Wittener Ratsarbeit „frisst“ 362 000 Blatt Papier jährlich

Tschüss Baum: Um die riesige Menge an Papier für die Wittener Ratsarbeit zu produzieren, müssen pro Wahlperiode 23 Kiefernbäume sterben. Das beklagt die „Piraten“-Fraktion. Foto: Thomas Goedde / FUNKE Foto Services
Tschüss Baum: Um die riesige Menge an Papier für die Wittener Ratsarbeit zu produzieren, müssen pro Wahlperiode 23 Kiefernbäume sterben. Das beklagt die „Piraten“-Fraktion. Foto: Thomas Goedde / FUNKE Foto Services
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Für die Ratsarbeit werden jährlich 362 000 Blatt Papier verbraucht, beklagen die „Piraten“. Obwohl die meisten Dokumente elektronisch abzurufen sind.

Witten.  Eine Anfrage der Piraten-Fraktion ergab, dass trotz der Möglichkeit, alle Dokumente für die Ratsarbeit elektronisch zu beziehen, noch über ein Drittel der Ratsmitglieder und über die Hälfte der Sachkundigen Bürger mit Papier arbeiten.

Jährlich müssen dafür 362 000 Blatt Papier doppelseitig bedruckt werden.

Allein Material und Porto verschlingen so jährlich 12 500 Euro Steuergelder. Im Bürgermeisteramt entsteht für Vorbereitung und Versand der Unterlagen ein hoher Arbeitsaufwand. Zeit, die sinnvoller eingesetzt werden sollte, so die Piraten. Ihre Fraktion will dem per Antrag für die Ratssitzung am Montag ein Ende setzen. Sie fordert, dass Lizenzen für die zum Ratsinformationssystem passende App angeschafft werden, so dass papierlose Arbeit mit einem Tablet oder Smartphone komfortabler wird. Der Umstieg so einfach wie möglich werden. Daher soll die Stadt Seminare über die Nutzung der neuen App und des Ratsinformationssystems anbieten.

Zudem fordern die Piraten einen Zuschuss für den Kauf von geeigneten Endgeräten von 200 Euro pro Wahlperiode für alle Ratsmitglieder und 100 Euro pro Wahlperiode für alle Sachkundigen Bürger, die auf die papierlose Arbeit umsteigen. Um die lokale Wirtschaft zu stärken, soll dabei dazu aufgerufen werden, die Geräte möglichst in Witten zu erwerben. Stefan Borggraefe, Ratsmitglied der Piratenfraktion meint: „Trotz des Zuschusses für die Endgeräte springt für den Haushalt eine kleine Entlastung heraus.“

 
 

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