Vertriebene erinnern sich ihrer Vorfahren

Festakt zum „Tag der Heimat“ im Rathaus: Hier gedachten die Vertriebenen der Toten. Foto: Walter Fischer / WAZ FotoPool
Festakt zum „Tag der Heimat“ im Rathaus: Hier gedachten die Vertriebenen der Toten. Foto: Walter Fischer / WAZ FotoPool
Foto: Walter Fischer

Witten.  Maximal 100 Vertriebene haben am Sonntag an einem Festakt zum „Tag der Heimat“ im Rathaus teilgenommen.

Der stellvertretende Vorsitzende des Wittener Stadtverbandes des Bundes der Vertriebenen, Norbert Buchmann, wies in seiner Begrüßung auf die Bedeutung dieses Tages hin. „Es ist ein Tag der Erinnerung an die Leistung der Vorfahren“, sagte der 72-Jährige. Gemeint waren die Bewohner der ehemaligen Ostgebiete vor dem Zweiten Weltkrieg. Das Leitwort dieses Tages lautete: „Erbe erhalten - Zukunft gestalten“. Das Wort „Zukunft“ bezog sich auf Europa und die ganze Welt. Vertreibung sei gegen das Menschenrecht und dürfe nirgendwo mehr in der Politik vorkommen, so Buchmann. „Erinnerung ist immer auch Mahnung, Werte wie Freiheit und Demokratie, Wahrheit und Gerechtigkeit zu achten und zu verteidigen.“ Die Festansprache hielt Landesgeschäftsführer Markus Patzke.

Den musikalischen Rahmen gestaltete ein Akkordeonensemble, „Aquarell“, ein Chor von Russlanddeutschen, sang Stücke wie „Heimat in der Nacht - Heimweh“. Lara Lieske begleitete die Totenehrung auf der Trompete.

Insgesamt gibt es in Witten noch fünf Landsmannschaften von einst acht, die Zahl der Mitglieder ist auf zirka 500 zurückgegangen.

 
 

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