Zwölfte Extraschicht holt erstmals

Die Barulheiros trommeln während der Extraschicht in Haus Witten. Foto: Arne Poll
Die Barulheiros trommeln während der Extraschicht in Haus Witten. Foto: Arne Poll
Foto: WAZ

Witten.. Haus Witten ist erstmals als Spielort bei der „Extraschicht“ dabei.

Die „lange Nacht der Industriekultur“ schickt Nachtschwärmer auch in diesem Jahr auf eine Tour durchs ganze Ruhrgebiet: 53 Spielorte in insgesamt 23 Städten warten auf die Besucher der Extraschicht, die am Samstag, 30. Juni, von 18 bis 2 Uhr morgens in die zwölfte Runde geht. Auch auf Wittener Gebiet beteiligen sich drei Spielorte an dem großen Programm, das im letzten Jahr mehr als 200 000 Fans in den „Pott“ lockte, um die Verbindung von Kultur und den Stätten alter Montanindustrie zu erleben.

Das Industriemuseum Zeche Nachtigall und das Gruben- und Feldbahnmuseum Zeche Theresia sind auch in diesem Jahr wieder mit von der Partie. Als einer von insgesamt neun neuen Orten im Ruhrgebiet nimmt erstmals auch das Haus Witten teil. Unter dem Motto „Kulturmix im Herrensitz“ warten dort nicht nur Führungen durch das alte Gemäuer auf die Besucher, sondern auch ein buntes Programm mit Filmen über historische Eisenbahnen, Kleinkunst-Auftritten des Bochumer Theaters „Rottstr. 5“ und der Lichtjonglage mit Christoph Rummel. Mit fetzigen Samba-Rhythmen wollen zudem die Trommler der Stockumer „Barulheiros“ die Extraschichtler zum Tanzen bringen.

Im Muttental feiert die Fördermaschine auf Zeche Nachtigall ihren 125. Geburtstag. Vom Gruben- und Feldbahnmuseum aus können sich die Nachtschwärmer stilecht mit der Feldbahn vorfahren lassen und allerlei historische Dampfmaschinen auf Schienen und Rädern bestaunen. Zweimal gibt es in dieser Nacht den „Locomotion Brass“ zu hören, eine Musikperformance aus Blasmusik und Dampfmaschinen. Das Besucherbergwerk des Nachtigallstollens bietet den Gästen an diesem Abend nicht nur bei bergbaugeschichtlichen Führungen Einblicke in neue Tiefen. Der Autor Thorsten Trelenberg will den Stollen mit „Lyrics und Poetry“ neu bespielen.

Damit die Besucher bequem von Spielort zu Spielort reisen können, werden über 170 Shuttlebusse, 140 Fahrräder, 25 E-Bikes und acht Schiffe im Einsatz sein. Auch während der Fahrt soll es in einigen Linien nicht langweilig werden: Die Initiative „Busse und Bahnen NRW“ verspricht, die Fahrgäste auf einigen Linien mit Pop, Poesie und Performances zu überraschen. Mit dem Extra-Schicht-Ticket sind sämtliche Fahrten der Shuttlelinien und alle Fahrten im Nahverkehrsnetz des VRR (2. Klasse) vom 30. Juni bis um 7 Uhr des Folgetages kostenlos. Die kostenlose Smartphone-App „Bin zur Ruhr“ für iPhone und Android gibt Extraschicht-Fans bereits einen Vorgeschmack.

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