Volle Sonnenkraft voraus

Ein Modul der neuen Solaranlage auf dem Dach der Universität Witten/Herdecke präsentieren (v. li.) Markus Vetter (Fa. Kostal), Alexander Spinola (Initiative „Grüne Verantwortung“), Eberhard Stretzke (Fa. Trimodal) und Unipräsident Prof. Dr. Martin Butzlaff. Foto: Walter Fischer / WAZ FotoPool
Ein Modul der neuen Solaranlage auf dem Dach der Universität Witten/Herdecke präsentieren (v. li.) Markus Vetter (Fa. Kostal), Alexander Spinola (Initiative „Grüne Verantwortung“), Eberhard Stretzke (Fa. Trimodal) und Unipräsident Prof. Dr. Martin Butzlaff. Foto: Walter Fischer / WAZ FotoPool
Foto: Walter Fischer

Witten.. Sonnige Aussichten dürften in den nächsten Monaten auf die Universität Witten/Herdecke zukommen. Denn dort wurde die erste Solaranlage aufgestellt.

Sie befindet sich auf dem Dach des Campusgebäudes und hat dort am 6. März ihren Betrieb aufgenommen. Aber nicht nur, wenn die Sonne richtig strahlt, sammelt sie deren Energie, „sie läuft auch bei bedecktem Himmel“, versichert Eberhard Stretzke (55) von der Firma Trimodel, die sie auf dem Campusdach aufbaute. Angeregt wurde das Projekt von der Studenteninitiative „Grüne Verantwortung“.

Insgesamt besteht die Anlage aus 42 Modulen, die eine Fläche von 63 Quadratmetern bedecken. Sie erzeugt pro Jahr rund 9000 Kilowattstunden Strom, die in das Uninetz eingespeichert werden. „Damit übernimmt sie ein Fünftel der Ruhe-Grundlast der Uni“, erklärt Stretzke. Sie steuert also ein Fünftel des Stroms bei, der beispielsweise nachts oder während der Ferien notwendig ist, um dann noch aktive Geräte zu versorgen.

Die Solaranlage ist günstig ausgerichtet, nämlich in Richtung Südwesten, wobei die Faustformel gilt: „Süden plus minus 40 Grad, das bringt den selben Ertrag“, so Stretzke.

Rund 20 000 Euro würde eine solche Anlage eigentlich kosten. Doch sie wurde mit 5000 Euro durch ein Förderprogramm der Bezirksregierung Arnsberg bezuschusst. Außerdem stellte die Firma Kostal Solar Electric einen Wechselrichter zur Umwandlung von Gleich- zu Wechselstrom im Wert von etwa 2000 Euro kostenlos für die Anlage zur Verfügung.

„Wir möchten Verantwortung übernehmen“, begründet Markus Vetter (44) von der Firma Kostal, die als Familienunternehmen traditionell der Uni verbunden ist, das aktuelle Engagement.

Einen entscheidenden „Anstoß“, die Solaranlage auf dem Campusdach zu realisieren, habe die Förderung aus Arnsberg gegeben, so Alexander Spinola (27) von der Initative „Grüne Verantwortung“. Das Engagement von Kostal würde das ganze Projekt schließlich noch als „Sahnehäubchen“ krönen.

Schon seit einigen Jahren bemüht sich die Initiative „Grüne Veranwortung“ um Umweltschutz. Gleich hinter dem Uni-Campus treibt ihr Sinn für Verantwortung regelmäßig schönste Blüten: Und zwar in Form einer von ihr initiierten Obstbaum-Allee, die aus insgesamt 120 Apfel-, Birnen-, Pflaumen- und Kirschbäumen besteht.

Und auch die neue Solaranlage soll noch keinen Schlusspunkt markieren: Es ist „angedacht“, weitere Flächen des Campusdaches mit Modulen zu bestücken. Auf dass die Sonne kräftig scheine!

 

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