Studie: Schwanger dank Akupunktur

Akupunktur fördert eine Schwangerschaft – das ist zusammenfassend das Ergebnis einer Studie, an der die Universität Witten/Herdecke (UWH) maßgeblich beteiligt war. Besonders für Paare, die lange vergeblich auf ein Kind warten, haben die Forscher gute Nachrichten: Die Behandlung mit den dünnen Nadeln erhöht auch ihre Chancen auf Nachwuchs.

Die Studie, die Prof. Dr. Dieterle von der UWH und Gao Ying von der Huazhong Universität Wuhan, China, im Kinderwunschzentrum Dortmund durchführten, belegt den positiven Zusammenhang zwischen einer Akupunktur-Behandlung und dem Entstehen einer Schwangerschaft. „Aufgrund der vielen Studien, die die Wirksamkeit von Akupunktur bei Erkrankungen nachgewiesen haben, vermuteten wir auch einen positiven Effekt bei Kinderwunschpatientinnen“, erklärt Dr. Stefan Dieterle, Professor an der Universität Witten/Herdecke und der Huazhong Universität Wuhan. Bei Kinderwunschpatientinnen handelt es sich um Frauen, die ungewollt keinen Nachwuchs bekommen und ihre Chancen durch eine Behandlung steigern wollen. Etwa jedes siebte Paar ist ungewollt kinderlos.

Um die Vermutung wissenschaftlich zu bestätigen, behandelte das Ärzteteam 116 Patientinnen zweimalig mit Akupunktur nach dem Embryotransfer. Um einen Placebo-Effekt ausschließen zu können, erhielten 109 Patientinnen der Vergleichsgruppe eine Placebo-Behandlung. Das Ergebnis war eindeutig: Die Patientinnen, die sich der traditionellen Akupunktur-Behandlung unterzogen hatten, konnten sich doppelt so häufig über eine sich stabil entwickelnde Schwangerschaft freuen wie die Placebo-Gruppe. Die Schwangerschaftsrate in der Akupunktur-Gruppe betrug über 30 Prozent, im Vergleich zu rund 15 Prozent in der Vergleichsgruppe. „Der deutliche Unterschied zeigt, dass Akupunktur eine sinnvolle ergänzende Methode während der Kinderwunschbehandlung ist“, so Prof. Dr. Dieterle.

 
 

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