Wittener Schüler gewinnen Mercator-Wettbewerb

Schüler des Schiller Gymnasium Witten gewannen den ersten Preis beim Klima-Macher! Projekt.
Schüler des Schiller Gymnasium Witten gewannen den ersten Preis beim Klima-Macher! Projekt.
Foto: WAZ/FotoPool
Ein Jahr lang haben 120 Schüler aus sechs chinesischen und sechs deutschen Schulen an Projekten zum Thema Klimaschutz gearbeitet. Es ging darum, wie sich die Beziehung zum Wasser im Zeichen des Klimawandels entwickelt. Die Ergebnisse des Schiller-Gymnasiums konnten sich besonders sehen lassen.

Witten..  In der Aula des Schiller-Gymnasiums herrscht Hochbetrieb. Schüler und Lehrer wuseln durcheinander, die letzten Plakate werden befestigt, die letzten Bilder aufgeklebt. Es soll alles perfekt sein, schließlich geht es um ein Projekt, das allen Beteiligten sehr am Herzen liegt. „Jetzt müssen wir aber wirklich anfangen, die Leute warten schon“, ruft eine Lehrerin. Der Beamer wird angeworfen. Mit Bildern und Filmen bekommen die Gäste einen Eindruck vom Projekt „Klima-Macher! International“. „Es war die beste Zeit meines Lebens“, erzählt Schülerin Nina mit strahlenden Augen.

Innerhalb eines Schuljahres arbeiteten 120 Schüler aus sechs chinesischen und sechs deutschen Schulen an individuellen Projekten zum Thema Klimaschutz. In diesem Jahr ging es darum, wie sich die Beziehung zum lebenswichtigen Element Wasser im Zeichen des Klimawandels entwickelt. Ilka Overbeck, Lehrerin am Schiller-Gymnasium, erzählt: „Wir haben uns speziell mit der Bedeutung von Wasser in Witten und Yuxi, der Stadt unserer chinesischen Partnerschule, beschäftigt.“ Als Highlight beschreibt die Projektleiterin den zweiwöchigen Besuch der Schüler im jeweils anderen Land: „Über ein gemeinsames Projekt eine völlig fremde Kultur kennenzulernen, war eine ganz wertvolle Erfahrung für alle Mitwirkenden.“ Die Zusammenarbeit habe von Anfang an gut funktioniert.“

Für die Zukunft sensibilisiert

Damit spricht die 29-Jährige den Schülern aus der Seele. Gemeinsam mit ihrem Mitschüler Sven Musielak (15) berichtet die 14-jährige Nina Karger vor Vertretern der Stiftung Mercator, vor Lehrern, Eltern und Schülern, von ihren neuen Erfahrungen: „Die Chinesen haben eine ganz andere Beziehung zu Wasser als wir. Für uns ist es zum Beispiel selbstverständlich, dass wir Leitungswasser trinken können. In China muss es erst abgekocht werden.“ Rückblickend auf das Projekt sagt Nina: „Wir wurden für das Thema Klimawandel genauso wie für interkulturelle Unterschiede sensibilisiert.“ Sie ist sicher: „Das bringt uns viel für unsere Zukunft.“

Solche Sätze aus dem Mund seiner Schüler zu hören, macht Gerhard Koch stolz. „Genau das haben wir mit der Teilnahme an diesem Projekt beabsichtigt. Es ist unsere Aufgabe, junge Menschen zur Weltoffenheit zu erziehen und ihnen die wichtigen Themen unserer Zeit nahezubringen“, sagt der 61-jährige Schulleiter des Schillergymnasiums.

Spannender Film gedreht

Dies ist bei den 17 Schülern aus Witten in besonderem Maße gelungen, findet auch die Stiftung Mercator. Die Schüler haben ihre Arbeitsergebnisse auf neun Plakaten anschaulich dargestellt und sogar einen spannenden Film über den Austausch gedreht. Dafür wurde das Schiller-Gymnasium Witten als diesjährige Siegerschule von „Klima-Macher! International“ jetzt ausgezeichnet.

 
 

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