Springen, schwimmen, sonnen

Am Samstag, 28. April, öffnete das Freibad in Witten-Annen. Karla Zdebel und Max Nelle schauen über den Beckenrand. Foto: Olaf Ziegler / WAZ FotoPool
Am Samstag, 28. April, öffnete das Freibad in Witten-Annen. Karla Zdebel und Max Nelle schauen über den Beckenrand. Foto: Olaf Ziegler / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool / Olaf Ziegler

Witten.. Pünktlich zur Saisoneröffnung des Annener Freibads am Samstag traut sich die Sonne durch die Wolkendecke und empfängt die ersten Gäste rund um das Edelstahlbecken.

Gemütlich sitzt Hans Günter Göttig (72) mit seinen Freunden Werner Krieg (71) und Frank Chudzenski (69) am Beckenrand im Freibad und schaut auf die anderen Schwimmer, die im Wasser ihre Bahnen ziehen. Direkt zu Beginn der Saison kommen die drei nach Annen und kaufen sich ihre Saisonkarten. „Mittlerweile ist das für mich schon wie eine zweite große Familie hier geworden“, sagt Göttig. Denn man kennt sich. Die treuesten Benutzer des Freibads treffen sich immer am ersten Tag der Eröffnung wieder - ganz gleich wie das Wetter ist.

Trotz des strahlenden Sonnenscheins, der sich am Samstag zur Eröffnung zeigte, kamen nur verhältnismäßig wenige Besucher. Im Nichtschwimmerbecken tummeln sich einige Kinder, im Schwimmerbecken ziehen Rentner oder Paare ihre Bahnen. Die Sprungbretter werden fast ausschließlich von Miguel Rothermel und seinen Kumpels genutzt. Kopfsprung, Salto vorwärts und die klassische „Arschbombe“, nichts ist den Jungs zu schwer.

Der 15-Jährige Miguel kommt aus Annen und verbringt seine Freizeit oft im Freibad. „Ums Schwimmen geht es dann eigentlich weniger. Man trifft einfach Leute hier und kann springen. Das macht richtig Spaß“, erklärt Miguel. Der zehnjährige Martin beobachtet die Springer aufmerksam und versucht es dann auch einmal selbst. Noch klappt es nicht ganz so gut wie bei den Großen, aber was nicht ist, kann noch werden.

Er mag das Freibad in Annen lieber als das Hallenbad. Denn der dortige Drei-Meter-Turm ist aus Stein und federt nicht nach. „Das ist doch öde, und man kriegt keinen richtigen Schwung.“

Schnell noch Bikinis gekauft

Wer sich so gar nicht für das kühle Nass interessiert, das an schwülen Tagen mit 28 Grad Wassertemperatur manchem fast ein wenig zu warm ist, der nutzt die vorhandenen Liegen, um etwas Sonne zu tanken. So wie die Teenager Annika und Madleen. Die schwarz-roten Bikinis haben sich die zwei Mädels am Morgen noch schnell neu gekauft. Denn der aus dem letzten Jahr „ist ja mittlerweile schon wieder völlig aus der Mode“, versichern die beiden 13-Jährigen ernsthaft.

„Leider ist noch nicht so viel los. Aber wenn sich das Wetter einige Tage halten sollte, kommen bestimmt mehr Leute“, meint Madleen. Auf die Rutsche wollen die Mädchen nicht. „Da machen wir uns unseren neuen Bikini kaputt. Das wäre ja echt blöd.“

Der Auftakt der Schwimmsaison 2012 ist geschafft. Das Wasser ist sauber, der Kiosk geöffnet, und die ersten Gäste waren auch schon da. Nun muss nur noch ein Gärtner vorbeischauen. Denn auf der Wiese blühen zur Zeit noch Löwenzahn und Gänseblümchen um die Wette.

 
 

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