„Was ist schon so ein Piks?“

Rosemarie Kubsch, Sabine Gräfe, Kerstin Huttanus und Wilm Ossenberg (v.l.) werben in der Stadtgalerie für die Kampagne.
Rosemarie Kubsch, Sabine Gräfe, Kerstin Huttanus und Wilm Ossenberg (v.l.) werben in der Stadtgalerie für die Kampagne.
Foto: WAZ
DRK und Stadtgalerie Witten starten gemeinsame Aktion. Bisher haben sich 97 neue Blutspender registrieren lassen.

Witten..  237 – die Anzahl der Menschen, die sich in diesem Jahr in Witten als neue Blutspender registrieren ließen. Im Vorjahr waren es 534.

Nun ist das Jahr 2013 noch nicht vorbei, trotzdem scheint der Plan, die 534 zu erreichen oder sogar zu überrunden, sehr ambitioniert. „Die Spenderzahlen nehmen leider immer weiter ab“, sagt Sabine Gräfe, Pressereferentin des Blutspendedienstes Hagen. Um die Versorgung mit Blutkonserven weiterhin sicherzustellen, hat das DRK West eine Aktion gestartet: „50 000 neue Blutspender in 200 Tagen“. „In den nächsten acht Jahren werden in NRW 30 000 Blutspender aus Altersgründen ausscheiden“, erklärt Gräfe. Der Blutbedarf steige hingegen stetig, unter anderem bedingt durch medizinische Fortschritte.

Stadtgalerie wirbt für die Aktion

Die Stadtgalerie unterstützt das DRK Witten und wirbt für die Kampagne – auf ihrer Internetseite und mit Plakaten und Flyern in der Galerie. „Das ist das erste Mal, dass wir eine solche Aktion zusammen mit einem Einkaufscenter machen“, sagt Gräfe. Witten nehme insofern eine Vorreiterrolle ein. Bis jetzt gibt es in der Stadt 97 Neuspender. Center-Managerin Kerstin Huttanus hofft, dass die Aktion möglichst viele Menschen erreicht. „Was ist schon so ein Piks?“ sagt sie. In Witten gehen etwa drei Prozent der Einwohner zum Blutspenden, das entspricht dem Durchschnitt in Deutschland. In Richtung Sauerland würden deutlich mehr Menschen regelmäßig Blut spenden, so dass Quoten von bis zu 16 Prozent erreicht würden, sagt Rosemarie Kubsch, Blutspendebeauftragte des DRK Witten. „Da geht das Dorf dann geschlossen zur Spende.“

Blut spenden darf jeder gesunde Mensch, der über 50 Kilogramm wiegt. Frauen dürfen viermal, Männer sechsmal pro Jahr spenden. Der Spender sollte mindestens 18 Jahre alt sein, eine Altersgrenze nach oben hin gibt es nicht. Die Blutabnahme von insgesamt 500 Millilitern dauere maximal eine halbe Stunde – „inklusive Ausruhen“.

 

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