Hardwell will auf Schalke deutschen Stadion-Rekord brechen

DJ Hardwell will die Schalke-Arena mit seinem EDM-Sound zum Beben bringen.
DJ Hardwell will die Schalke-Arena mit seinem EDM-Sound zum Beben bringen.
Foto: Imago
Der Niederländer Hardwell wurde bereits zweimal zum beliebtesten DJ der Welt gekürt. Jetzt will er mit einem Solo-Auftritt die Schalke-Arena füllen.

Gelsenkirchen. Noch nie hat in Deutschland ein DJ mit seiner Show ein großes Fußballstadion komplett gefüllt. Mit diesem Ziel tritt am 7. November der Niederländer Hardwell in der Schalke-Arena an, Laut einem internationalen Leser-Voting des DJ Mag ist der 27-jährige Elektro-Produzent seit zwei Jahren die Nummer 1 der DJ-Elite.

Veranstalter ist Big City Beats, die den Niederländer im Rahmen der Event-Reihe "World Club Dome" eingeladen haben. Dabei handelt es sich um die erste Winter-Ausgabe - bisher hatte der "World Club Dome" seinen Platz in der Arena der Frankfurter Eintracht als Event mit Dutzenden DJs.

Damit der deutsche Stadion-Rekord gelingt, müssen nach Angaben der Organisatoren 30.000 Fans zu "I AM HARDWELL - United We Are" nach Gelsenkirchen kommen - mehr Tickets gehen nach aktuellem Stand auch erstmal nicht in den Verkauf. "Momentan sieht die Planung den 1. Rang und das Spielfeld vor. Durch die Größe der Bühne und die Höhe der Bühnenkonstruktion fallen entsprechende Ränge und Teile des Infields ja weg", erklärt Sprecher OIiver Franke auf Anfrage der Redaktion. Daher liege die Kapazität aktuell zwischen 30.000 und 35.000 Besucher. Ob und wie eine Freigabe der Oberränge erfolgt, sei noch in Planung, heißt es weiter.

Ticketverkauf für Hardwell auf Schalke startet am 1. September

Der Ticketverkauf für die dreistündige Hardwell-Show startet am 1. September - eine Vorregistrierung ist auf der Internetseite des World Club Dome freigeschaltet. Eine Karte kostet 19 Euro (plus einen Euro für einen Hilfsorganisation von Hardwell in Indien). Bei Konzerten von David Guetta oder Avicii in Deutschland werden sonst mindestens 50 Euro fällig. Mit dem Eintrittspreis soll wohl auch der Weg geebnet werden, dass der Rekord tatsächlich gelingt. Während Hardwell in anderen Ländern auf seiner Solo-Tour mühelos die Arenen füllt, sind Auftritte in Deutschland bisher eine Rarität.

Seinen kometenhaften Aufstieg verdankt Hardwell alias Robbert van de Corput dem weltweiten Hype um die "Elektronische Dance Music" (EDM). Mit seinen Produktionen und energiegeladenen DJ-Sets gehört der in Breda aufgewachsene Niederländer zu den Vorreitern der Szene. Seine Musik beschreibt der Chef des Labels Revealed als "emotional, dynamisch und euphorisierend".

Hardwell träumte als Jugendlicher von der "Nummer 1"

Schon in seiner Jugend war ihm klar, dass Musik sein Leben ist. Bereits mit zwölf Jahren startete Hardwell mit Elektro-Produktionen und besserte sein Taschengeld als HipHop-DJ auf. Dazu nahm er Klavierunterricht und bildete sich musikalisch weiter. Dabei hatte Robbert van de Corput nur ein Ziel vor Augen: Eines Tages der beste DJ der Welt zu sein - was er noch als Nachwuchskünstler selbstbewusst in einer niederländischen Fernsehshow ankündigte. Sein Motto: "Wenn Du etwas träumen kannst, dann kannst Du es auch schaffen".

Seinen Durchbruch schaffte Hardwell mit der Hilfe seines Mentors Tiesto, der ebenfalls aus Breda stammt und seit mehr 15 Jahren zu den Top-DJs gehört. 2011 produzierten sie gemeinsam das Lied "Zero 76", welches zum weltweiten Club-Hit avancierte. Anschließend startete Hardwell auch als DJ durch und gehört auf den weltweit größten Festivals wie Tomorrowland, Ultra Music Festival, Coachella und Electronic Daisy Carnival zu den Headlinern.

Wenn Hardwell am 7. November in die Schalke-Arena kommt, ist es nicht unwahrscheinlich, dass er kurz zuvor zum dritten Mal in Folge die Krone als bester DJ der Welt erhalten hat. Die Preisverleihung findet am 16. und 17. Oktober während der "Amsterdam Music Week" statt.

Der Einlass zu der Hardwell-Show in Gelsenkirchen ist ab 16 Jahren erlaubt. Im Alter von 14 bis 16 Jahren ist der Zutritt ausschließlich in Begleitung eines Erziehungsberichtigten möglich - allerdings ohne die Möglichkeit der Übertragung auf eine andere erwachsene Person.

Das Hardwell-Liveset bei Tomorrowland 2015

 
 

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