Tauben müssen auf „Zimmer“ im Wittener Rathaus weiter warten

Ein Taubenzimmer im Rathaus lässt weiter auf sich warten.
Ein Taubenzimmer im Rathaus lässt weiter auf sich warten.
Foto: Funke Foto Services
Der Vertrag mit der Jägerschaft über ein Taubenzimmer im Rathausturm ist geplatzt. Sabine Schmelzer will sich trotzdem weiter um das Projekt kümmern.

Witten..  Eigentlich war alles schon in trocknen Tüchern. Der Vertrag für das „Taubenzimmer“ im Rathausturm liegt seit März bereit. Im Spätsommer sollte das Konzept umgesetzt werden. Nun ist der Stadt allerdings ihr Vertragspartner für das Projekt abhanden gekommen, sprich die Wittener Jägerschaft.

Sabine Schmelzer, ehemalige Rektorin der Bruchschule und Vorsitzende des Bürgerforums, hatte das Vorhaben „Taubenzimmer“ vorangetrieben. Als Vorsitzende der Jägerschaft, die als Träger vorgesehen war, hätte sie den Vertrag mit der Stadt unterzeichen sollen. Doch in dieser Funktion kann sie das Papier nun nicht mehr unterschreiben. Denn Schmelzer hat die Jägerschaft aus persönlichen Gründen verlassen.

Neuer Träger muss gefunden werden

Um das Taubenprojekt will sie sich aber weiterhin selbst kümmern. Die Pläne seien definitiv nicht vom Tisch, betont sie. Zunächst müsse allerdings ein neuer Träger gefunden werden. „Das soll aber auf keinen Fall zu Lasten des Taubenschlags gehen. Ich kümmere mich darum. Dann kann der schon vorliegende Vertrag endlich unterzeichnet werden.“

Die jetzt aufgetretenen Probleme kommen eigentlich zur Unzeit, so kurz vor Vertragsabschluss. So weit zu kommen, war schon schwer genug. Auch die Jägerschaft musste für das „Betreute Wohnen“ verwildeter Brieftauben hinter einer Glasscheibe im Rathausturm erst einmal gewonnen werden. „Die Tiere müssen betreut und regelmäßig versorgt werden, aber das darf nicht viel kosten“, sagt Stadtsprecherin Lena Kücük.

50 Taubenpärchen sollen unterkommen

Finanziert werden soll das Taubenzimmer mit 50 Taubenpärchen von beiden Vertragspartnern, Stadtverwaltung und Trägerverein. Ins Gespräch war das Taubenzimmer gekommen, nachdem die Klagen über die Verschmutzungen im Rathausinnenhof durch Tauben immer größer geworden waren.

Andreas Berg von der Stabsstelle Umwelt stellt klar: „Für den Vertrag muss auch eine Vertretungsperson im Vorsitz des Trägervereins, der jetzt eventuell ganz neu gegründet wird, benannt sein. Dann kann es weitergehen.“

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