„Vorschlag befruchtet Diskussion“

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Die Vorschläge von Ewald Kortheuer sind ganz im Sinne der Stadt Rees. Fachleute halten Rettungszug für wenig sinnvoll.

Rees. Was geschieht mit den Vorschlägen, die Ewald Kortheuer aus der Wittenhorst zum Halderner Bahnhof gemacht hat? Das wollte der Grünen-Fraktionschef Helmut Wesser in der jüngsten Sitzung des Stadtrates wissen. Wie bekannt, hatte der 84-Jährige sehr dezidierte Vorschläge gemacht, damit der Haltepunkt in Haldern auch nach Realisierung der Betuwe für Reisende attraktiv bleibt.

Zur Erinnerung: Kortheuer hatte in der NRZ den Vorschlag gemacht, die Bahnsteige ein paar hundert Meter in südliche Richtung zu schieben, und zwar so, dass die westliche Spitze der Bahnsteige vor der Oberhausener Seite der neuen Unterführung endet. Damit sollten den Reisenden kurze Wege, nahe Parkmöglichkeiten eröffnet und lange Treppen erspart bleiben. Kortheuer befürchtet sogar, dass der Haltepunkt – wird er nach vorgelegten Plänen realisiert – keine Zukunft hat.

Persönliches Gespräch

Sie habe mit dem Einwender persönlich gesprochen, teilte Bauamtsleiterin Elke Strede mit und habe ihm geraten, seine sehr dezidiert ausgearbeiteten Vorschläge als Einwand zu formulieren und an die Bezirksregierung zu schicken. Einen Grund, Kortheuers Vorstellungen in die Stellungnahme der Stadt einzuarbeiten, hielt sie für nicht notwendig. „Wir kritisieren in unserem Schreiben ja, dass wir mit der Planungssituation am Haltepunkt Haldern überhaupt nicht zufrieden sind und uns eine alternative Lösung wünschen“, so die Bauamtsleiterin. „Insofern verfolgen Stadt und Einwender die gleichen Ziele“, sagte Elke Strede weiter. Nur, dass die Stadt vage bleibe, der Einwender aber sehr konkrete Vorschläge mache. „Dieser Vorschlag“, äußerte sich Bürgermeister Christoph Gerwers überzeugt, „befruchtet auf jeden Fall die Diskussion.“

Weiterer Punkt, der Anlass zu Diskussionen gab, war das Thema Sicherheit. Einen Rettungszug, so wie von SPD-Ratsherr Harry Schulz gefordert, hat die Stadt ebenfalls in ihrer Stellungnahme eingefordert. Obwohl die Stadt Rees dies nach einem Gespräch mit Experten des Feuerwehr-Arbeitskreises Betuwe für wenig sinnvoll hält. Die Bauamtsleiterin Strede fasste die Begründungen zusammen. „Die Rettung kommt viel zu spät“, teilte sie mit, weil diese schienengebunden sei. Hilfe sei erst 90 Minuten nach einem Unfall zu erwarten, hatte sie erfahren. Zudem fehle dem Rettungszug eigenes Einsatzpersonal. Die örtlichen Einsatzkräfte seien zudem mit dem Zug nicht vertraut, was in Krisenmomenten wertvolle Minuten kosten könne.

 
 

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