Wittener Bachchor begeistert Zuhörer

Der Wittener Bachchor ist ein fester Bestandteil im Musikleben der Stadt. Je nach Anlass präsentieren die rund 40 Sänger und Sängerinnen heitere oder besinnliche Konzerte. Am Sonntagabend trat der Chor im Haus Witten auf – mit einem Konzert mal ernst, mal heiter.

Es erklangen Lieder aus alter und auch neuerer Zeit, teilweise bekannt, manche auch unbekannt. Besonders „Die Beredsamkeit“ und „Die Harmonie der Ehe“ von Joseph Haydn wurden lebendig vorgetragen und regten Zuhörer zum Schmunzeln an. Unter der Leitung des immer temposicher dirigierenden Gerhardt Marquardt sang der Chor mit ausgeglichenem Klangbild und guter Textverständlichkeit.

Solovorträge von Joachim Drucks

Beim Lied „Der Lindenbaum“ von Franz Schubert hätte man sich aber mehr Dynamik – gemeint sind Unterschiede in Lautstärke und Intensität – gewünscht. Weil der Text sowohl lyrische als auch dramatische Passagen vorgibt.

Der Gesamteindruck aber war positiv. Besonders Franz Schuberts Lied „Die launige Forelle“, im Stile verschiedener Komponisten vorgetragen, sorgte für Heiterkeit und herzlichen Beifall. Unterbrochen wurde das Programm immer wieder durch Solovorträge von Joachim Drucks (Klavier) und Udo Hartlmaier (Klarinette). Beide Musiker beherrschten ihre Instrumente perfekt und zeichneten sich darüber hinaus durch eine große Musikalität aus. Das „Fantasiestück op. 43“ von Nils Gade für Klarinette und Klavier erklang mit nordischer Romantik und wunderbar weicher Tongebung. Technisch brillant spielte Drucks die zur gehobenen Unterhaltungsmusik zählenden Stücke „Annelie“ und „Der Reigen“. Das Publikum entließ den Chor erst nach einer Zugabe. Das Konzert war sehr gut besucht. Es mussten noch nachträglich Stühle aufgestellt werden.

 
 

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