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Witten-Mitte baut Wohnungen und Kita in Bommern

Frank Nolte (vorn li.) und Gerhard Rother (vorn re.) von der Wohnungsgenossenschaft Witten-Mitte mit Gästen bei der Grundsteinlegung in Bommern.
Foto: Funke Foto Services
Witten-Mitte baut ein barrierefreies Mehrfamilienhaus erstmals aus Fertigteilwänden. Ins Erdgeschoss zieht die Lebenshilfe mit einer integrativen Kita.
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Witten..  Bommern bekommt neue Wohnungen und neue Kindergartenplätze. Die Wohnungsgenossenschaft Witten-Mitte baut am Bommerfelder Ring/Ecke Albrecht-Dürer- Straße. Ein riesiger Kran erstreckt sich in den Himmel, Bagger warten auf ihren Einsatz. Doch an diesem Donnerstagvormittag steht ein kleiner Pavillon auf der Bodenplatte, Sekt und Häppchen werden gereicht. So eine Grundsteinlegung muss schließlich gebührend gefeiert werden. Auch die Arbeiter greifen zu.

Nach dem Zukauf einer städtischen Grundstücksfläche entsteht hier ein dreigeschossiges Mehrfamilienhaus mit 14 öffentlich geförderten, barrierefreien Wohnungen. Im Erdgeschoss findet eine Kindertagesstätte mit zwei Gruppen ihren Platz. Der Wohnbereich erhält seinen Zugang über die Albrecht-Dürer-Straße 4a, die Kita wird die Adresse Bommerfelder Ring 12 haben. 400 Wohnungen vermietet die Genossenschaft bereits in Bommern – und hat keine Probleme, auch diese an den Mann zu bringen. „Wir haben schon 38 Interessenten“, freuen sich Vorsitzender Frank Nolte und Gerhard Rother, technischer Vorstand von Witten-Mitte. Bei der Auswahl werde darauf geachtet, dass die Menschen zusammenpassen, ergänzt Verwalter Robert Schulte-Kraft.

Auch für die Kita mit ihren insgesamt 36 Plätzen, darunter vier für Kinder mit Behinderung, gibt es schon weit über 30 Anmeldungen, sagt Manon Füllgraf von der Lebenshilfe, die die Einrichtung als Mieter beziehen wird. Zum neuen Kindergartenjahr, das am 1. August 2016 startet, soll das Gebäude fertig sein. „Schön wäre es, wenn auch Kinder ab fünf Jahren dabei wären, damit wir eine gemischte Altersstruktur haben“, sagt sie und hofft auf neu zugezogene Bürger. Was Füllgraf sich außerdem wünscht: dass sich ein reger Kontakt zu den Bewohnern entwickelt. Die können voraussichtlich am 1. Oktober nächsten Jahres das Haus beziehen.

Die Zeitspanne bis dahin scheint knapp – gemessen am derzeitigen baulichen Zustand. Aber: „Wir bauen zum ersten Mal mit Fertigteilwänden“, erklärt Thomas Rödiger von der gleichnamigen Wittener Baufirma, die mit den Kollegen der ebenfalls hier ansässigen Firma Sachse zusammenarbeitet, „weil einer allein das nicht schaffen würde“. Im Laufe des Tages sollen noch die Wände kommen, die heute aufgebaut werden. „In einer Woche soll das Erdgeschoss stehen, Ende des Jahres der Rohbau.“ Das sei schon sportlich, gesteht Rödiger. Doch das Handwerker-Team sei super eingespielt. Und Witten-Mitte liebe nun mal die Herausforderungen, betont auch Gerhard Rother. „Keiner außer uns macht solche Projekte.“

Dann greift er mit Frank Nolte zur Kelle und klatscht Beton in das rechteckige Loch, in dem schon die „Zeitkapsel“ liegt. Gefüllt ist sie nach altem Brauch mit einer aktuellen Tageszeitung, der Witten-Mitte-Mitgliederzeitung, Euromünzen und einer Kopie der Baugenehmigung. Dann kann ja nichts mehr schiefgehen.

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Do, 16.08.2018, 15.38 Uhr

Richter Dirk Rauschenberg erklärt den juristischen Hintergrund zur Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes Münster.