Umzugsfirma präsentiert höhere Rechnung

Foto: WAZ

Sie wollten endlich in einer gemeinsamen Wohnung zusammenleben: Jutta und Jürgen Bohrmann. Doch der Tag des Umzugs – zwei Wohnungen mussten aufgelöst werden – geriet für die Familie zum Desaster.

Frühzeitig hatte sich das junge Paar um ein Umzugsunternehmen gekümmert, in den Anzeigenblättern nach einem entsprechenden Inserat Ausschau gehalten. Sie meinten es in dem Angebot einer Mülheimer Umzugsfirma gefunden zu haben. Jürgen Bohrmann: „Im Acht-Stunden-Paket-Preis sollte für 460 Euro alles drin sein. Das war ein sehr günstiges Angebot.“ Erste Zweifel kamen den beiden, als am Umzugstag frühmorgens der Anruf eintrudelte, dass man nicht zur vorher angekündigten Uhrzeit um 8 Uhr die erste Wohnung erreichen würde, so Jutta Bohrmann. Dort in Plettenberg, wo Jürgen Bohrmann wohnte, war der Start. Mit den aufgeladenen Möbeln sollte es zum Zaunkönigweg gehen, der bisherigen Wohnung von Jutta Bohrmann. Von dort dann wäre das Ziel die neue Wohnung an der Oberkrone in Heven gewesen.

Da ging es auch hin, jedoch nur mit einem Drittel der Möbel – und zwar den leichten – wie Jürgen Bohrmann versichert. An der Oberkrone wiederum wurde den Bohrmanns sofort eine Rechnung präsentiert in Höhe von 966 Euro. Die wollte Bohrmann nicht zahlen, worauf das Umzugsunternehmen die Möbel als Pfand einkassieren wollte. Mit Mühe und Not konnte Bohrmann den Paketpreis durchsetzen, der mit Mehrwertsteuer nun 547 Euro betrug.

Für das Umzugsunternehmen hingegen war der Fall an dem Tag erledigt. Hülya Yesilyurt, Geschäftsführerin der Mülheimer Firma, nennt den Bohrmann-Umzug kompliziert, sieht das Problem vor allem in der sogenannten Zwischenfahrt, die den Preis erhöht habe, außerdem habe die Familie den Umzug abgebrochen. Sie verweist zudem auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Bohrmanns wiederum krempelten die Ärmel hoch. Der Ex-Mann half mit dem Privatwagen aus, geschuftet wurde den ganzen Tag, um die Möbel zur Oberkrone zu schaffen. Jutta Bohrmann: „Das war sehr ärgerlich, so hatte ich mir den Umzug nicht vorgestellt.“ Und: „In Zukunft nehmen wir nicht das günstigste Angebot, werden nicht am falschen Ende sparen.“

 
 

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