Wenn die Uni tanzt

Witten.. Noch fluteten die letzten Sonnenstrahlen den Campus, als die ersten Gäste in die Halle zum Uni-Ball strömten. Der Haupteingang war verschlossen. Stattdessen traten die Gäste auf einer eigens montierten Brücke über den kleinen Teich ins Audimax.

Dort warteten Häppchen und Sektgläser auf die Besucher, die weiter in die herausgeputzte Aula gelangten. Das Hochschulwerk – quasi die Gewerkschaft der Studierenden – hatte in den vergangenen Tagen zu einer allgemeinen Putzaktion aufgerufen. Die Uni sollte sich schön präsentieren. Und so war sie auch.

Hochprofessionell beleuchtet und in verschiedene Bereiche aufgeteilt – die große Bühne mit Tanzfläche, kulinarische Bereiche, Cocktailbars, Zigarren-Lounge und ruhigere Sofaecken – jeder fand, was er gerade suchte.

Mit Begrüßungsworten eröffneten die Geschäftsführung und das studentische Ballkomitee die Party, ganz dem Motto folgend: Es ist Zeit, danke zu sagen. Denn das war als Motto für den Ball ausgegeben worden: „Zeit zu tanzen, Zeit, einander zu begegnen, Zeit, danke zu sagen“.

So war im Konzept eine Besonderheit eingeplant: Die Förderer der Universität wurden in studentische Wohngemeinschaften eingeladen, wo sie von den jungen Akademikern bekocht wurden. So konnten sie die Studierenden live erleben und diese mit den Freunden und Förderern auf Tuchfühlung gehen.

Nachts auf dem Ball war mit der Band „Glory Nights“ eine Coverband erster Güte am Start, die die große Bühne und die Halle mit Leben füllte. Angefangen mit einem Walzer als einzig klassischem Tanzstück spielten sie, was die Rockgeschichte der letzten Jahrzehnte an Klassikern geprägt hat.

Showeinlagen vom Zauberer, Jongleur bis zur Tänzerin an vertikalen Seilen – die Veranstalter hatten sich viel Mühe gegeben, die Gäste zu unterhalten. Doch die waren vielfach stärker am Feiern interessiert. So war es mehr eine feucht-fröhliche Party als ein nobler Ball, wenngleich die Ballkleider, Smokings und Anzüge ein imposantes Äußeres verliehen. Noch bis zum Sonnenaufgang wurde mit DJane „Miss Eva the Diva“ weitergefeiert.

 

EURE FAVORITEN