Bochum

Studenten der Uni Bochum stören Rede von FDP-Chef Lindner - doch mit seiner Schlagfertigkeit haben sie nicht gerechnet

Christian Lindner
Christian Lindner
Foto: Screenshot/Youtube
  • FDP-Chef Christian Lindner hält Vortrag an der Ruhr-Uni Bochum
  • Demonstranten stören Rede auf der Bühne
  • So bekommt Lindner die Lage in den Griff

Bochum. Das war ein harter Auftritt für FDP-Chef Christian Lindner. Der 38-Jährige stand am Dienstag im Plenum der Ruhr-Uni Bochum, um eine Rede zu halten. Das Thema: bessere Bildung. Doch schon vor Beginn des Vortrags stürmten mehrere Studenten die Bühne.

Demonstranten stören Vorttag von FDP-Chef Christian Lindner

Christian Lindner ist maßgeblich mit dafür verantwortlich, dass Nicht-EU-Ausländer jetzt wieder Studiengebühren zahlen müssen. Das finden wir scheiße", beschwert sich ein Demonstrant, während im Hintergrund zwei Menschen Schilder mit der Aufschrift „Neoliberal=Asozial" und „Nein zu Rassismus“ hochhalten. Lindner steht scheinbar ungerührt neben dem Demonstranten, trinkt einen Schluck Wasser.

„Sie sind ja rassistisch, FDP verpiss dich!"

Kurz darauf beendet der Student seine Ansprache unter dem Jubel des Publikums und gibt Lindner das Mikro zurück. Wenig später fliegt Lindner eine Beleidigung entgegen: „Sie sind ja rassistisch, FDP verpiss dich!" Da wird Lindner grundsätzlich.

-------------------------------------

• Mehr Themen:

So nehmen die Grünen Wahlplakate von FDP-Chef Lindner hoch

Laschet und Lindner stellen Koalitionsvertrag vor - das ändert sich jetzt in NRW

-------------------------------------

„Ich hoffe, dass ihr Linken euch an das Prinzip der Toleranz für andere Meinungen erinnert. Denn jetzt kommt meine Meinung.“

Immer wieder wird Lindner niedergebrüllt

Applaus. Doch schon kurz darauf wird der FDP-Chef erneut niedergebrüllt. Lindner antwortet direkt: „Das Problem bei den Linken ist, dass nur sie glauben, die Wahrheit zu besitzen.“

Doch so richtig kommt Lindner nicht dazu, seine Meinung darzulegen. Immer wieder brüllen Studenten ihn während seines Vortrags nieder.

So dreht Christian Lindner die Stimmung

„Jetzt aber still. Wir sind hier nicht in Hamburg“, beschwert sich Lindner mit einer Anspielung auf den eskalierten G20-Gipfel. Tosender Applaus und befreite Lacher sind die Reaktion.

Und Lindner macht weiter: „Wo kommen wir eigentlich hin, wenn ihr nur glaubt, andere Argumente niederbrüllen zu können. Wir sind in einer Demokratie. Da lassen wir uns nicht niederbrüllen!“ Es sei ein Gebot „von Erwachsensein, dass man auch mal anderen zuhört.“

Damit dreht er die Stimmung. Wenig später wollen die Demonstranten die Bühne verlassen - aber nicht ohne einen spitzen Kommentar von Lindner: „Dass ihr euch nicht einmal eine andere Meinung anhören wollt, sondern gehen wollt, spricht nicht für euch.“

 
 

EURE FAVORITEN