Wie gefährlich ist das Herzstolpern?

Experten stehen Rede und Antwort beim Herzseminar am Samstag (13.11.) in der Sparkasse. Unser Bild zeigt v.li. Prof. Dr. Martin Bergbauer vom Marien-Hospital, Thorsten Knapp vom DRK mit einem Frühdefibrillator und Manfred Kothe, Deutsche Herzstiftung. Archivfoto: Werner Liesenhoff / WAZ
Experten stehen Rede und Antwort beim Herzseminar am Samstag (13.11.) in der Sparkasse. Unser Bild zeigt v.li. Prof. Dr. Martin Bergbauer vom Marien-Hospital, Thorsten Knapp vom DRK mit einem Frühdefibrillator und Manfred Kothe, Deutsche Herzstiftung. Archivfoto: Werner Liesenhoff / WAZ
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Witten.. Um Herzrhythmusstörungen geht es bei den bundesweiten Herzwochen. Mit dem Herz-Seminar für Patienten, Angehörige und andere Interessierte finden sie am Samstag (13.11.) ihren Höhepunkt in Witten.

Die Deutsche Herzstiftung will mit dem Thema im Veranstaltungscenter der Sparkasse an der Ruhrstraße informieren und Ängste abbauen. Herzrhythmusstörungen könnten harmlos, aber auch lebensbedrohlich sein. Die Grenze zwischen einer normalen und krankhaften Störung sei fließend, was zugleich gefährlich sei. Die frühzeitige Erkennung ist laut Herzstiftung nur durch einen Internisten oder Kardiologen möglich.

Die häufigste Herzrhythmusstörung ist das Vorhofflimmern. Dabei ziehen sich die Herzvorhöfe nicht mehr regelmäßig zusammen. Dadurch können sich Blutgerinnsel bilden und Hirngefäße verschließen: Die Folge ist im schlimmsten Falle ein Schlaganfall. Da Vorhofflimmern bei der Hälfte der Patienten ohne Beschwerden auftritt, bleibt es oft unbemerkt.

Inzwischen gebe es große Fortschritte in der Therapie, etwa das Medikament Dronedaron, das nicht die starken Nebenwirkungen von Amiodaron habe, dem wirksamsten Präparat gegen Vorhoffllimmern.

Prof. Dr. Martin Bergbauer, Chefarzt der Medizinischen und kardiologischen Klinik am Marien-Hospital, führt mit seinem Vortrag „Herzstolpern harmlos oder gefährlich“ in das Thema ein. Er wird auch moderieren. Die Bürgermeisterin ist ebenfalls angekündigt. Es folgen Diskussionen zu den Themen „Volkskrankheit Vorhofflimmern - Schlaganfall verhindern“ und „Herzrhythmusstörungen und plötzlicher Herztod - Der Defibrillator rettet Leben“. Es gibt Info-Stände, das DRK erklärt Laien den Gebrauch eines Defibrillators, der bei Herzrhythmusstörungen eingesetzt wird. Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr an der Ruhrstr. 45.

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