Flüchtlinge in Südwestfalen - Herzlichkeit und Überforderung

Flüchtlinge warten in einer Schlange auf die nächsten Entscheidungen.
Flüchtlinge warten in einer Schlange auf die nächsten Entscheidungen.
Foto: dpa
Die Westfalenpost setzt ihre Serie „Fluchtpunkte“ fort. Vorurteile sollen dabei ausgeräumt werden und seriöse Fakten die Debatte weiter objektivieren.

Hagen. Millionen Menschen sind auf der Flucht. Sie suchen in Europa und vor allem in Deutschland eine Zukunft. Viele von ihnen kommen nach Südwestfalen. Bereits am 20. Juni hat die WESTFALENPOST als eine der ersten Zeitungen in Deutschland damit begonnen, das Thema Flüchtlingsintegration unter dem Titel „Fluchtpunkte“ zu einem Schwerpunkt ihrer redaktionellen Berichterstattung zu machen. Zitat: „Die Welt ist in Aufruhr. (…) Wir erleben eine Situation wie nach dem Zweiten Weltkrieg, als Zehntausende aus Ostpreußen und Schlesien hier eine neue Heimat fanden.“

Wir hätten nicht gedacht, dass heute – knapp zehn Wochen später - die Realität unsere Einschätzung sogar übertreffen könnte. Die Bundesregierung hat die Notbremse gezogen und Grenzkontrollen wieder eingeführt. Unser Land hat im Spannungsfeld von Willkommenskultur und Überforderung die Grenze der Belastbarkeit erreicht.

Westfalenpost will dem Thema ein Gesicht geben

Die Absicht der WP bei der umfangreichen Berichterstattung in der Zeitung und auf allen digitalen Kanälen war von Anfang an klar: Wir möchten dem Thema ein Gesicht geben und in bestem Sinne journalistisch aufklärerisch wirken. Wir zeigen Flüchtlingsschicksale und wir zeigen, wo die Helfer an ihre Grenzen stoßen. Wir sprechen mit den Vertretern der Wirtschaft, die auf der Suche nach Arbeitskräften sind. Wir geben auch denjenigen Raum, die in unmittelbarer Nähe von Flüchtlingsunterkünften leben und regelmäßig Hunderte neue Nachbarn haben, die ihre Sprache nicht sprechen und deren Kultur sie nicht kennen.

Flüchtlinge Genau mit diesem Ansatz, das Thema aus allen Blickwinkeln zu beleuchten, setzen wir nun „Fluchtpunkte“ mit der zweiten Staffel fort. Wir haben das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven besucht, um die Hintergründe von Migration zu erfahren. Wir stellen Fakten und Vorurteile zum Thema Flüchtlingsintegration gegenüber, schauen auf die enorme finanzielle Belastung vieler Kommunen und sprechen mit Migranten, die vor vielen Jahren nach Südwestfalen gekommen sind und gerne hier leben. Wir alle können von Ihnen lernen – Einheimische und Neuankömmlinge.

 
 

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