Wittener CDU bestätigt Schweppe mit 90 Prozent als Kandidat

Blumen vom Vorsitzenden: CDU-Parteichef Ulrich Oberste-Padtberg (re.) überreicht Frank Schweppe den Strauß nach der  offiziellen Wahl zum Bürgermeisterkandidaten der Union.
Blumen vom Vorsitzenden: CDU-Parteichef Ulrich Oberste-Padtberg (re.) überreicht Frank Schweppe den Strauß nach der offiziellen Wahl zum Bürgermeisterkandidaten der Union.
Foto: Tobias Grunwald
Bei der offiziellen Nominierung zum Bürgermeisterkandidaten der CDU freut sich Frank Schweppe über ein besseres Ergebnis als in der eigenen Partei.

Witten.. Anders als seine eigene Partei, die SPD, steht die CDU fast geschlossen hinter dem gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten Frank Schweppe. Sie kürte ihn nun offiziell mit 90 Prozent Zustimmung zum Herausforderer von Amtsinhaberin Leidemann im September.

Diese Nominierung sei ein absolutes Novum in der langen Geschichte der Wittener CDU, da sie noch nie ein SPD-Mitglied zu ihrem Bewerber ernannt habe, heißt es. „Wir freuen uns sehr, einen starken Kandidaten gefunden zu haben, den die CDU im Stadtrat bereits zweimal zum Beigeordneten mitwählte“, erklärte Parteichef Ulrich Oberste-Padtberg. Für ihn ist klar: Das Bündnis aus SPD und CDU, das seit der Kommunalwahl im Mai gemeinsam im Rat regiert, kann bei der Bürgermeisterwahl nicht gegeneinander Wahlkampf machen. Daher war für ihn die Festlegung auf einen Kandidaten auch eine logische Konsequenz.

„Entscheider gefragt, der Themen nach vorn bringt“

Nachdem sich der Vorstand der CDU schon im Februar auf Schweppe geeinigt hatte, hatte am Samstag die Aufstellungsversammlung in Haus Herbede das Wort. Von 33 Delegierten stimmten 28 mit Ja, zwei mit Nein, drei enthielten sich. Zum Vergleich: Bei der SPD hoben 18 Genossen in der Vertreterversammlung die Hände für Schweppe, elf waren gegen ihn. Das entspricht einer Zustimmung von 62 Prozent.

Vor allem ein Entscheider sei gefragt, der die wichtigen Themen nach vorne bringt, so die Union. Der 56-Jährige habe als Dezernent stets bewiesen, so Oberste-Padtberg, dass er parteiübergreifend arbeite und „auch für die Mehrheitsfraktionen unbequeme Themenfelder bespielt“.

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