Wittener Piraten wollen Kita nicht mit Steuergeld sanieren

Die Kita Augustinchen in der Augustastraße wird langsam auslaufen. Schon ab Sommer werden in der bisherigen Vier-Gruppen-Einrichtung keine neuen Kinder mehr aufgenommen.
Die Kita Augustinchen in der Augustastraße wird langsam auslaufen. Schon ab Sommer werden in der bisherigen Vier-Gruppen-Einrichtung keine neuen Kinder mehr aufgenommen.
Foto: FUNKE Foto Service
Die Piraten erteilen einer Beteiligung der öffentlichen Hand an der Sanierung der Kita Augustinchen eine Absage. Sie sieht den Träger in der Pflicht.

Witten.  Die Piraten haben dem Elternrat der Kita Augustinchen zwar Hilfe im Kampf gegen die drohende Schließung des ev. Kindergartens zugesagt, wollen aber keine größere Summe aus Steuermitteln für die nötige Sanierung bereitstellen.

Die Fraktion sieht die Kirche als Träger in der Pflicht, zumal das Augustinchen ohnehin schon stark öffentlich bezuschusst werde. „Wie kann es sein, dass die Kita in den sanierungsbedürftigen Zustand gekommen ist, wenn sie bereits so großzügig vom Steuerzahler unterstützt wurde?“ fragt die Partei. Sie findet es „schon dreist, dass der Träger nun wieder die Hand für seine heruntergewirtschafteten Gebäude aufhält und erneut die Steuerzahler auffordert, mindestens 800 000 Euro für die Sanierung zu bezahlen“.

Sanierung kostet bis zu 1,5 Millionen Euro

Die Evangelische Trägerverbundgemeinschaft investiere sehr wohl in ihre Einrichtungen, etwa den U-3-Ausbau, sagt Augustinchen-Leiterin Marion Bausen. Doch der Sanierungsbedarf an der Augustastraße sei so groß (bis zu 1,5 Mio), dass die Kirche diese Summe nicht allein stemmen könne. Daher hätten Eltern, die über 1000 Unterschriften gegen die Schließung sammelten, die Fraktionen angeschrieben.

 
 

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