FDP-Spitze will CDU bei NRW-Wahl Stimmen abjagen 

Fünf Finger für fünf Prozent? FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner
Fünf Finger für fünf Prozent? FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner
Die schwache NRW-FDP könnte für die CDU zum Problem werden. Einem Medienbericht zufolge gibt es in der Parteispitze Pläne, gezielt Unions-Wähler abzuwerben. So will sich die FDP als "selbstbewusste bürgerliche Alternative" zeigen

Berlin/Düsseldorf. Nach dem Wahldebakel im Saarland plant die FDP-Führung eine Neupositionierung der Partei. Wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf ein internes Strategiepapier der Parteispitze berichtet, wollen sich die Liberalen bei den anstehenden Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und NRW klar von der CDU abgrenzen.

Zugleich sollen Wähler aus dem Unionslager abgeworben werden. "Die CDU kann mit ihren Spitzenkandidaten bei diesen beiden Wahlen nicht allein das Potenzial bürgerlicher Wähler ausschöpfen", zitiert die Zeitung aus dem Papier. Es gebe ausreichend Platz für "eine selbstbewusste bürgerliche Alternative".

Zugleich will die FDP-Spitze die Partei als "Garant ernsthafter Politik für Wohlstand und Zukunftssicherung durch Wachstum, gegen Verschuldung und Aushöhlung der Bürgerrechte" positionieren. (dapd)