Weiße Stange als Liebling der Kunden

Die Spitzen sind das Beste am Spargel, weiß auch Markthändlerin Erika Hagemeier. Foto: Walter Fischer / WAZ FotoPool
Die Spitzen sind das Beste am Spargel, weiß auch Markthändlerin Erika Hagemeier. Foto: Walter Fischer / WAZ FotoPool
Foto: Fischer / WAZ FotoPool

Witten.. Kaum liegt das weiße Gemüse auf den Tischen der Markthändler, greifen die Kunden kiloweise zu. Auf dem Wochenmarkt am Rathausplatz gibt es kaum einen Kunden, der keine Tüte gefüllt mit Spargel in der Hand trägt.

Die weißen Stangen stapeln sich auf der grünen Tischdecke von Markthändler Gunther Hagemeier (52). Gegen Mittag sind nur noch wenige Kilos übrig. Als er mit seiner Mutter Erika (78) morgens den Stand öffnete, hatte er knapp 70 Kilo Spargel in seinem Transporter. „Davon ist am Ende des Markttages nicht mehr viel übrig, wenn überhaupt“, erklärt der bekennende Spargelfan. Gunther Hagemeier versteht, warum seine Kunden das weiße Stangengemüse so schätzen. Er selbst isst es in sämtlichen Variationen. Ob gebraten, gekocht, gegrillt oder roh im Salat, für den 52-Jährigen kann es gar nicht genug Spargel geben. „Am besten schmeckt er aber, wenn man ihn in Butter anbrät, dazu eine Prise Zucker und Salz gibt und fertig ist das leckere Spargelessen“, erklärt Mama Erika wissend. Manch einer mag es, wenn man noch Pfeffer darauf streut, aber das sei nicht so ihr Geschmack.

Nicht nur die Hagemeiers, auch die Kunden wissen allerdings, dass die Zeit des Spargels noch gar nicht gekommen ist. „Eigentlich wird Spargel erst im Mai und Juni gestochen, aber mittlerweile haben die Bauern alle Heizungen in der Erde, um das Gemüse schneller und früher ernten zu können“, erklärt Erika Hagemeier. Familie Schramm weiß ebenfalls, dass das Gemüse eigentlich zu früh dran ist,freut sich darauf. Gerade haben sie zwei Pfund Spargel gekauft und freuen sich schon auf das Mittagessen, besser gesagt auf die nächsten Essen für die nächsten Tage. Denn in der Spargelzeit gibt es für Mama Petra (49) nichts besseres.

Kein Wunder, denn sie kommt schließlich aus dem Münsterland. „Da muss meine Familie dann einfach für einige Wochen durch. Ich habe sie aber von dem leckeren Geschmack überzeugt“, sagt die 49-Jährige lachend. Ihr siebenjähriger Sohn Simon leckt sich bei der Vorstellung vom Spargel schon einmal genüsslich über die Lippen. Er mag das Gemüse und weiß, dass er damit in seiner Altersklasse zu einigen Wenigen gehört. Bei den Schramms gibt es Spargel in der klassischen Variante: In Salzwasser gekocht, dazu einige frische Kartoffeln und gekochten Schinken. Petra Schramm: „Andere Arten schmecken aber natürlich auch.“

Die Preise für ein Kilo Spargel schwanken zur Zeit auf dem Wochenmarkt zwischen sechs und neun Euro. Es gilt: Je mehr Spargel gestochen wird, umso günstiger gibt es ihn. Für Schnäppchenjäger heißt es: Noch eine oder zwei Wochen warten, bis es die weißen Stangen im Überfluss gibt.

 

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