Wittener Politiker regen Einsatz eines Bürgerbusses an

Nicht für jeden gut erreichbar: das Wittener Rathaus in der City.
Nicht für jeden gut erreichbar: das Wittener Rathaus in der City.
Foto: www.blossey.eu
CDU, SPD und Piraten sprechen sich für eine stärkere „Verwaltung vor Ort“ in den Stadtteilen aus – zum Beispiel per Bürgerbus oder Notebook.

Witten.  Mehr Verwaltungspräsenz in den einzelnen Stadtteilen – das wünschen sich SPD- und CDU-Fraktion. Deshalb schlagen sie zum Beispiel den Einsatz eines Bürgerbusses vor. Die Piraten unterstützen die Idee.

Das Angebot sei vor allem für ältere Bürger aus weiter entfernten Quartieren gedacht, die ihre Angelegenheiten aus körperlichen oder finanziellen Gründen nicht mehr problemlos im Rathaus in der Innenstadt erledigen können und in vielen Fällen auch nicht über die Möglichkeit des Internets verfügen. In ihrem Antrag an den Sozialausschuss betonen die Politiker: „Eine Verwaltung soll für ihre Bürger da sein.“ Niemand dürfe außen vor bleiben. Deshalb sei es wichtig, ein Konzept zur „Verwaltung vor Ort“ zu erarbeiten. Dabei müsse es sich nicht unbedingt um einen Bürgerbus handeln. Wichtig sei allein die regelmäßige Präsenz der Verwaltung.

Mit Notebook und mobilem Drucker

Die Piraten unterstützen den Antrag, ergänzen ihn aber um eine Forderung. Geprüft werden solle, inwieweit eine „Verwaltung aus dem Koffer“ – in dem sich Notebook und mobiler Drucker befinden – Hausbesuche ermöglichen könne. In diesem Zusammenhang müsse geklärt werden, welche Verwaltungsvorgänge bereits soweit digitalisiert sind, dass sie ortsungebunden sind, und welche verbessert werden sollten.

Gerade der derzeitige Umbau des Rathauses, bei dem es zu vielen Änderungen komme, erschwere die Situation für die Betroffenen, so CDU und SPD. Der Vorschlag: Für die Dauer der Renovierung könne die „Verwaltung vor Ort“ als Projekt getestet werden. Sozialdezernent Frank Schweppe dämpfte die Begeisterung gleich ein wenig: „Das ist eine komplexe Angelegenheit, damit greifen Sie in die Organisationshoheit der Bürgermeisterin ein.“ So einigte man sich darauf, dem Haupt- und Finanzausschuss zu empfehlen, dass die Verwaltung den Vorschlag prüfen solle.

 
 

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