Erinnerungen an Oskar Escherich und den Eselsbrunnen

Recht kahl sieht dieser Esel aus Stahlrohr aus, der früher einmal Blumenkästen an beiden Seiten trug, die regelmäßig von Mitarbeitern der Stadt bepflanzt wurden.
Recht kahl sieht dieser Esel aus Stahlrohr aus, der früher einmal Blumenkästen an beiden Seiten trug, die regelmäßig von Mitarbeitern der Stadt bepflanzt wurden.
Foto: IKZ
Von dem Eselsbrunnen ist nur noch der Esel aus Stahlrohr übrig geblieben. Wie schade.

Iserlohn..  Auf eine lange Geschichte kann der Eselsbrunnen an der Ecke Goethestraße / Görresstraße zurückblicken: 1954 wurde vom damaligen Gartenamtsleiter und Künstler Oskar Escherich eine viereckige Sandsteinsäule, der sogenannte Hindenburgbrunnen, wieder ausgegraben.

Auf der heutigen Hindenburgstraße lag Jahrzehnte vorher der Eselsweg, auf dem die Iserlohner ihre Tiere auf die Weiden des Seilerseeraums trieben. Es heißt, dieser Weg wäre im Mittelalter Teil der ältesten Ausfallstraße Iserlohns nach Unna gewesen. Von dort kamen die Getreide- und Warensendungen des Hellwegs zum Teil „per Esel“ nach Iserlohn.

In Gedenken daran wurde 1957 auf die Steinsäule die Terrakottastatue eines Esels gesetzt und der Brunnen „Eselsbrunnen“ getauft. Doch dieser Esel aus der Werkstatt Oskar Escherichs wurde mehrfach beschädigt und schließlich sichergestellt. 1959 wurde nach Escherichs Entwurf am selben Platz eine Eselsplastik aus Stahlrohr aufgestellt, die als Packtaschen bunte Blumenkübel trug und von 11 kleinen munteren Wasserfontänen umkränzt war. Den Stahlohr-Esel sehen wir heute noch – seiner prächtigen Blumenlast und des Wasserspiels beraubt. Auch der schöne Ringbrunnen wurde zurückgebaut. Ein Armutszeugnis.

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