Wittener Tänzer zeigen Solidarität im Trikolore-Kostüm

Tanz in Trikolore: Mit französischen Choreographien erklärten die Tänzerinnen ihre Solidarität.
Tanz in Trikolore: Mit französischen Choreographien erklärten die Tänzerinnen ihre Solidarität.
Foto: Socrates Tassos/FUNKE Foto Servi
Der TuS Stockum lud am Wochenende zur Gala „Kinder tanzen für Kinder“ ein. Ballett- und Tanzgruppen aus Witten begeisterten im ausverkauften Saalbau

„Schwarz und weiß“ – das war das Motto der Benefiz-Gala des TuS-Stockum „Kinder tanzen für Kinder 2015“, die am Samstag im Wittener Saalbau stattfand. Wer dabei aber ein langweiliges Grau-in-Grau erwartet hatte, wurde auf das Angenehmste enttäuscht. Auf zauberhafte Art und Weise entführten die Ballett- und Tanzgruppen die begeisterten Zuschauer im nahezu ausverkauften Saal in die unterschiedlichsten Welten – vom Märchenland über Spanien und Frankreich bis hin ins Reich des „Nussknackers“.

Den Beginn machten die ganz kleinen Tänzerinnen und Tänzer: Die „Ballettelfen“ besuchten die „Eiskönigin“, die „Ballettfeen“ statteten Aschenbrödel einen tänzerischen Besuch ab. Dass da nicht jeder Schritt saß und so manch hilfesuchender Blick zur Trainerin hinter der Bühne ging, tat dem Charme keinen Abbruch – im Gegenteil. Dem kleinen „Eiskönig“, der beharrlich aus der Reihe tanzte, flogen alle Herzen zu. Schon sehr professionell ließen die „Schwarzen Schwäne“ mit perfektem Timing die Puppen tanzen, während die „Goldenen Schwäne“ zu Musik von David Guetta eine besonders zeitgemäße Form des Tanzes präsentierten: das Rockballett.

Stellungnahme zu Paris-Choreographie

Die Vielseitigkeit der unterschiedlichen Gruppen und Choreographien war wirklich beeindruckend, ebenso wie die wunderschönen Kostüme der Akteure. Als Gäste hatte der TuS Stockum die Tänzer der TuRa Rüdinghausen eingeladen. Die Gymnastik- und Tanzgruppen „Donuts“ und „Cookies“ brachten viel Schwung in den Abend, die eindeutigen Publikumslieblinge aber waren die jungen Frauen der Ballettgruppe, die die Zuschauer mit viel französischem Charme und Temperament in die Metropole an der Seine entführten und spätestens beim CanCan alle mitrissen. „Wir haben vorher gemeinsam überlegt, ob wir diese Nummer heute vorführen können, nach den schlimmen Ereignissen in Paris“, erzählen die Tänzerinnen Janina (15), Insa (15) und die beiden Hannahs (14 und 17). „Wir haben uns dann entschieden, ein Statement dazu abzugeben.“ Moderatorin und Gastgeberin Ira Pechtel, die durch die Gala führte, verlas diese kurze Stellungnahme der Solidarität mit den Menschen in Paris vor dem Auftritt. Das Publikum reagierte sehr bewegt und mit viel Applaus. Die fantasievolle Reise durch Zauberwelten sparte auch an anderer Stelle den Alltag nicht aus – der TuS Stockum hatte einige Flüchtlingsfamilien mit Kindern eingeladen: „Kultur und gemeinsame Freude verbindet über alle Grenzen.“ Und der Erlös der Gala geht an die Hebeder Wohngruppe „Flex“ für Kinder und Jugendliche.

Nicht „schwarz und weiß“, sondern bunt

Am Ende legte Moderatorin und Übungsleiterin Ira Pechtel dann das Mikrofon zur Seite und tanzte selbst mit – in der Ballettnummer „Grau“ zeigten die Tänzerinnen, was man gemeinsam schaffen kann: Wenn alle zusammenstehen, kann das „Schwarz“ im Leben besiegt werden! Und als alle 160 Tänzerinnen und Tänzer am Ende gemeinsam beim Finale auf der Bühne standen, war das mehr als ein schönes Bild, es war eine Botschaft – das Leben ist bunt!

 
 

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