Die Earth Hour will Klimaschutz in den Alltag holen

Licht an - Licht aus! Auch am Brandenburger Tor wird zur "Earth Hour" das Licht ausgeknipst.
Licht an - Licht aus! Auch am Brandenburger Tor wird zur "Earth Hour" das Licht ausgeknipst.
Foto: Imago
Wenn beim BVB und auf Schalke gleichzeitig das Licht ausgeht, dann muss es einen guten Grund dafür geben: die Earth Hour 2015 zum Beispiel.

Essen. Wenn beim BVB und auf Schalke gleichzeitig das Licht ausgeht, dann muss es einen guten Grund dafür geben. Auch die beiden Fußballtempel des Reviers bleiben am 28. März für die Earth Hour 60 Minuten lang dunkel. Die Ruhrgebietsvereine unterstützen damit wieder die größte symbolische Aktion auf der Welt, um ein Bewusstsein für die Folgen eines ungebremsten Energiekonsums zu schaffen und nicht nur Fußballfreunde für mehr als nur eine Stunde zu „Klima-Fans“ zu machen.

Klimametropole RUHR 2022

Der Regionalverband Ruhrgebiet (RVR) bündelt die Aktivitäten Earth Hour in der Region. Unter dem Projektnamen „klimametropole RUHR 2022“ werden alle Bürger, Städte, Unternehmen und Institutionen zum Mitmachen aufgerufen. Melden Sie sich auf der Seite www.ruhr2022.de an und stellen Sie in der Earth Hour eine Stunde lang die Beleuchtung aus! Das Motto lautet: „Licht aus, Kopf an!“

Zur Earth Hour kann jeder auf der Seite www.ruhr2022.de sein Engagement für den Klimaschutz zeigen und sich mit seinem Namen eintragen. Einmal registriert, erscheint der eigene Name in der Earth-Hour-Liste. Eine interaktive Karte zeigt, wie viele Bürger, Vereine und Unternehmen sich an der Earth Hour beteiligen.

„Die Earth Hour ist mehr als ein einmaliges ‚Licht aus’“, sagt der Projektleiter der Klimametropole, Jürgen Fischer. „Die Aktionsstunde ist ein globaler Aufruf, sich täglich um Klimaschutz zu bemühen und intelligent mit Energie umzugehen. ‚Licht aus, Kopf an!’ – mit unserem Motto der klimametropole RUHR 2022 rufen wir alle Menschen in der Metropole Ruhr auf, einen Schritt weiter zu denken und Klimaschutz in den Alltag einzubinden.“

Eine Welle der Dunkelheit

Dabei geht es natürlich nicht darum, durch das Abschalten von Lampen für eine Stunde den Energieverbrauch nachhaltig zu senken. Dafür ist der Anteil des Lichtstroms am gesamten Energiehunger der Welt viel zu gering. Die von der Datumsgrenze im Pazifik ausgehende Welle der Dunkelheit, jeweils um 20.30 Uhr Ortszeit, soll vielmehr vergegenwärtigen, wie sehr wie uns an die ständige Verfügbarkeit von Energie gewöhnt haben, Energie zumeist aus fossilen Quellen, die das Klima belastet. Erst wenn wieder in der Nacht verschwindet, was sonst hell erstrahlt, erkennt man vielleicht deutlicher: Energie hat mehr als einen Cent-Preis pro Kilowattstunde, sondern einen Preis für die Gefährdung des natürlichen Erbes unserer Erde, den wir alle bezahlen müssen.

KlimaschutzAußer dem Regionalverband Ruhr hat auch der World Wide Fund For Nature (WWF), weltweiter Organisator der Earth Hour, alles Wissenswerte zu der internationalen Klimaschutz-Aktion zusammengetragen:

Wie alles begann - in Sydney

Alles begann 2007 in einer Stadt – Sydney. Mehr als 2,2 Millionen australische Haushalte nahmen am 31. März 2007 an der ersten Earth Hour teil und schalteten bei sich zu Hause für eine Stunde das Licht aus, um ein Zeichen für mehr Klimaschutz zu setzen. Ein Jahr später erreichte Earth Hour 370 Städte in 35 Ländern verteilt über 18 Zeitzonen.

Earth Hour wurde zur globalen Bewegung. In den vergangenen Jahren wurde sie zur größten weltweiten Umweltschutzaktion aller Zeiten. Bereits 2008 waren mehrere Millionen Menschen in 35 Ländern dabei.

Stunde in Deutschland

2009 nahmen mit Berlin, Hamburg und Bonn erstmals deutsche Städte teil. Von drei auf 163 im vergangenen Jahr: Schon diese Zahlen sind ein kraftvolles Symbol für den Klimaschutz. Das zentrale Event fand am Brandenburger Tor statt - unter dem Motto „Jeder kann Klima“. Dabei waren auch die vom WWF gekürten Klimahelden, die ihre praktischen Ideen zum Klimaschutz vorstellten. In Deutschland nimmt die Zahl der Teilnehmer mit jeder Earth Hour zu. Vielleicht heißt es irgendwann: Der Letzte macht das Licht aus!

Ab ins Netz

Zu den wichtigsten Tipps zählt die Empfehlung: Stellt Eure Aktionen ins Netz, am besten über soziale Netzwerke! So lassen sich alle die erreichen, die diese dunkle Stunde der Menschheit nicht mit eigenen Augen erleben können.

 
 

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