Stadt Witten muss Angebotsstreifen entfernen lassen

Johannes Kopps
Der Schutzstreifen – ein Angebotsstreifen – an der Johannisstraße muss entfernt werden.
Der Schutzstreifen – ein Angebotsstreifen – an der Johannisstraße muss entfernt werden.
Foto: Funke Foto Services
Der gestrichelte Streifen in der Johannisstraße ist nicht zulässig, weil die Tempo-30-Zone schon den Autoverkehr bremst.

Das Stadt Witten hat angekündigt, dass sie den Schutzstreifen für Radfahrer in der Johannisstraße entfernen lassen wird. Dieser entspreche nicht der geltenden Straßenverkehrsordnung, teilt die Verkehrsabteilung des Ordnungsamts mit.

Die Johannisstraße wurde 2008 zwischen Adeystraße und Johannisviertel erneuert. Auf einem Teilstück wurde damals ein (gestrichelter) Angebotsstreifen aufgetragen. Dieser sollte nicht nur das Zweiradfahrern sicherer machen. Zwischen den Streifen passen zwei Pkw gerade noch aneinander vorbei – eine dadurch bedingte Verlangsamung des Autoverkehrs war mitbeabsichtigt.

Die Straßenverkehrordnung sei geändert worden, so das Ordnungsamt. Ein Schutzstreifen sei in diesem Bereich nicht mehr zulässig. Begründung: Die Johannisstraße liegt bereits in einer Tempo-30-Zone. Die Logik dahinter: Eine solche Zone sorge bereits von sich aus für langsameres Tempo und damit auch ausreichenden Schutz für Radfahrer.

Das bedeute keine grundsätzliche Abkehr von Schutzstreifen, so die Stadt. Weitere würden nicht entfernt. Die Regel gelte für Tempo-30-Zonen – nicht für „Streckentempo 30“, wenn z.b. nur ein Straßenabschnitt vor Kindergarten oder Schule auf 30 km/h beschränkt sei.