einem halben Jahr. Diese Preispolitik diente nicht zuletzt dazu, die Konkurrenz zu Öl als Energielieferant zu vermeiden und Erdgas auf dem Markt zu etablieren. Der Bundesgerichtshof (BGH) kippte diese Form der Preisgestaltung jedoch 2010, um die Verbraucher vor einer Benachteiligung zu schützen. Gleichzeitig sollten die umlagefähigen Preisbestandteile wie die Netznutzungsentgelte reduziert werden. Allerdings war nur die Ölpreisbindung am Ende der jeweiligen Lieferkette betroffen, da der BGH die einstige Preisanpassungsklausel, auf die sich Privatkunden vertraglich einlassen mussten, für ungültig erklärte. Nicht zur Debatte standen hingegen die ausgesprochen langfristigen Lieferverträge, die die Erdgasproduzenten mit den Importeuren teilweise schon in en 1960er Jahren abgeschlossen hatten. Von einer vollständigen Entkopplung des Gaspreises von den Erdölpreisen kann also auch in diesem Jahr nicht die Rede sein. Die Gaslieferanten dürfen dieses Kriterium jedoch nicht ausschließlich zur Preisgestaltung heranziehen, was durchaus auch eingehalten wird. Ansonsten wäre das Preisniveau für Gas nämlich deutlich höher – allerdings sollten Sie sich auf eine weitere Preissteigerung einrichten.

Gaspreise im Spiel des Marktes

Diese Preisanhebungen für Gas können der Anpassung staatlicher Ablagen geschuldet sein, aber eben auch einer Veränderung in den Rahmbedingungen: Lieferanten erhöhen ihre Gaspreise ebenso wie der Wettbewerb, was wiederum einen Sog auf die Anbieter ausübt. Nicht zuletzt die extreme Exportabhängigkeit von Deutschland kann sich hier nachteilig auswirken. Darüber hinaus spielt naturgemäß auch die Art des Gases eine Rolle: Entscheiden Sie sich beispielsweise für Biogas, müssen Sie im Vergleich zu herkömmlichem Erdgas mit höheren Preisen rechnen – leisten aber gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und damit für die Umwelt. Das Gute: Sie haben die Wahl, können einen günstigeren Anbieter auswählen und ganz ohne Probleme wechseln.

Die Aussichten: Wie wird sich der Gaspreis weiterhin entwickeln?

Tipps und HinweiseDie Trendwende im Gaspreis ist da: Viele der Gasversorgungsunternehmen haben bereits erhebliche Preissteigerungen angekündigt, Sie müssen mit einem Aufschlag von durchschnittlich 8 Prozent rechnen. Bei einem jährlichen Verbrauch von 20.000 kWh macht das immerhin einen Mehrpreis von rund 90 Euro aus. Auch wenn die Ölpreisbindung vom Tisch ist, dürften die aktuellen Entwicklungen durchaus in diesen Kontext einzuordnen sein. Eine Verknappung des Angebotes kommt als Preistreiber nämlich kaum in Frage, die ohnehin stabilen Fördermengen werden zunehmend durch die enormen Schiefergasvorkommen, die mittels Fracking erschlossen werden, ergänzt. So werden die konventionellen Erdgasförderer nämlich zusätzlich unter Druck gesetzt. Die vorhandenen Reserven sind demnach so enorm, dass sie bei einem Verbrauch auf heutigem Niveau länger als 250 Jahre ausreichen würden. Allerdings sind die geopolitischen Konflikte ebenso wenig außer Acht zu lassen wie die Wirtschaftsentwicklung. Weitere Preistreiber könnten klimapolitische Maßnahmen sein, die die Verbrennung fossiler Rohstoffe in Zukunft eindämmen sollen.

Fazit: Preis für Gas steigt – clever vergleichen und trotzdem sparen

Gegen die großen Einflüsse und das Wechselspiel von Angebot und Nachfrage, die für die Entwicklung der Gaspreise verantwortlich zeichnen, können Sie als Verbraucher nicht ausrichten. Es lässt sich derzeit nicht einmal ein klarer Trend ausmachen – und doch müssen Sie mit steigenden Preisen für den Energierohstoff rechnen. Aber Sie können darauf reagieren: Erhalten Sie die Benachrichtigung Ihres Gasversorgers, nutzen Sie die Gelegenheit für einen Gaspreisvergleich. Sie geben einfach die relevanten Daten ein und erhalten einen guten Überblick zur aktuellen Marktsituation an Ihrem Ort. Nutzen Sie die wichtigen Details, die Sie dem Vergleichsergebnis entnehmen können, um eine sinnvolle Alternative für Ihre Gasversorgung auszuwählen. Der Wechsel ist unkompliziert möglich, sowohl nach einer Preiserhöhung als auch zum Vertragsablauf oder bei einem Umzug können Sie aktiv werden – Sie haben es selbst in der Hand.