Viel Dampf und Licht in einer Nacht

Freuen sich schon auf die Extraschicht: Heike Drewes (Ruhr Tourismus GmbH), Hans Werner Tata (Kulturbüro), Dirk Steimann (Kulturforum), Hannsjörg Frank (Zeche Theresia) und Michael Peters (Zeche Nachtigall). Foto: Michael Korte / WAZ FotoPool
Freuen sich schon auf die Extraschicht: Heike Drewes (Ruhr Tourismus GmbH), Hans Werner Tata (Kulturbüro), Dirk Steimann (Kulturforum), Hannsjörg Frank (Zeche Theresia) und Michael Peters (Zeche Nachtigall). Foto: Michael Korte / WAZ FotoPool

Witten.. Rund 2500 Besucher kamen bei der vorigen, ruhrgebietsweiten „Extraschicht“ nach Witten. Und wenn das Wetter mitspielt, sollen es in dieser langen Nacht der Industriekultur am 30. Juni noch mehr werden. Schließlich sticht man hier mit einem weiteren Trumpf: Erstmals ist auch Haus Witten dabei.

Ein Pendelbus wird die Verbindung zum Muttental herstellen. Denn dort befinden sich die beiden bereits bewährten Wittener „Extraschicht“-Orte, das Industriemuseum Zeche Nachtigall und das Gruben- und Feldbahnmuseum Zeche Theresia. Diese Orte wiederum werden stilecht per Feldbahn verbunden.

Wer historische Bahnen oder alles, was schnauft und dampft mag, wird in dieser Nacht zwischen 18 und zwei Uhr morgens auf seine Kosten kommen. Und weil diese zwölfte „Extraschicht“-Ausgabe den Untertitel „Licht an!“ trägt, wird auch daran nicht gespart: Bei Einbruch der Dämmerung wird Haus Witten kunstvoll angestrahlt und ein Lichtjongleur will die Besucher dort ins Staunen oder Träumen versetzen. Und damit das Publikum dort richtig in Fahrt kommt, werden die Barulheiros ordentlich ihre Trommeln rühren.

Während in Haus Witten historische Eisenbahnen in einem Film gezeigt werden, sind sie an den beiden anderen Wittener „Extraschicht“-Orten zum Greifen nahe. So erwartet die Besucher der Zeche Theresia unter anderem eine Ausstellung mit Dampfmodellbahnen und eine vollständige Feldbahn-Anlage. An Zeche Nachtigall wird mehrere Stunden lang die „Lady of Bismarck“ halten. Die aus Oberhausen anrollende Güterzuglok samt Anhang bringt satte 100 Tonnen auf die Schienen.

Und auch eine weitere große alte Dame wird sich in dieser Nacht auf Zeche Nachtigall ansprechend in Szene setzen: Es ist die dortige Fördermaschine, die nun 125. Geburtstag feiert. Zur Vorführung der Dampffördermaschine samt Musik- und Tanzdarbietung gesellt sich außerdem die Dampf-Straßenwalze „Miss Ellie“. Und auch für das leibliche Wohl der „Extraschicht“-Besucher wird in dieser langen Nacht an den verschiedenen Stätten gesorgt sein.

Dass Witten mit eher „kleineren, beschaulichen Standorten“ gegenüber dem „Gigantismus“ anderer Städte an der ruhrgebietsweiten Veranstaltung teilnehme, habe „einen besonderen Reiz“, meint Hans Werner Tata vom hiesigen Kulturbüro. Er hofft, dass die „Schleife der Extraschicht ins südliche Ruhrgebiet“ auch in Zukunft weiter ausgebaut wird. Denn die Veranstalter der Nacht der Industriekultur sind ständig auf der Suche nach weiteren markanten Stätten für die Veranstaltung. Und da dürfte Witten noch einiges zu bieten haben.

Diesmal sind 53 Spielorte in 23 Städten dabei. Neun Stätten sind darunter, die neu hinzugekommen sind. Darunter befindet sich eben auch Haus Witten. Nun gibt es also auch für auswärtige „Extraschicht“-Teilnehmer drei gute Gründe, Witten mal zu besuchen.

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