Steiles Stück vom Ruhrtalradweg erstrahlt in roter Farbe

Steffen Gerber
Bauarbeiten an der Stadtgrenze: Während die steile Rampe in Wengern für den Ruhrtalradweg fertig ist, geht es auf der Brücke für die Anbindung zur Strecke "Von Ruhr zu Ruhr" weiter
Bauarbeiten an der Stadtgrenze: Während die steile Rampe in Wengern für den Ruhrtalradweg fertig ist, geht es auf der Brücke für die Anbindung zur Strecke "Von Ruhr zu Ruhr" weiter
Foto: WP
An der Stadtgrenze Wengern-Bommern ist der Ruhrtalradweg wieder freigegeben. Die steile Rampe hat neue, vor allem ebenerdige Pflastersteine in Rot erhalten

Witten.  Steil ist geil: Wer Herausforderungen beim Radfahren schätzt, mag die Rampe mit 20 Prozent Gefälle an der Stadtgrenze Wengern-Bommern.

Seit einigen Tagen ist das Teilstück des Ruhrtalradwegs gegenüber vom Landhaus Robbert nach kurzen Ausbesserungsarbeiten wieder freigegeben.

Nach einer Begehung mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) im Herbst 2015 hatte eine Gefahrenkommission angeregt, die Ab- bzw. Auffahrt zu entschärfen, zu optimieren und dadurch attraktiver zu machen. „Es soll keine angeordnete Schiebestrecke mehr sein, die Leute sollen frei entscheiden“, sagt Kathrin Schneider-Dramani vom Regionalverband Ruhr. Im Widerspruch dazu steht noch ein Schild „Radfahrer absteigen“ an der Wittener Straße. „Darüber wollen wir noch mit der Stadt Wetter reden, ob wir das entfernen“, so Schneider-Dramani.

Nur erste Kurve breiter gemacht

Ansonsten dominiert nun die Farbe Rot, vor allem am neu gepflasterten Einstieg zur Abfahrt. Auf der Strecke hinunter zur Ruhr sind die Hubbel mit den Natursteinschwellen verschwunden, ebenerdige Flächen mit roten Steinen ersetzen diese auf dem Steilstück. Die erste Kurve oben wurde entschärft, mit den ausgebauten Steinen entstand eine größere Fläche. „Wir wollten den Weg auf 1,50 Meter verbreitern. Auch, damit Radfahrer und Fußgänger besser aneinander vorbeikommen. Nicht realisiert haben wir Überlegungen, weiter in die Böschung hineinzubauen“, erklärt Schneider-Dramani. Eine Unfall-Häufung habe es hier aber nie gegeben, wobei die steile Passage eine Herausforderung für Radler bleibe.

Von einer solchen berichtet auch Christoph Hatzig von der Firma STH, der mit seinen Bauarbeiter-Kollegen ein paar Meter weiter oben auf der Brücke die Anbindung zum Radweg „Von Ruhr zu Ruhr“ vorbereitet. So sei das Auftragen der 25 Zentimeter dicken Platte mit 40 Kubikmetern Beton nicht ganz einfachen gewesen, da die Hochspannungsleitungen beinahe mit der Betonpumpe in luftiger Höhe kollidiert wären.

3,8 Kilometer ist die Trasse zwischen der Ruhr und Albringhausen

Um mehrere Baustellen auf der 3,8 Kilometer langen Trasse zwischen der Ruhr und Albringhausen kümmert sich der Polier derzeit. Frischer Beton am Abzweig Henriette-Davidis-Museum, bald Natursandsteinarbeiten und neues Geländer am Viadukt im Trienendorf, dazu eine 1,30 Meter hohe Abgrenzung auf der Brücke an der Wittener Straße: „Es läuft gut, es ist aber auch viel Arbeit und nicht mal eben gemacht“, meint Hatzig. Bis voraussichtlich Ende Juli werde er mit seinen Leuten beispielsweise noch an der Anbindung des Ruhrtalradwegs zur früheren Elbschebahn-Trasse beschäftigt sein.

An der Stadtgrenze Wetter-Witten müssen Autofahrer ab nächster Woche wieder mit Einschränkungen und einem einspurigen Baustellenverkehr rechnen. Über ein neues Gerüst beginnen dann die Arbeiten an den Stahlträgern der Brücke, auch ein Sandstrahler kommt laut Hatzig dann zum Einsatz. Bis die Strecke im Verlauf dieses Jahres asphaltiert werden kann, gebe es noch viel zu tun.

Land gibt 1,3 Mio Euro für Lückenschluss des Radwegs „Von Ruhr zu Ruhr“

Das Schild „Radfahrer absteigen“ steht seit einem schweren Unfall vor der steilen Rampe.
Für den Lückenschluss des Radwegs „Von Ruhr zu Ruhr“ stellt das Land Nordrhein-Westfalen 1,3 Millionen Euro in 2016 zur Verfügung.
Mehr Infos zum Radweg „Von Ruhr zu Ruhr“ gibt es unter: ennepe-ruhr-tourismus.de/angebote/radparadies/von-ruhr-zur-ruhr.