Wittener Hauptschuleltern von Ausschuss enttäuscht

Die Overbergschule wird aufgelöst.
Die Overbergschule wird aufgelöst.
Foto: WAZ
Elternvertreter der Schulpflegschaft der Overbergschule hatten ein paar Worte zum Aus erhofft. Doch der Schulausschuss hielt sich bedeckt.

Witten..  Weil der Schulausschuss ohnehin nicht diskutieren durfte, was für oder gegen die Auflösung der Overbergschule spricht, wurde der Beschlussvorschlag einstimmig durchgewinkt. Denn: Wenn zweimal hintereinander keine zwei Klassen gebildet werden können, hat der Schulträger keine andere Wahl. Trotzdem gab es nach der Sitzung enttäuschte Gesichter bei Vertretern der Schulpflegschaft.

„Die haben ja nicht mal ansatzweise was dazu erörtert“, sagen Karol-Henrik Mielke und Nicole Neumann, die sogar extra an ihrem 41. Geburtstag ins Rathaus kam. Beide haben jeweils ein Kind auf der Hauptschule, das jetzt gerade seinen Abschluss gemacht hat. „Wir hatten doch sogar noch Widerspruch eingelegt“, sagt die Mutter. „Aber das Schreiben wurde ja nicht mal erwähnt.“

Was beide extrem kritisieren: „Wir – und sogar einige Lehrer – haben nur durch die Zeitung von der Auflösung erfahren“, sagt Nicole Neumann. Die Stimmung an der Schule am Rhienscher Berg sei durchwachsen. „Einerseits sind Schüler und Lehrer motiviert und wollen weitermachen. Andererseits herrscht Frust“, so Mielke. Beide loben den guten Zusammenhalt, der nun mit dem Schuljahr 2017/18 enden wird.

Einzig die Piraten interessierte, wieso ausgerechnet 30 000 Euro für Umzug und Entsorgung veranschlagt werden. „Alles, was an Mobiliar erhaltenswert ist, geht an andere Schulen, der Rest wird entsorgt“, so die Antwort der Verwaltung. Bei der Summe habe man sich an der Auflösung der Kronenschule orientiert. Was das Gebäude angeht, werde innerhalb weiterer Beratungen zur Schullandschaft Wittens bei Bedarf über eine weitere schulische Nutzung entschieden. „Das alles“, betonen die Elternvertreter noch einmal, „ist ein Schlag ins Gesicht“.

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