Toleranz fördern und Vielfalt stärken

Im Rahmen des Bundesprogramms zur Förderung der Toleranz entstanden in Witten 30 Projekte rund um das Thema Integration.Im Haus der Jugend trafen sich viele Akteure jetzt zum Informationsaustausch.

Was ist eigentlich Toleranz? Toleranz ist: die Vielfalt wertzuschätzen, die Religionen des anderen zu respektieren oder schlicht „mir sehr wichtig“. So steht es zumindest auf den vielen gelben Zetteln, die beim Netzwerktreffen zum Bundesprogramm „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ im Haus der Jugend an Wänden und Tischen klebten. Im Rahmen des Bundesprogramms wurden in Witten unter der Schirmherrschaft verschiedener Träger 30 Projekte rund um das Thema Integration gefördert.

Das Programm läuft seit 2011. Bei dem Netzwerktreffen kamen nun Vertreter der einzelnen Projekte zum Informations- und Erfahrungsaustausch zusammen. Auf den gelben Zetteln hatten Besucher auf der schon Anfang des Jahres stattgefundenen Integrationsmesse festgehalten, was Integration für sie persönlich bedeutet.

Förderung über 2014 hinaus

Einer der Teilnehmer des Netzwerktreffens war Hans Werner Ludwig, Jugendreferent der evangelischen Kirche. Er hat gemeinsam mit Jugendverbänden das Foto-Projekt „1000 Gesichter gegen rechte Gewalt“ organisiert. Ein weiteres Projekt, dass im Rahmen des Förderprogramms realisiert werden konnte, ist der Kurzfilm „Weltweit Weltnah“ über Migration und Integration.

Beide Projekte stehen beispielhaft für die vielen anderen Vorhaben, bei denen sich vor allem Jugendliche mit viel Engagement und Mut für die kulturelle Vielfalt aussprechen.

Wichtigster Programmpunkt bei dem Netzwerktreffen war dementsprechend auch die Antwort auf die Frage, wie die Projekte denn nachhaltig gesichert werden können. Denn auch, wenn das Bundesprogramm 2014 in eine weitere Förderrunde geht, gibt es viele weitere „Töpfe, die angezapft werden können“, sagte Ulla Theisling, die als Beraterin für das Bundesprogramm die Kommunen begleitet.

In einem Vortrag über die weite und reichhaltige Förderlandschaft in Deutschland klärte darüber hinaus der Politologe Martin Rüttgers darüber auf, welche alternative Finanzierungen zur Verfügung stehen, und wie diese möglichst optimal für die einzelnen Projekte genutzt werden können.

 
 

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