Stahlkorsett stützt Kaminschornstein

Mit einem 60 Tonnen schweren Kran wurde das Stahlkorsett an dem Kaminschornstein angebracht. Foto: Michael Korte / WAZ FotoPool
Mit einem 60 Tonnen schweren Kran wurde das Stahlkorsett an dem Kaminschornstein angebracht. Foto: Michael Korte / WAZ FotoPool

Witten.. Wer zur Zeit von der Zeche Nachtigall aus zur Burgruine Hardenstein spaziert, wird feststellen, dass ein Kran neben der Ruine steht. Dieser bringt ein Stahlgerüst an, um den Kaminschornstein neben der eingestürzten Mauer von 2010 zu stützen.

60 Tonnen wiegt der Laster mit dem auf ihm montierten Kran. In dem sumpfigen Gebiet ist das Gewicht des Baugerätes ein Problem für die Burgfreunde Hardenstein. Hans Dieter Radke (65), Vorsitzender der Burgfreunde, erklärt: „Wir mussten den Weg und den Platz, wo der Kran nun steht, mit Schotter befestigen. Sonst würde er einfach einsinken in die weiche Erde.“

Warum der Laster überhaupt gebraucht wird? Die eingestürzte Mauer mit dem noch stehenden, aber schiefen Kamin soll wieder aufgebaut werden. Dazu müssen Probebohrungen gemacht werden, um das Material zu untersuchen und passenden Mörtel anrühren zu können. Radke: „Durch die Bohrungen könnte es sein, dass die Mauer des Schornsteins bröckelt. Im schlimmsten Fall könnte er sogar einstürzen.“ Deshalb stützt man den Kamin nun mit einem Stahlkorsett von allen Seiten.

Bis zum Ende der Woche soll das Gerüst fertiggestellt sein. Dann haben die Burgfreunde schon weitere Arbeiten geplant. Zunächst soll der schiefe Kamin ein wenig ins rechte Lot gerückt werden, denn zur Zeit neigt er sich rund 30 Zentimeter zur Seite. Anschließend wolle man die eingestürzte Mauer mit bereits vorhandenen Steinen nach und nach wieder aufbauen.

Während der gesamten Zeit hat neben der Stadt auch die Denkmalaufsicht ein Auge auf die Arbeiten. „Ein Statiker begleitet uns ebenfalls, damit wir später keine Schwierigkeiten bekommen“, erklärt Radke. Nicht nur die Burgruine, sondern auch an den Grünflächen muss viel getan werden. Denn durch die Baufahrzeuge sei der Boden aufgeweicht worden. „Außerdem denken wir über eine Entwässerungsanlage nach. Sie soll helfen, den Matsch am Tor zu verhindern, der bei Regenfällen entsteht“, so der 65-Jährige.

Unterstützung bei der Sanierung der Wege zur Ruine bekommen die Burgfreunde möglicherweise von der Wabe. „Das steht noch nicht fest. Es wurde darüber gesprochen, dass man die Wege befestigen müsste, um bei starken Regenfällen die Bildung eines Sumpfes zu vermeiden“, so Radke.

Bis es soweit ist, vergeht noch Zeit. Der Vorsitzende hofft, dass die Sanierungsarbeiten Ende des Jahres abgeschlossen sind. Dazu muss das Wetter gut sein und es darf bei den Probebohrungen und dem Aufbau nichts schief gehen.

 
 

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