Rechtzeitig Vorsorgen für ein unbeschwertes Genießen des Lebens-Herbstes

Die Farben des Herbstes . . .
Die Farben des Herbstes . . .
Foto: Michael May
Die Stillen Tage des Gedenkens und der Einkehr im November mahnen auch zu vorausschauendem Handeln.

Iserlohn.  Pünktlich zum Beginn des 500. Reformationsjahres zeigte sich der goldene Oktober noch einmal von seiner besten Seite. Die evangelischen Christen begleiten das Festjahr mit vielen Veranstaltungen, Projekten, Lesungen und Biografien über das Leben des Augustinermönches Martin Luther.

Ein keltischer Brauch, nach dem die Toten in der Nacht vom 31. Oktober zum 1. November (Allerheiligen) aus ihrem Totenreich zurückkehren, wird heute als „ Halloween“ gefeiert. Eine aus Amerika stammende Veranstaltung, die inzwischen wegen ungehörigen Verhaltens einiger Maskenträger ihren Kultstatus verliert. Das Fest Allerheiligen am 1. November ist ein Feier- und Gedenktag der katholischen Christen. Die Lichter auf den geschmückten Gräbern leuchten in Erinnerung an unsere Verstorbenen.

Nichts aus der schrecklichen Vergangenheit gelernt

Überhaupt ist der November ein Monat des Innehaltens und der Besinnung. Ein Lichtblick in diesen tris­ten Tagen sind die leuchtenden Augen der Kinder mit ihren Laternen beim Martinsumzug. Stille Tage der Einkehr waren am 13. November der Volkstrauertag, am 16. November der Buß und Bettag (früher ein gesetzlicher Feiertag ) und am morgigen 20. November der Totensonntag. Mit vielen Veranstaltungen auf den Friedhöfen wird der Opfer der beiden Weltkriege gedacht. Angesichts der heutigen Weltlage kann man nur noch wünschen und beten, dass der Kriegs- und Terrorwahnsinn endlich ein Ende findet. Die Verantwortlichen in der Welt haben nichts aus der schrecklichen Vergangenheit gelernt.

Die fallenden Blätter der Laubbäume sollten auch uns daran erinnern, dass wir Menschen „endlich“ sind. Wir alle sind nur ein Blatt am Baum des Lebens. Eine Knospe in der Jugend, das vollendete Blatt als Erwachsener, das leuchtend, bunte Blatt im Herbst und am Ende das braune, trockene Laub, welches schwebend zu Boden fällt.

Anordnungen und Wünsche für den „Fall der Fälle“

Darum ist es sehr wichtig für unsere Angehörigen, welche Anordnungen und Wünsche für den „Fall der Fälle“ bedacht werden sollen. Ein offenes Gespräch mit den engsten Angehörigen ist die beste Vorsorge. Eine Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht sind in der heutigen Zeit einfach Pflicht. Wie schnell kann uns etwas zustoßen, ob jung oder alt, und wir können vielleicht nicht mehr selbst entscheiden? Dann sind gerade diese beiden Dokumente sehr wichtig. Viele Vereine und Institutionen bieten diesbezüglich bei der Erstellung ihre Hilfe an. Wer ganz sicher gehen will, lässt diese Dokumente von einem Rechtsanwalt überprüfen. Dann können wir Senioren ganz unbeschwert die verbleibende Zeit als leuchtend buntes Blatt am Baum des Lebens genießen.

 
 

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