Vandalen wüten an KZ-Gedenkstätte in Annen

Nur noch Löcher im Boden (li.) sind von der Gedenktafel übrig. Die zweite (r.) steht noch. Foto: Thomas Nitsche WAZ/FotoPool
Nur noch Löcher im Boden (li.) sind von der Gedenktafel übrig. Die zweite (r.) steht noch. Foto: Thomas Nitsche WAZ/FotoPool
Foto: WAZ

Witten..  Nur noch die Verankerung im Boden ist von einer der beiden blauen Info-Tafeln übrig geblieben, die an der KZ-Gedenkstätte Immermannstraße in Annen standen.

Am Samstagabend gegen 21 Uhr trieben dort Vandalen ihr Unwesen. Jetzt ermittelt der Staatsschutz.

Es gebe bereits Täterhinweise und auch einen Zeugen, heißt es von der Pressestelle der Polizei. Ob die Tat politisch motiviert sei, werde noch geprüft. Fest stehe aber bereits, dass keine rassistischen Parolen gebrüllt oder auf die Gedenkstätte gesprüht worden seien. Ob Alkohol im Spiel gewesen sei, werde ebenfalls geprüft, heißt es von Polizeiseite. Die Stadt Witten hat Strafanzeige gestellt.

Die herausgerissene Tafel aus Metall, auf der sich neben Informationen zur Geschichte des KZ-Außenlagers auch eine Skizze befand, sei bei der Tat leicht verbeult worden, erzählt Wittens Denkmalschützer Florian Schrader, der sich den Schaden gleich vor Ort ansah. Nun lässt das Denkmalamt prüfen, wie hoch die Kosten für die Reparatur und das Wiederaufstellen sind.

Erst kürzlich, nämlich zum Tag des offenen Denkmals am 8. September, waren die Gedenktafeln unter anderem im Beisein der Bürgermeisterin offiziell eingeweiht worden.

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