Wittener Tummelmarkt verbreitet Wohnzimmercharme

Typisch Tummelmarkt. Die Besucher können sich in den Pausen zwischen dem Stöbern an den Ständen auf einem Wohnzimmerteppich auf dem Humboldtplatz ausruhen.
Typisch Tummelmarkt. Die Besucher können sich in den Pausen zwischen dem Stöbern an den Ständen auf einem Wohnzimmerteppich auf dem Humboldtplatz ausruhen.
Foto: Barbara Zabka / Funke Foto Services
  • Tummelmarkt auf Humboldtplatz lockte mit 37 ungewöhnlichen Ständen
  • Erstmals wurde auch Teil der Steinstraße in Veranstaltung einbezogen
  • Ob sich Veranstaltung ohne Zuschüsse trägt, soll Oktober-Ausgabe zeigen

Witten..  Jede Menge gute Laune, strahlender Sonnenschein, Live-Musik, Kunsthandwerk und ein breitgefächertes kulinarisches Angebot mal ganz ohne Pommes – so präsentierte sich am Samstag (27. 8.) der vierte Tummelmarkt auf dem Humboldtplatz.

Angesagt waren Burger und Bio, feine Weine und edle Tropfen, rustikale und gemütliche Sitzgelegenheiten. Erstmalig war auch ein Teil der Steinstraße in den Tummelmarkt miteinbezogen worden. So präsentierten sich den Besuchern insgesamt 37 Stände.

„Was den Markt ausmacht, ist die liebevolle Atmosphäre, die wir durchs Schmücken und die Deko schaffen“, verriet Marie Sammet, eine der beiden Initiatorinnen. „Damit möchten wir“, so Lisa Marie Wagner, die Zweite im Bunde, „dass die Menschen hier nicht einfach nur vorbeischauen, sondern sich länger aufhalten.“

Und das gelang in Kooperation mit dem Kulturverein „Stellwerk“. Bei Live-Musik mit sechs Bands und Künstlern verweilten zahlreiche Besucher den ganzen Nachmittag auf dem Tummelmarkt. Einer davon war Klaus Butt. „Büdchen an Büdchen, nette Leute, auch die Musik ist okay, passt. Dieser Markt hat einen ganz eigenen Charme“, befand er.

Im Oktober findet Tummelmarkt auf jeden Fall nochmal statt

Vor rund einem Jahr fand der erste Tummelmarkt auf dem Humboldtplatz statt. Der ist bekanntlich sonst nur ein schnöder Parplatz mitten in der Innenstadt. Aber nachdem der Kulturverein Stellwerk angefangen hatte, das viele Jahre arg runtergewirtschaftete Wiesenviertel mit Nachbarschaftsinitiativen, Kneipen wie dem Knut’s oder neuen kleinen Lädchen kreativ aufzuwerten, war es nur ein logischer Schritt, den ungewöhnlichen Tummelmarkt in diesem Quartier anzusiedeln. Im Vierteljahrestakt sollte er außerdem zu einer sinnvollen Ergänzung des Wittener Wochenmarktes werden und den Samstagsbummel in der City in ein langes Markterlebnis verwandeln.

Zudem sollten gerade jüngere Leute, die sonst seltener auf den Wittener Märkten in der Innenstadt oder in den Stadtteilen anzutreffen sind, für diese Einkaufsform begeistert werden. Die Rechnung schien denn auch vom Start weg aufzugehen: Zum einen, weil tatsächlich zahlreiche Stände mit ungewöhnlichen Angeboten auf den Humboldtplatz gelockt werden konnten. Zum anderen, weil das Publikum in Scharen strömte. Nicht nur aus Witten, sondern auch aus den Nachbarstädten, wo sich die originelle Veranstaltung ebenfalls rumgesprochen hat.

Ob der ganz eigene Charme des Tummelmarktes auch noch im kommenden Jahr versprüht werden kann, wird sich vermutlich nach seiner Ausgabe im Oktober entscheiden. Die ersten drei Veranstaltungen wurden durch Gelder vom BBSR (Bundesinstitut für Bau, Stadt und Raumforschung) im Rahmen des „Schwarzmarkt“-Projekts zur Stadtgestaltung im Wiesenviertel unterstützt, das im Juli ausgelaufen ist. Am vergangenen Wochenende wurde der Tummelmarkt zum ersten Mal komplett

eigenfinanziert, in erster Linie über die Standgebühren. Lisa Wagner: „Ein bisschen Geld wird wohl überbleiben, sodass auch der Tummelmarkt im Oktober stattfinden kann. Aber falls dann abzusehen sein sollte, dass wir den Markt wieder verkleinern müssen, können wir die Kosten nicht mehr tragen.“

Deshalb würden sich die Tummelmarkt-Organisatoren über Sponsoren – Bürger oder Firmen – freuen. Sie können sich melden unter Tel. 0157/55831829.

 
 

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