Wittener Pirat will Bürgermeister werden

Stefan Borggraefe (vorne re.) setzt sich für freies WLAN in Witten ein. Er gehörte zu den Mitorganisatoren des Freifunk-Treffens Ende 2014 im Ratskeller. In der Hand hält er einen Router.
Stefan Borggraefe (vorne re.) setzt sich für freies WLAN in Witten ein. Er gehörte zu den Mitorganisatoren des Freifunk-Treffens Ende 2014 im Ratskeller. In der Hand hält er einen Router.
Foto: Fischer
Die Piraten haben Stefan Borggraefe einstimmig als Kandidaten für die Bürgermeisterwahl nominiert. Er will den SPD-Bewerbern Stimmen abjagen.

Witten.  Die Wittener Piraten stellen mit Ratsherr Stefan Borggraefe einen eigenen Bürgermeisterkandidaten.

Der Software-Entwickler versteht sich als Alternative zu den beiden Bewerbern mit SPD-Parteibuch, Leidemann und Schweppe. „Ich bin der Kandidat für die Mutigen, die sich aktiv einbringen wollen statt nur zu meckern.“ Er will auch die Menschen ansprechen, „die mit dem Kandidaten-Hickhack der SPD nicht zufrieden sind“.

Borggraefe schreibt sich mehr Bürgerbeteiligung auf die Fahnen. Von seiner Bewerbung erhofft sich der 39-Jährige auch eine stärkere Wahlbeteiligung, eben weil die Menschen eine größere Auswahl hätten. „Wir wollen eigenen Profil zeigen“, sagt der Enddreißiger, dessen Partei 2014 erstmals zwei Mandate für den Rat errungen hatte.

Als bisherige Erfolge verbucht er eine verständlichere Aufbereitung des Haushalts, die Distanzierung des Rats vom Alternativen Wissenskongress im März und die Mitbegründung des „Help“-Kiosks für Flüchtlinge. Borggraefe setzt sich auch für freies WLAN ein. „Unsere Stadt hat großes Potenzial, aber eingefahrene Strukturen müssen aufgebrochen und der Schlingerkurs der letzten Jahre ein Ende haben“, sagt er.

 
 

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