Wittener Gasthof-Inhaber hat Ärger mit dem Telefonanschluss

Immer mit mindestens zwei Telefonen unterwegs: Gaststättenbetreiber Frano Udovicic ärgert sich über die nicht funktionierende Rufnummer.
Immer mit mindestens zwei Telefonen unterwegs: Gaststättenbetreiber Frano Udovicic ärgert sich über die nicht funktionierende Rufnummer.
Foto: FUNKE Foto Service
Nach Anbieterwechsel war die Nummer weg, dabei wollte Scheunentor-Inhaber Frano Udovicic den bekannten Anschluss unbedingt behalten.

Witten..  „Es sind ein paar graue Haare mehr geworden in der letzten Zeit“, sagt Restaurantbetreiber Frano Udovicic sarkastisch. Der Inhaber der Annener Gaststätte „Zum Scheunentor“ ärgert sich über seinen neuen gewerblichen Festnetzanschluss bei der Telekom – und das schon seit einigen Wochen.

„Eigentlich wollte ich durch den Anbieterwechsel Ende 2014 meine Ruhe haben und immer erreichbar sein. Auch wenn’s etwas teurer ist“, erklärt Udovicic. Denn privat ist der Kroate schon lange dort Kunde – und immer zufrieden gewesen.

Doch seit mehr als einer Woche geht unter seiner alten Rufnummer gar nichts mehr – sie funktioniert nur noch mit Hilfe einer Umleitung. Und so landen seither alle Gespräche auf Udovicics Mobiltelefon. Das jedoch ist für den Restaurantbetreiber keine dauerhafte Alternative, denn „vom Telefon leben wir ja schließlich auch“. Die Nummer des Restaurants bestehe schon lange und „meine Besucher kennen sie.“ Ein Rufnummern-Wechsel ist also undenkbar, das hat er vor Vertragsabschluss mehrfach betont. Die Telekom versichert ihm, das sei kein Problem. Sie schrieb ihm am 19. Januar: „Wir übernehmen für Sie die komplette Abwicklung mit ihrem bisherigen Anbieter inklusive Kündigung Ihres bisherigen Anschlusses und Übernahme Ihrer Rufnummer.“

Alles da, nur die alte Nummer nicht

Nachdem Udovicic alle erforderlichen Unterlagen eingereicht und per Fax nochmals auf seine alte Rufnummer verwiesen hat, steht dem Wechsel eigentlich nichts mehr im Wege. Doch: Alles ist da, nur die alte Nummer nicht. Stattdessen hat er eine neue erhalten.

Es folgten mehrere Telefonate mit dem Kundendienst, bei der Udovicic „von der einen zur anderen Seite geschoben“ wurde, so sagt er. Mit der immer gleichen Antwort: „Wir kümmern uns.“ Und dem immer gleichen Ergebnis, nämlich keinem.

Die alte Nummer ist erst ab November 2015 frei

Dann teilte die Telekom mit, dass die alte Nummer erst Ende November frei verfügbar sei. Wohlgemerkt, es handelt sich um November 2015.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Udovicic den Vertrag mit der Telekom längst abgeschlossen. Auch beim ehemaligen Anbieter Versatel, zahlt der Kroate weiterhin, schließlich kostet so eine Umleitung – und das bei jedem eingehenden Anruf extra. Aber: „Wenn ein Notfall ist, dann fragt man danach ja nicht“, sagt Udovicic.

„Um alles Weitere kümmern wir uns“ klingt beinahe hämisch

Dass auf einem Schreiben des Telefonanbieters der Satz „Um alles Weitere kümmern wir uns.“ auch noch dick hervorgehoben ist, das kommt ihm mittlerweile wie Häme vor. Dieser Eindruck hat sich ihm in den letzten Wochen nicht aufgedrängt.

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